Neuer Chefarzt der Urologie im Klinikum Hochsauerland11. April 2022 Theocharis Yiakoumos (M.) mit Werner Kemper, Sprecher der Geschäftsführung (r.) und Norbert Peters, Ärztlicher Direktor der Arnsberger Standorte des Klinikums Hochsauerland (l.). Foto: Kliniken Hochsauerland Dr. Theocharis Yiakoumos hat Anfang April 2022 als neuer Chefarzt die Leitung der Klinik für Urologie am Klinikum Hochsauerland, Standort Karolinen Hospital, in Arnsberg-Hüsten (Nordrhein-Westfalen) übernommen. Der 51-jährige Mediziner ist Facharzt für Urologie und verfügt außerdem über die Zusatzbezeichnungen „Medikamentöse Tumortherapie“ sowie „Spezielle Kinder- und Jugend-Urologie“. Geboren und aufgewachsen auf Zypern besitzt er sowohl die deutsche als auch die zypriotische Staatsangehörigkeit. Nach dem Studium der Humanmedizin an der Philips-Universität Marburg und der anschließenden Promotion mit dem Thema „Die Bedeutung der präoperativen Parameter für die Vorhersage des pathologischen Stadiums des Prostatakarzinoms“ begann Yiakoumos im Jahr 2000 seine Fachweiterbildung an der Klinik für Urologie und Kinderurologie im Klinikum Fulda gAG. Im Jahr 2007 wurde er zum Oberarzt ernannt. Am Klinikum Fulda, einem Krankenhaus der Maximalversorgung, hat er sich das gesamte Spektrum der Urologie angeeignet. Dort war Yiakoumos seit 2015 – neben seiner Tätigkeit als Koordinator des Prostata-Karzinomzentrums – auch für die Abteilung Kinderurologie verantwortlich. Der neue Chefarzt wird bei seinen Aufgaben vom leitenden Oberarzt Ioanis Paliakoudis, der die Klinik für Urologie zuletzt kommissarisch geführt hat, sowie dem Team der Klinik für Urologie, unterstützt. Generalist und Kinderurologe Yiakoumos verstehe sich als Generalist der Urologie und wolle als Chefarzt im Klinikum Hochsauerland das volle Behandlungsspektrum in der Urologie und der Kinderurologie anbieten, heißt es in einer aktuellen Meldung des Klinikums. Hierzu gehören die Behandlung sämtlicher urologischer Tumoren. Dies beinhaltet unter anderem die radikale und nervschonende Prostataektomie, die radikale Entfernung der Harnblase mit verschiedensten Formen der kontinenten Ersatzblasenbildung aus Darm sowie die organerhaltende Therapie der Nierentumoren. Darüber hinaus gehören die rekonstruktiven Eingriffe im Bereich der Harnröhre und des Harnleiters, die Versorgung der gutartigen Prostatavergrößerung, die Behandlung der Harninkontinenz sowie die gesamte Harnsteintherapie und die urologische Endoprothetik zu seinem Spektrum. Dabei ist ihm eine enge Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten eine Herzensangelegenheit. „Nur gemeinsam mit den einweisenden Ärztinnen und Ärzten sowie weiteren internen und externen Kooperationspartnern können wir den Menschen in der Region eine moderne urologische Versorgung ermöglichen“, sagte Yiakoumos. „Unser Zeil ist es, das Versorgungsspektrum der Klinik für Urologie zu erweitern, neue innovative diagnostische und therapeutische Verfahren zu etablieren und dazu auch in Medizintechnik zu investieren“, erläuterte Werner Kemper, Sprecher der Geschäftsführung. Moderne Prostatadiagnostik und -therapie Um die Diagnostik bei Verdacht auf Prostatakrebs zu verbessern strebt Yiakoumos die Einführung der multiparametrische-MRT-gestützten Fusionsbiopsie der Prostata an. Vorteile sind nach seiner Einschätzung eine deutlich höhere Detektionsrate insbesondere kleinerer Tumore sowie eine deutlich niedrigere Rate an Infektionen durch eine perineale Vorgehensweise bei der Fusionsbiopsie der Prostata, also vom Dammbereich und nicht durch den keimbesiedelten Enddarm. Das MRT-gestützte Verfahren erfordert modernste Gerätetechnik und soll in enger Kooperation mit Chefarzt Dr. Alexander Ranft und seinem Team der Klinik für Interventionelle Radiologie und Neuroradiologie etabliert werden. Des Weiteren will der neue Chefarzt die Behandlungsoptionen bei der gutartigen Prostatavergrößerung mittels minimalinvasiver Lasertherapie erweitern, beispielsweise durch die Verdampfung des Gewebes mit dem Greenlight- oder Enukleation des Adenoms mit dem Holmium- Laserverfahren. So kann die Prostata – unabhängig von ihrer Größe – endoskopisch über die Harnröhre therapiert werden. Mögliche Operationsrisiken, wie etwa Blutungen, sind deutlich reduziert. Die Diagnose und Behandlung urologischer Probleme bei Kindern ist ein Spezialgebiet der Urologie, das Yiakoumos seit dem Jahr 2005 betreibt. Mit mehr als 2000 operativen Behandlungen bei Kindern und Jugendlichen verfügt der neue Chefarzt auch in diesem Fachgebiet über umfangreiche Erfahrung, die er an seiner neuen Wirkungsstätte am Standort Karolinen-Hospital in Hüsten einbringt. In enger Kooperation mit Chefarzt Dr. Bartolomäus Urgatz und dem Team der Klinik für Kinder- und Jugendheilkunde wird eine spezielle Kinderurologie-Sprechstunde etabliert. Neuer Chefarzt will Kontinenzzentrum wiederbeleben „Unkontrollierter Harnverlust ist weit verbreitet und für die Betroffenen sehr belastend. Dennoch wenden sich nur wenige mit ihrem Leiden an einen Arzt. Dabei gibt es heute zahlreiche individuelle Behandlungsmöglichkeiten, um die Beschwerden zu lindern“, informiert Yiakoumos. In Kooperation mit Dr. Norbert Peters, Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe und Ärztlicher Direktor der Arnsberger Standorte des Klinikums Hochsauerland, und dem Team der Klinik für Frauenheilkunde will er das Kontinenzzentrum wiederbeleben und betroffenen Männern und Frauen die Inkontinenztherapie anbieten. „Durch seine fachliche und menschliche Kompetenz ist Dr. Yiakoumos eine Bereicherung für unser Haus. Mit seinen Ideen und seinem Know-How wird er das Leistungsspektrum der Klinik für Urologie am Standort Karolinen Hospital gezielt weiterentwickeln“, betont Peters (Kliniken Hochsauerland / ms)
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