DOG-Arbeitsgemeinschaft Geschlechtersensible Medizin gegründet

Die neue DOG-AG will Fragestellungen zur geschlechtersensiblen Medizin über die gesamte Breite der Augenheilkunde hinweg bündeln. Illustration: © Andrii – stock.adobe.com

Die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) hat die DOG-Arbeitsgemeinschaft (AG) Geschlechtersensible Medizin gegründet. Leiterinnen sind Prof. Viktoria Brücher von der Universitätsaugenklinik Münster und Prof. Anna-Karina Maier-Wenzel aus Berlin (Charité).

Das Geschlecht, so betont die DOG, beeinflusse Häufigkeit, Verlauf, Diagnostik und Therapieansprechen zahlreicher Augenerkrankungen. Diese Zusammenhänge seien in Forschung, Lehre und Versorgung bislang jedoch nur unzureichend systematisch erfasst. Die neue AG verstehe sich daher als „fachgebietsübergreifende, thematisch fokussierte Arbeitsgemeinschaft“. Diese habe sich das Ziel gesetzt, Fragestellungen, die die geschlechtersensible Medizin betreffen, „über die gesamte Breite der Augenheilkunde hinweg“ zu bündeln.

Drei Kernziele der AG

Als die Kernziele ihrer künftigen Arbeit hat die AG die folgenden drei Punkte definiert:

• Initiierung und Förderung von Studien mit Schwerpunkt geschlechtersensible Medizin in der Augenheilkunde

• Unterstützung bei Analyse, Aufbereitung und Publikation geschlechtersensibler Aspekte in bestehenden Datensätzen

• Entwicklung von Empfehlungen zur standardisierten Integration geschlechterbezogener Aspekte in die ophthalmologische Forschung.

Ergänzende Aufgaben

Angelehnt an die satzungsgemäßen Aufgaben der DOG-Sektionen ergeben sich diese ergänzenden Anforderungen an die Arbeit der AG:

• Erfahrungsaustausch über neue wissenschaftliche Erkenntnisse zur geschlechtersensiblen Medizin in der Augenheilkunde

• Aufbau eines interdisziplinären Netzwerkes für klinische Studien und Grundlagenforschung

• Realisierung von Multicenter-Studien mit Schwerpunkt geschlechtersensible Medizin

• Mitwirkung an Empfehlungen, Stellungnahmen und Leitlinien der DOG unter Berücksichtigung geschlechterbezogener Medizin

• Förderung der Fort- und Weiterbildung zur geschlechtersensiblen Medizin, unter anderem im Rahmen von Webtalks und Symposien.

Weitere Informationen zur AG und zur Möglichkeit der Mitarbeit finden Interessierte auf der DOG-Webseite unter: https://dog.org/diedog/arbeitsgemeinschaften-der-dog