Neue Satzung: DIVI-Präsidium wird interprofessioneller

Mit der neuen Satzung möcht die DIVI die interdisziplinäre und interprofessionelle Teamarbeit stärken. (Symbolfoto: ©ChasingMagic/peopleimages.com/stock.adobe.com)

Gesundheitsfachberufe und die Junge DIVI sind ab sofort stärker im Präsidium der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) vertreten. Auch die DIVI-Mitgliedschaften wurden neu strukturiert.

Die DIVI hat in einer virtuellen und außerordentlichen Mitgliederversammlung am 16. März ihre Satzung geändert. Die neue Satzung wurde laut der Fachgesellschaft mit 97,2 Prozent der Stimmen angenommen. Es handele sich um ein „starkes Signal für die Zukunft der Intensivmedizin und das gelebte interprofessionelle Arbeiten“, hebt die DIVI in einer Mitteilung hervor.

„Die große Gruppe der Gesundheitsfachberufe wird deutlich gestärkt. Sie erhält laut neuer Satzung nun drei Stimmen, wobei mindestens eine durch eine Pflegefachkraft repräsentiert wird“, erklärt DIVI-Präsident Prof. Florian Hoffmann, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Klinikum Dritter Orden München-Nymphenburg. Auch die Junge DIVI werde jetzt mit zwei Stimmen aus Ärzteschaft und Gesundheitsfachberufen in das Präsidium aufgenommen. „Die neue Satzung – und damit das Fundament der DIVI – steht symbolisch dafür, wie wir uns die Intensiv- und Notfallmedizin in der Zukunft vorstellen“, so der Präsident. „Gemeinsam im Team mit wertschätzender Anerkennung der jeweiligen Profession.“

Eigenen Angaben zufolge ist und bleibt das übergeordnete Ziel der DIVI die interdisziplinäre Weiterentwicklung der Intensiv- und Notfallmedizin unter Einbeziehung der jeweiligen fachspezifischen Schwerpunkte. So bleibe auch mit der neuen Satzung Bewährtes erhalten, betont die Fachgesellschaft: Weiterhin werden anästhesiologische, chirurgische, internistische, neurologische und pädiatrische Berufsverbände und Fachgesellschaften in der DIVI vertreten sein und jeweils eine Fachvertretung in das Präsidium entsenden – fünf an der Zahl.

Stärkerer Einfluss der Gesundheitsfachberufe und der jungen Intensiv- und Notfallmedizin

Mit der aktualisierten Satzung hat die DIVI zudem die ärztliche Mitgliedschaft neu strukturiert. Künftig werden alle ärztlichen Mitglieder gleichgestellt. Es gibt keine satzungsmäßige Trennung mehr zwischen außerordentlichen und ordentlichen Mitgliedern.

Künftig haben drei Vertreter der großen Gruppe der Gesundheitsfachberufe einen festen Platz im DIVI-Präsidium: zwei Personen aus der Gruppe der DIVI-Gesundheitsfachberufe, wobei zwingend eine die Pflegefachkräfte und eine die sonstigen Berufsbilder vertritt, und eine Person aus der Jungen DIVI. Das Sprachrohr für den Nachwuchs in der Intensiv- und Notfallmedizin entsendet außerdem einen weiteren Vertreter für die Ärzteschaft. Damit werden nun berufsgruppenübergreifend auch die Interessen der Kolleginnen und Kollegen bis zum 40. Lebensjahr satzungsgemäß im Präsidium repräsentiert.

Das DIVI-Präsidium besteht damit zukünftig aus vierzehn Mitgliedern, und zwar aus:

  • dem Präsidenten
  • dem Past-Präsidenten
  • dem Präsidenten elect
  • dem Generalsekretär
  • dem Schatzmeister
  • dem Schriftführer
  • zwei Vertretern der Junge DIVI
  • zwei Vertretern aus der Gruppe der DIVI-Gesundheitsfachberufe
  • vier Beisitzern

Kostenlose Juniormitgliedschaft für Studierende

Auch Studierende und Auszubildende können seit zwei Jahren eine DIVI-Anwartschaft erwerben. „Das Ziel, zukünftige Teammitglieder frühzeitig für ein Engagement in unserer Fachgesellschaft zu gewinnen, wird nun auch in der neuen Satzung verankert“, berichtet Louisa Jahnke, Präsidiumsmitglied der Jungen DIVI und Ärztin in Weiterbildung zur Anästhesiologin am St. Marienhospital Lünen. „Studierende und Auszubildende können als Junior-Mitglieder beitragsfrei mitwirken, allerdings ohne Stimmrecht“, ergänzt Dr. David Josuttis, Sprecher der Jungen DIVI und Facharzt für Anästhesiologie am BG-Klinikum Unfallkrankenhaus Berlin.

Zeichen der gelebten Zusammenarbeit

„Die neue Satzung manifestiert jetzt eine Struktur, eine Innovation, die so in keiner anderen Fachgesellschaft zu finden ist“, fassen die derzeitige Vertreterin und der derzeitige Vertreter der Gesundheitsfachberufe, Dr. Teresa Deffner, Mitarbeiterin der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege Berlin, und Thomas van den Hooven, Pflegedirektor und Mitglied des Vorstandes am Universitätsklinikum Münster, die Neuerungen zusammen. „Die Zusammenarbeit auf allen Ebenen – die bereits seit Jahren tatsächlich gelebt wird – ist ein großartiges Alleinstellungsmerkmal der DIVI.“