Neuer Behandlungsansatz bei Rosacea: Oxymetazolin gegen Erytheme5. März 2019 © lhphotos – fotolia.com Rosacea gilt weiterhin als chronische Hauterkrankung, zu deren Therapie nur limitierte Behandlungsoptionen bestehen. Die für die vorliegende Studie verwendeten Daten stammen aus 2 Phase-III-Studien mit identischem Design. Patienten mit moderater bis schwerer Rosacea und persistierenden Erythemen wurden randomisiert einmal täglich über 29 Tage mit 1,0 %-iger Oxymetazolin-Creme bzw. nur deren Vehikel behandelt; das anschließende Follow-up betrug 28 Tage. Das primäre Wirksamkeitsergebnis wurde als der Anteil der Patienten gewertet, die sowohl im Clinician Erythema Assessment (CEA) als auch im Subject Self-Assessment (SSA) eine Verbesserung von ≥2 Graden erreichten (gemessen 3, 6, 9 und 12 Stunden nach Medikation). Oxymetazolin hat direkt sympathomimetische Eigenschaften, zieht die Gefäße zusammen und führt zu einer Abschwellung der Schleimhäute, weshalb es in erster Linie in Nasentropfen/-sprays Verwendung findet. Die gepoolte Population belief sich auf 885 Patienten (78,8 % Frauen); 85,8 % und 91,2 % wiesen einen moderaten Erythemscore gemäß CEA bzw. SSA auf. Das Primärziel wurde von signifikant mehr Patienten der Verumgruppe erreicht als es bei der Vehikelgruppe der Fall war. Die individuellen CEA- und SSA-Werte hinsichtlich der Reduzierung der Erytheme (Analyse digitaler Bilder) gaben ebenfalls Oxymetazolin den Vorzug vor dem Vehikel. Die Inzidenz behandlungsbezogener Nebenwirkungen war niedrig (Oxymetazolin 16,4 %; Vehikel 11,8 %). Während des Follow-ups konnten keinerlei relevante Verschlechterungen der Erytheme verzeichnet werden (Oxymetazolin 1,7 %; Vehikel 0,6 %). Die Autoren schlussfolgern, dass die Gabe von 1,0 %-iger Oxymetazolin-Creme persistierende Erytheme bei moderater bis schwerer Rosacea effektiv reduziert und gut vertragen wird.
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