Neue „Ärztegewerkschaft“ für Niedergelassene geplant25. April 2018 Eine neuer Verband niedergelassener Ärzte will als Gewerkschaft Politik und Krankenkassen die Stirn bieten (Symbolbild). Foto: © Robert Kneschke – Fotolia.com Eine Gruppe niedergelassener Ärzte plant die Gründung eines neuen Verbandes zur politischen Interessenvertretung. Vorbilder sind unter anderem Piloten und Lokführer. Dies teilte der Ärztenachrichtendienst (änd) jetzt mit. Initialzündung für die Initiative, so heißt es, sei ein Treffen berufspolitisch erfahrener Ärzte und Zahnärzte im März in Kassel gewesen. “Die rund 30 dort versammelten Kollegen waren sich einig: Die beruflichen Rahmenbedingungen für unsere Arbeit haben sich in den vergangenen Jahren stetig verschlechtert.”, erläuterte Mitinitiatorin Dr. Ilka Enger, zugleich Vorsitzende des Bayerischen Facharztverbandes (BFAV). So seien zum einen die Honorare für die freiberuflich tätigen Ärzte „alles andere als angemessen“, zum anderen würden die Ärzte durch immer mehr Reglementierungen und Gesetze in ihrer Therapiefreiheit eingeschränkt. Da die etablierten Ärzteorganisationen „ihren Kampfgeist verloren“ hätten oder aufgrund ihrer Stellung als Körperschaften des öffentlichen Rechts nicht zu Kampfmaßnahmen aufrufen dürften, sei, so Enger, der Entschluss gefallen, eine neue Organisation ins Leben zu rufen. Zunächst soll laut änd-Mitteilung am 1. Juni 2018 in Frankfurt/M. die deutsche Interessengemeinschaft Medizin (IG Med) gegründet werden. Aus der „IG Med“ soll dann in einem zweiten Schritt die „Deutsche Ärztegewerkschaft“ hervorgehen. Als Schwerpunkte der berufspolitischen Aktivitäten wurden den Initiatoren zufolge diese drei Ziele festgelegt: eine angemessene, leistungsgerechte Honorierung (Hierfür will die neue Interessenvertretung auch als „Tarifpartei“ antreten.) die Schaffung von Rahmenbedingungen, die „ein angstfreies und effektives Arbeiten“ ermöglichen (Stichwörter „Gängelei“, Regresse, bürokratischer „Overkill“) die Überprüfung der Sozialgesetzgebung aufgrund „unzähliger Eingriffe in die Berufsfreiheit“. Die Gründungsveranstaltung der „IGMed“ findet laut Mitteilung des änd am 1. Juni 2018 im Airport Conference Center (Raum K20) in Frankfurt/M. statt. Quelle: (ots)/Ärztenachrichtendienst Verlags-AG (änd)
Mehr erfahren zu: "Koordinierte Blicksteuerung: Ein gut getimtes Blinzeln hilft uns beim Umschauen" Koordinierte Blicksteuerung: Ein gut getimtes Blinzeln hilft uns beim Umschauen Im Alltag stimmen Menschen ihr Blinzeln auf schnelle Kopfbewegungen ab und optimieren so die Aufnahme visueller Informationen.
Mehr erfahren zu: "Widerspruchsregelung als „Gelingensbedingung“ für mehr Organspenden" Widerspruchsregelung als „Gelingensbedingung“ für mehr Organspenden Die Bundesärztekammer hat anlässlich einer Anhörung des Ausschusses für Gesundheit des Deutschen Bundestages ihre Unterstützung für den vorliegenden Gesetzentwurf zur Einführung der Widerspruchsregelung bei der Organspende bekräftigt.
Mehr erfahren zu: "DOG-Arbeitsgemeinschaft Geschlechtersensible Medizin gegründet" DOG-Arbeitsgemeinschaft Geschlechtersensible Medizin gegründet Die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) hat die DOG-Arbeitsgemeinschaft (AG) Geschlechtersensible Medizin gegründet. Leiterinnen sind Prof. Viktoria Brücher von der Universitätsaugenklinik Münster und Prof. Anna-Karina Maier-Wenzel aus Berlin (Charité).