Neuer Hebammenkreißsaal am Universitätsklinikum Freiburg20. März 2024 Foto: © Kzenon/stock.adobe.com Eine natürliche Geburt im Krankenhaus, bei der die Schwangeren ausschließlich von Hebammen betreut werden – das soll ab Anfang 2025 am Universitätsklinikum Freiburg möglich sein. Am Universitätsklinikum Freiburg hat ein Projektteam aus Hebammen und Frauenärzten die Arbeit aufgenommen, um die hebammengeleitete Geburt ab Anfang 2025 anbieten zu können. Das Projekt wird vom Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg gefördert. Darüber hinaus bietet das Universitätsklinikum Freiburg seinen Hebammen kontinuierliche Fortbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten an. So bleiben sie stets auf dem neuesten Stand, können ihre Fertigkeiten fortlaufend verfeinern und die Schwangeren profitieren von einer hochqualifizierten Versorgung. „Nicht nur die Familien profitieren von dem neuen Konzept, auch für Hebammen wird das Universitätsklinikum Freiburg als Arbeitgeber noch attraktiver“, betont Professor Ingolf Juhasz-Böss, Ärztlicher Direktor der Klinik für Frauenheilkunde des Universitätsklinikums Freiburg. Denn durch die eigenständige Betreuung der Geburt erhalten Hebammen die Möglichkeit, ihre fachlichen Fähigkeiten in vollem Umfang zu entfalten und eine intensivere persönliche Betreuung der Schwangeren und Gebärenden durchzuführen. Natürliche Geburt mit Sicherheit Das Konzept des hebammengeleiteten Kreißsaals ist in anderen Ländern bereits etabliert. „Die Frauen berichten laut Studien dort von noch mehr positiven Geburtserlebnissen“, kommentiert Hebamme Carolina Fink aus der Klinik für Frauenheilkunde des Universitätsklinikums Freiburg. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Tahira Khan leitet sie das Projektteam zur Einführung des Hebammenkreißsaals. „Wir müssen die Geburt als natürlichen Prozess verstehen“, erklärt Fink. „Im Hebammenkreißsaal kommt es laut Studien zu mehr vaginalen Geburten, weniger Verwendung von Schmerzmitteln und mehr Mobilität der Gebärenden, da eine intensive Betreuung unter der Geburt gewährleistet wird.“ Die Betreuung der Geburt erfolgt ausschließlich durch eine Hebamme. Bei Komplikationen ist allerdings jederzeit eine interdisziplinäre Betreuung in enger Zusammenarbeit mit dem Gynäkolog möglich. Anfang 2025 sollen die ersten Frauen im Hebammenkreißsaal angenommen werden. Über Sprechstunden können sich Interessierte für die Geburt im Hebammenkreißsaal informieren.
Mehr erfahren zu: "Mehrfache Auszeichnung für Brustkrebsforschung am UKSH" Mehrfache Auszeichnung für Brustkrebsforschung am UKSH Mehrere Forschende des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH) sind auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Senologie (DGS) für ihre Brustkrebsforschung ausgezeichnet worden.
Mehr erfahren zu: "Injizierbares Semaglutid könnte die Fruchtbarkeit bei Frauen mit PMOS verbessern" Injizierbares Semaglutid könnte die Fruchtbarkeit bei Frauen mit PMOS verbessern Ein in der Fachzeitschrift „Fertility and Sterility“ veröffentlichter Bericht hebt potenzielle Vorteile von Semaglutid für die Fruchtbarkeit – zusätzlich zur Gewichtsabnahme – bei Frauen mit polyendokrinem metabolischem Ovarialsyndrom (PMOS) hervor.
Mehr erfahren zu: "Einigungsdruck bei Gesundheits-Sparpaket – und viel Skepsis" Einigungsdruck bei Gesundheits-Sparpaket – und viel Skepsis Immer höhere Milliardenkosten für die Gesundheitsversorgung sollen unter Kontrolle kommen. Für ein Spargesetz wird es jetzt ernst. Populär sind die geplanten Einschnitte nicht – bis auf Ausnahmen.