Neue Patientenleitlinie bietet Orientierung in der Adipositaschirurgie11. Mai 2020 Foto: © Olivier Le Moal/Adobe Stock Magenband, Schlauchmagen oder Magenbypass? Und was ist eigentlich der Unterschied zwischen Adipositaschirurgie und metabolischer Chirurgie? Diese und weitere Fragen beantwortet die frisch erschienene Patientenleitlinie „Chirurgie der Adipositas und metabolischer Erkrankungen“. Erarbeitet wurde die Leitlinie von den Wissenschaftlerinnen Regine Breneise, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Forschungsprojekt nutriCard an der SRH Hochschule für Gesundheit, Dr. Tatjana Schütz, Core Unit „Ernährung und klinische Phänotypisierung“ am IFB AdipositasErkrankungen, und Prof. Claudia Luck-Sikorski, Leitung Nachwuchsgruppe „Stigmatisierung und internalisiertes Stigma bei Adipositas“ und Vizepräsidentin der SRH Hochschule für Gesundheit, sowie von Prof. Sylvia Sänger, Professorin für Gesundheitswissenschaften an der SRH Hochschule für Gesundheit. Ziel der Broschüre ist es, die Empfehlungen aus der ärztlichen Leitlinie patientengerecht und verständlich darzustellen. So können Patienten, die an einer Adipositas erkrankt sind und eine Operation erwägen, bei der Entscheidungsfindung unterstützt werden, da es wichtig ist, dass auch PatientInnen diese Empfehlungen kennen. Zugleich wird der Informationsaustausch zwischen Behandlern und Patienten erleichtert. Wie ein Nachschlagewerk führt die Leitlinie die Interessierten durch die Kapitel „Vorbereitung der Entscheidung zur OP“, „Unmittelbar vor der OP“ und „Nach der OP“. Mitbeteiligt waren Patientenvertreter aus überregional tätigen Patientenverbänden im Bereich Adipositas und eine multidisziplinäre Arbeitsgruppe von Mandatsträgern aus zehn medizinisch-wissenschaftlichen Fachgesellschaften und Verbänden. Die Leitlinie wird gedruckt als Broschüre und auf der Website der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften bereitgestellt. „Die Zusammenarbeit mit den Vertretern und Vertreterinnen aus überregionalen Patientenverbänden und einer multidisziplinären Arbeitsgruppe von Mandatsträgern war eine sehr große Bereicherung! Ich freue mich sehr, dass die Patientenleitlinie den Zugang zu einer umfassenden Aufklärung über adipositaschirurgische oder metabolische Verfahren erleichtern kann. Ganz im Sinne – Forschung für die Praxis“, meint Breneise, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Forschungsprojekt nutriCard an der SRH Hochschule für Gesundheit. Sie ist Teil der Forschungsgruppe COPE (Chronic Diseases and psychological health) an der SRH Gesundheitshochschule, die sich mit chronischen Erkrankungen und psychischer Gesundheit beschäftigt. Dabei wird beispielsweise zu Schwerpunkten wie Adipositas oder Krebs, Diabetes geforscht.
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