Neue Klinikleitung am Campus Benjamin Franklin4. August 2023 Prof. Christian Otte. (Foto: © Charité | Artur Krutsch) Prof. Christian Otte hat zum 1. August die Leitung der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Campus Benjamin Franklin (CBF) übernommen. Er ist seit 2016 W3-Professor für Klinische Psychiatrie der Charité und war bisher stellvertretender Direktor der Klinik. Otte folgt auf Prof. Isabella Heuser-Collier, die die Klinikleitung seit 2001 innehatte und nun in den Ruhestand geht. Der neue Klinikleiter ist Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie und seit 2011 an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am CBF. Der 54-Jährige betont zu seinen klinischen und wissenschaftlichen Schwerpunkten: „Eines meiner Fokusthemen ist das gleichzeitige Vorliegen von Depressionen und körperlichen Erkrankungen. Dabei beschäftigt uns die Frage, wie sich diese Erkrankungen wechselseitig beeinflussen und welche Behandlungsansätze für die Patient:innen wirksam sein können.“ Der gebürtige Hamburger konkretisiert seine Forschungsinteressen: „Zu den wissenschaftlichen Schwerpunkten gehören zudem die Durchführung und methodische Weiterentwicklung klinischer Studien. Dabei interessieren wir uns besonders für große konfirmatorische und leitlinienverändernde Studien. Also Studien, die wesentlich länger als bisher laufen und zeigen können, was die Patient:innen nachhaltig unterstützt. Dafür arbeiten wir auch an Studien mit neuen Designs, sogenannten Platform Trials. Klinische Interventionsstudien bieten darüber hinaus auch hervorragende Möglichkeiten, Grundlagenforschung zu biologischen und psychologischen Krankheitsmechanismen mit der Versorgung zu integrieren und damit die Behandlungsmöglichkeiten kontinuierlich weiterzuentwickeln. Dieses Ziel haben wir uns als Klinik und auch im neu gegründeten Deutschen Zentrum für Psychische Gesundheit besonders auf die Fahnen geschrieben.“ Ein besonderes Anliegen ist Otte zudem die Lehre und Förderung junger Mediziner: „Ich möchte die Medizinstudierenden für unser Fach begeistern und schon frühzeitig im Studium auf das Thema psychische Gesundheit aufmerksam machen. Darüber hinaus gilt es, forschungsaktive Nachwuchstalente zu fördern und ihnen die Verknüpfung von klinischen Fragestellungen und medizinischer Forschung zu ermöglichen.“
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