Neue Köpfe an der Universität Freiburg4. Januar 2018 Prof. Olaf Groß (r.) und Prof. Andreas Vlachos. (Fotos: Albert-Ludwigs-Universität Freiburg) Prof. Olaf Groß und Prof. Andreas Vlachos verstärken die Neurowissenschaften an der Medizinischen Fakultät der Universität Freiburg. Olaf Groß ist Professor für Experimentelle Neuropathologie an der Medizinischen Fakultät. Die Professur ist am Institut für Neuropathologie des Universitätsklinikums Freiburg angesiedelt. Groß widmet sich Forschungsfragen im Bereich der angeborenen Immunität und wird im Kontext des neuen Sonderforschungsbereich/Transregio „Entwicklung, Funktion und Potenzial von myeloiden Zellen im zentralen Nervensystem (NeuroMac)“ mitarbeiten. Im Mittelpunkt seiner Forschung stehen die molekularen Mechanismen, die dazu führen, dass sich Gewebe entzündet. Diese Entzündungen sind ein wesentlicher Teil der Immunantwort, schützen den Menschen vor Infektionen und fördern die Wundheilung. Gleichzeitig können sie das Gewebe schädigen, besonders wenn sie chronisch werden. Großʼ Forschung zielt darauf ab, die molekularen Mechanismen der Entzündungen zu verstehen und sie so zu beeinflussen, dass sie der Infektionsabwehr dienen und dabei den menschlichen Körper möglichst wenig schädigen. Darüber hinaus wird er in Freiburg die Rolle eines zellulären Signalkomplexes in Zellen der angeboren Immunität – das so genannte Inflammasom – bei chronischen Entzündungen untersuchen, die Erkrankungen wie Multiple Sklerose auslösen. Andreas Vlachos ist Professor für Neuroanatomie und leitet die Abteilung für Neuroanatomie am Institut für Anatomie und Zellbiologie der Medizinischen Fakultät. Im Fokus seiner Forschung stehen die strukturellen und funktionellen Anpassungsreaktionen von Nervenzellen und deren molekulare Regulation. Diese Fähigkeit des Nervensystems wird unter dem Begriff „neuronale Plastizität“ zusammengefasst und gilt als Grundlage komplexer Hirnfunktionen wie Lern- und Gedächtnisprozesse. Neurologische und psychiatrische Erkrankungen gehen mit Störungen der neuronalen Plastizität einher. Vlachosʼ Abteilung erforscht in diesem Kontext den Einfluss von Gerinnungs- und Entzündungsfaktoren. Ziel der Arbeiten ist es, neue therapeutische Ansätze zu entwickeln, die die neuronale Plastizität beeinflussen – auch Neuromodulation genannt. Hierbei kommen unter anderem nicht-invasive Hirnstimulationstechniken wie die transkranielle Magnetstimulation zum Einsatz.
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