Neuer Ansatz gegen Hunde-Allergie14. Januar 2022 Foto: ©Pixel-Shot – stock.adobe.com Forschende haben ein Hunde-Allergen (Canf 1) analysiert und dabei mögliche Epitope entdeckt. Nach Einschätzung der Autoren könnte diese Ergebnisse die Grundlage für eine Impfung gegen Hunde-Allergie sein und so einen neuen Therapie-Ansatz liefern. Es gab bereits Forschung zu Charakter und Krankheitsentwicklung von Hunde-Allergen. Allergins gibt es nur wenige Anwendungsstudien, die diese Erkenntnisse dazu nutzen, eine Immuntoleranz bei Betroffenen zu induzieren. Jetzt haben japanische Forschende bestimmt Strukturen an Hunde-Allergenen identifiziert, die zur Entwicklung einer Impfung gegen Hunde-Allergie genutzt werden könnten. Hundeallergie ist weltweit auf dem Vormarsch. Bislang konnten sieben verschiedene Hunde-Allergene identifiziert werden, die Canis familiaris-Allergene 1 bis 7 (Canf 1-7). Von diesen sieben ist allerdings nur ein Allergen (Can f 1) für die Mehrzahl allergischer Reaktionen von Menschen auf Hunden verantwortliche (50 bis 75 %). Can f 1 findet sich im Zungengewebe der Hunde, den Speicheldrüsen und in der Haut. Spezifische Epitope von Can f 1 konnten bislang nicht identifiziert werden. Seit einigen Jahren gibt es Bemühungen Epitop-basierte Impfungen gegen Allergien zu entwickeln. “Wir wollen in der Lage sein, dem Immunsystem kleine Mengen an Epitopen zu präsentieren, um es darauf zu trainieren, damit zurechtzukommen – ein ähnliches Prinzip wie bei einer Impfung”, erklärt Takashi Inui, Professor an der Osaka Prefecture University, Osaka (Japan) und leitender Studienautor. Zunächst müssten allerdings Epitope identifiziert werden, was das Ziel der vorliegenden Studie war. Im Rahmen der Studie nutzen die Autoren Röntgenkristallographie, um die molekulare Struktur des Can f 1-Proteins als Ganzes zu analysieren, was zum ersten Mal gemacht wurde. Auf den ersten Blick scheint ähnelt die Molekülfaltung drei anderen Can f- Allergenen. Allerdings unterschied sich die Lokalisierung elektrischer Ladungen auf der Moleküloberfläche deutliche von diesen drei Can f-Allergenen, was eine bestimmte Gruppe von Resten als mögliche Epitope nahelegt. Die Autoren betonen, dass auf der Grundlage dieser experimentellen Daten weitere Forschung nötig ist, um diese möglichen Epitope genauer zu charakterisieren. Ihre Ergebnisse legen aber den Autoren zufolge nahe, dass die Entwicklung einer Impfung gegen Can f 1, also eine Impfung gegen Hunde-Allergie, in Reichweite ist. Bislang gibt es einen solchen Ansatz nicht gegen Hunde-Allergie und auch kaum gegen andere Allergien. Dieser Ansatz könne auch gegen verschiedene andere Allergien genutzt werden, so die Autoren. (ja)
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