Neu an UDE/UK Essen: Lars Möller14. Dezember 2021 Prof. Dr. Lars Möller, neuer Schilddrüse-Experte am UK Essen. Foto: © UDE/Frank Preuß Ihre Form erinnert an Schmetterlinge – doch sie fliegt nicht davon und man findet sie im Hals: die Schilddrüse. Dr. Lars Möller, neuer Professor für Translationale Schilddrüsenforschung an der Fakultät für Medizin der Universität Duisburg-Essen (UDE), untersucht am Universitätsklinikum Essen (UK Essen), wie die ihre Hormone therapeutisch genutzt werden können. Die Schilddrüse produziert lebenswichtige Hormone. Neben Stoffwechsel, Wachstum und Kreislauf beeinflussen sie das psychische Wohlbefinden des Menschen. Bildet das Organ zu viele Hormone, kommt es zu einer Überfunktion der Drüse (Hyperthyreose) – zu erkennen etwa an übermäßigem Schwitzen, Gewichtsverlust oder schnellem Herzschlag. Wenn es zu wenige gibt, entsteht bei Betroffenen eine Unterfunktion (Hypothyreose). Sie kann unter anderem zu trockener Haut, Gedächtnisstörungen, Müdigkeit und Gewichtszunahme führen.„Das therapeutische Potenzial der Wirkung von Schilddrüsenhormonen ist zurzeit vollkommen ungenutzt. Sie werden bisher nur als Ersatz bei der Unterfunktion eingesetzt“, sagt Professor Möller. Am UK Essen untersucht er im Sonderforschungsbereich LocoTact schwerpunktmäßig, wie die Hormone in Zellen wirken. „Ich möchte zudem herausfinden, wie wir damit beispielweise Herz-, Leber- und Tumorerkrankungen günstig beeinflussen können“, erklärt der 51-Jährige. Er entwickelt am UK Essen experimentell neue Behandlungsoptionen.Sein Medizinstudium absolvierte Lars Möller von 1992 bis 1999 an der Universität Mainz und der Tulane University, New Orleans. Nach der Promotion (2001) forschte er bis 2004 als Postdoctoral Fellow in der Abteilung für Endokrinologie und Schilddrüsenforschung der University of Chicago. 2004 kam er ans UK Essen, wo er bis 2009 wissenschaftlicher Mitarbeiter und bis zu seiner Berufung Oberarzt war. Seine Forschung wurde mehrfach gefördert und ausgezeichnet.
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