Neuer Leuchtturm bei Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Deutschland1. Juli 2022 Vertragsunterzeichnung mit Gote, Landmesser, Springer, Giffey, Wesener, Kroemer und Pries (v.l.). Foto: ©wolfgangson.com. Tapas Twain GmbH. Herz-Kreislauf-Krankheiten weiter erforschen, individuelle Risiken frühzeitig erkennen und präventiv darauf zu reagieren – das ist das Ziel des neuen Zentrums an der Charité – Universitätsmedizin Berlin. In den kommenden zehn Jahren entsteht dort ein neues Forschungs- und Präventionszentrum. Den Vertrag zum Aufbau des „Friede Springer – Cardiovascular Prevention Center at Charité“ unterzeichneten am Mittwoch in Berlin Friede Springer, Vorstandsvorsitzende der Friede Springer Stiftung, Prof. Heyo K. Kroemer, Vorstandsvorsitzender der Charité, und Prof. Axel R. Pries, Dekan der Charité, haben heute in Anwesenheit der Regierenden Bürgermeisterin von Berlin Franziska Giffey, der Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit, Pflege und Gleichstellung Ulrike Gote, dem Senator für Finanzen Daniel Wesener und Prof. Ulf Landmesser, Ärztlicher Leiter des Charité-Centrums für Herz-Kreislauf- und Gefäßmedizin. In den kommenden zehn Jahren wird die Friede Springer gGmbH den Aufbau des Zentrums mit bis zu 70 Millionen Euro fördern, um neue Wege in der Herz-Gesunderhaltung und individuellen Herz-Prävention zu gehen. Das Land Berlin unterstützt dieses Vorhaben mit weiteren 7 Millionen Euro, wie die Charité in einer aktuellen Mitteilung erklärt. „Mit meinem Engagement möchte ich ein beeindruckendes ganzheitliches Konzept zur Erforschung und Behandlung von Herz- und Kreislauf-Erkrankungen und deren Prävention unterstützen“, erläuterte Springer ihre Dienste für das Projekt. Als „außergewöhnlich“ bezeichnete die regierende Bürgermeisterin Giffey sodann auch Springers Einsatz. Der Dekan der Charité Pries geht davon aus, dass das Zentrum „Leuchtturmcharakter in der Präventionsforschung der Universitätsmedizin“ haben wird. Ihm zufolge sollen an dem Präventionszentrum wissenschaftliche Fragen an den wichtigen interdisziplinären Schnittstellen zu Gen- und Proteinexpression, innovativer Bildgebung, personalisierter Ernährung, Digital Health, Intervention und psychosoziale Gesundheit bearbeitet werden. „Das ‚human ecosystem‘ wird in den Mittelpunkt gerückt, um mehr und mehr individuelle Risikoprofile und sich daraus ableitende Maßnahmen zur Gesundheitserhaltung zur Verfügung zu stellen“, führte Pries aus. Ergänzt wird das Konzept mit einem Schulungs- und Bildungszentrum, in welchem die Ergebnisse der Präventionsforschung gezielt weitergegeben werden sollen. Der Senator für Finanzen Wesener machte auf die Bedeutung des Projektes für den Wissenschaftsstandort und den exzellenten Ruf der „Gesundheitsstadt“ Berlin aufmerksam. Die Exzellenz sei jedoch „kein Selbstläufer“, sondern würde durch „gezielte Investitionen“ getragen. „Daher fördert das Land das Projekt und die erforderliche Baumaßnahme mit 7,13 Millionen Euro aus dem Innovationsförderfonds.“ (ah)
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