Neue Therapie bei Hörsturz – UKR sucht Studienteilnehmer4. Oktober 2024 Das UKR ist als eines von drei Zentren in Bayern an einer Studie zur Behandlung von Hörsturz beteiligt und sucht noch Studienteilnehmer. Die Teilnehmer haben die Chance auf eine Therapie, die erstmals die Ursache des Hörsturzes direkt adressiert. Foto: Martin Meyer/© UKR Das Universitätsklinikum Regensburg (UKR) ist als eines von drei Zentren in Bayern an einer Studie zur medikamentöse Therapie von Hörsturz beteiligt. Damit wird die erstmals die Ursache des Hörsturzes direkt adressiert. Häufig gibt es für einen Hörsturz keinen erkennbaren Auslöser, was die Behandlung bisher erschwert hat. Nun gibt es Hoffnung: In einer europaweiten Studie wird ein neues Medikament getestet, das die Ursache des Hörsturzes erstmals direkt angeht. Das UKR ist neben dem Klinikum rechts der Isar der TU München und dem Universitätsklinikum Würzburg das dritte Zentrum in Bayern, das diese neue Therapie anbietet und somit auch dem ostbayrischen Raum einen besseren Zugang zu dieser neuartigen Therapie verschafft. „Das Medikament hat in den bisherigen Studien beeindruckende Ergebnisse gezeigt. Erstmals können Fehlfunktionen der Sinneshaarzellen und des Hörnervs gezielt regeneriert werden – ein bahnbrechender Fortschritt in der kausalen medikamentösen Therapie“, erklärt PD Dr. Sebastian Rösch, Oberarzt der Klinik und Poliklinik für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde und Leiter der Studie am UKR. „Wir freuen uns, unseren Studienteilnehmern ein Medikament anbieten zu können, das in präklinischen Studien bereits eine deutliche Überlegenheit gegenüber den traditionellen Methoden gezeigt hat. Dies könnte der lang ersehnte Durchbruch in der Behandlung des Hörsturzes sein“, ergänzt Prof. Christopher Bohr, Direktor der Klinik und Poliklinik für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde des UKR. Das neue Medikament wird einmalig als Spritze ins Mittelohr verabreicht und wirkt gezielt dort, wo es gebraucht wird, mit deutlich weniger Nebenwirkungen als die herkömmliche Kortisonbehandlung. Erste präklinische Tests zeigen, vielversprechende Hörergebnisse im Sinne einer Verbesserung nach Verabreichung des Medikaments. Interessierte Patienten sollten sich innerhalb 24h nach Auftreten der Symptome bei ihrem HNO-Arzt melden und gezielt nach der Studie fragen oder direkt per E-Mail an das UKR wenden ([email protected]). Wichtige Voraussetzung für eine mögliche Teilnahme ist, dass noch keine Behandlung begonnen wurde. Die Studie umfasst zwei Patientengruppen: eine Gruppe wird mit dem neuen Medikament behandelt, die andere dient als Kontrollgruppe. Unabhängig von der Gruppenzuteilung ist allen Teilnehmern eine gezielte Therapie und umfassende Betreuung während der Studie garantiert.
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