Neue Sektion für Kindernephrologie und Kinderurologie am Helios Klinikum

Die medizinischen Experten der neuen KiNU (v.l.): Heike Engels und Christine Schöne, beide Stationsleitungen der Kinderklinik, die beiden Sektionsleiter Dr. Iris Rübben und PD Dr. Udo Vester (hinten), Urotherapeutin Miriam Hackmann, Chefarzt der Kinderklinik Dr. Peter Seiffert (hinten), Urologin Johanna Bremer und Intensiv-Stationsleitung Regina Lange. (Foto: Helios Klinikum Duisburg)

Mit der Sektion für Kindernephrologie und Kinderurologie, kurz KiNU, hat die Helios St. Johannes Klinik in Alt-Hamborn einen Schwerpunkt für Kinder- und Jugendliche mit Erkrankungen der Nieren, der Harnorgane und des Genitals eingerichtet.

Verantwortet wird die Sektion gemeinschaftlich von Dr. Iris Rübben und PD Dr. Udo Vester. Rübben ist Expertin für die urologischen Bereiche bei Kindern und kommt von der Essener Uniklinik, wo die 50-Jährige lange Jahre die Sektion Kinderurologie leitete. Zu ihrem Fachgebiet gehören unter anderem die Versorgung von Erkrankungen der Urogenitalorgane, etwa bei einem Hodenhochstand, kindlichem Einnässen oder Harnabflussstörungen. Neben Aufklärung und Beratung zu allen kinderurologischen Krankheitsbildern übernimmt sie auch die notwendigen operativen Eingriffe wie Nierenbeckenplastiken, Harnleiter- und Harnröhrenrekonstruktionen oder Tumorentfernungen im Harntrakt.

Vester wiederum  ist ein erfahrener Nierenspezialist für Kinder. Seine Weiterbildung zum Pädiater und Kindernephrologen absolvierte er an der Medizinischen Hochschule Hannover und war danach 20 Jahre als leitender Oberarzt in der Kindernephrologie an der Uniklinik Essen tätig. Ein besonderer Schwerpunkt des 58-Jährigen liegt in der Ultraschalldiagnostik.

Zum Team gehören zusätzlich unter anderem Johanna Bremer, Fachärztin für Urologie und Urotherapeutin sowie Schwester Miriam Hackmann, die auch Kontinenztrainerin ist. Beide waren bereits in Essen im kinderurologischen Team engagiert und kennen die Bedürfnisse der kleinen Patienten mit Nieren- oder Urogenitalerkrankungen bestens.

„In dieser Form so eng zusammen für die Patienten und ihre Familien tätig sein zu können, ist etwas Besonderes und kommt den Betroffenen zu Gute“, sagte  Rübben. Doppelte Untersuchungen oder zeitlich aufwendige Mehrfachtermine fallen weg, die Familien haben eine feste Anlaufstelle und finden durchgängig bekannte und mit der Erkrankung vertraute Ansprechpartner vor. Auch für Vester ist das ein großer Gewinn: „Familien mit einem kranken Kind sind so schon genug belastet und in ständiger Sorge. Da versuchen wir, ihnen zumindest die Zeit der Behandlung so stress- und barrierefrei wie möglich zu machen.“ Unterstützt werden sie dabei von modernster Medizintechnik, die alle diagnostischen und therapeutischen Verfahren ermöglicht. Dafür wurde unter anderem eine neue High-End-Ultraschalleinheit angeschafft.

Für ihre zukünftige Arbeit in Duisburg haben die beiden schon weitreichende Pläne: „Wir wollen die Abteilung weiter ausbauen und gemeinsam mit den Kollegen aus der Kinderklinik und den niedergelassenen Ärzten aus der Umgebung ein starkes Netzwerk bilden.“