Neue Hoffnung bei Kleinzelligem Lungenkrebs: Weiterentwicklung der CAR-T-Zelltherapie1. April 2026 Symbolbild Lungenkrebs. (Abbildung/KI-generiert: © Vangly/stock.adobe.com) Ein internationales Forschungsteam unter Leitung der Uniklinik Köln und der Medizinischen Fakultät der Universität zu Köln hat wichtige Fortschritte im Kampf gegen den Kleinzelligen Lungenkrebs (SCLC) erzielt. Beim SCLC sind Oberflächenstrukturen von Krebszellen, über die Abwehrzellen diese erkennen, häufig reduziert. So können sich SCLC-Tumorzellen dem Immunsystem teilweise entziehen. Hier setzt die CAR-T-Zelltherapie an. Im Mittelpunkt der aktuellen Forschung steht mit B7-H3 eine bestimmte Zielstruktur auf den Tumorzellen. Zusätzlich haben die Forschenden die Immunzellen so verändert, dass der Faktor c-JUN in ihnen aktiv ist. Dadurch bleiben die Zellen länger leistungsfähig und können Tumorzellen effektiver bekämpfen. Die zugrunde liegende Studie zeigt, dass diese verbesserten CAR-T-Zellen besonders stark auf die Tumorzellen reagieren. Sie setzen mehr Botenstoffe frei, die die Immunabwehr unterstützen, und verlieren ihre Wirkung deutlich langsamer als bisherige Ansätze. Ein großer Fortschritt, denn: Bislang scheitern CAR-T-Zelltherapien bei soliden Tumoren oft daran, dass die Immunzellen zu schnell erschöpfen. Herstellung von CAR-T-Zellen ohne Verwendung von Viren Ein weiterer wichtiger Schritt betrifft die Herstellung der Therapie. Die Forschenden konnten zeigen, dass sich die CAR-T-Zellen ohne den Einsatz von Viren herstellen lassen. Dieses Verfahren gilt als sicherer und kann kostengünstiger sowie in größerem Maßstab umgesetzt werden. Zudem wurde nachgewiesen, dass die Produktion unter strengen klinischen Qualitätsstandards möglich ist, was eine Voraussetzung für den späteren Einsatz bei Patienten darstellt. Aufbauend auf diesen Ergebnissen wurde das Projekt FOCuS initiiert. Unter der Konsortialführung von Dr. Hyatt Balke-Want arbeiten das T Cell and Genome Engineering Lab an der Uniklinik Köln, die Lung Cancer Group Cologne (Dr. Felix John, Assistenzarzt an der Klinik 1 für Innere Medizin der Uniklinik Köln) sowie das Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie gemeinsam daran, die nicht virale CAR-T-Zellplattform weiterzuentwickeln und in Richtung klinischer Anwendung zu überführen. Das Vorhaben wird mit mehr als zwei Millionen Euro im Rahmen des Innovationswettbewerbs Gesünder.IN.NRW durch das Land Nordrhein-Westfalen mit Mitteln der Europäischen Union finanziert. Ziel ist es, die Technologie im GMP-Umfeld zu etablieren und perspektivisch an der Uniklinik Köln für erste klinische Studien einzusetzen. Mehr zum Thema SCLC-Therapie: SCLC: Immuntherapie verbessert als Ergänzung zur Chemoradiotherapie die Überlebensrate nicht
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