Neues Medikament könnte Augen- und Nierenerkrankungen bei Diabetikern verhindern5. Februar 2024 Foto: © Jo-Panuwat-D/stock.adobe.com Neue Forschungsergebnisse der Universität Bristol, England, haben gezeigt, dass ein neuartiger Hemmstoff mikrovaskuläre diabetische Komplikationen wie diabetische Augen- und Nierenerkrankungen verhindern könnte. Zwar gibt es Behandlungen für Patienten, die mikrovaskuläre Komplikationen wie diabetische Augen- und Nierenerkrankungen entwickeln, doch können diese Behandlungen das Fortschreiten nicht vollständig aufhalten. Letztendlich können sie bei den Patienten zu Erblindung und Nierenversagen führen. Das Forschungsteam interessierte sich für die schützende Auskleidung aller Blutgefäße, die so genannte Glykokalyx. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift „Cardiovascular Diabetology“ veröffentlicht. Es ist bekannt, dass diese Auskleidung bei Diabetes geschädigt wird. In zwei Mausmodellen konnten die Forscher zeigen, dass die Entwicklung von diabetischen Augen- und Nierenerkrankungen gestoppt werden kann, wenn die Schädigung dieser Schutzschicht verhindert wird. Dies wird durch den Einsatz eines „Heparanase-Inhibitors“ erreicht. Heparanase wirkt wie eine Schere und beschädigt die Glykokalyx-Auskleidung. Heparanase-Inhibitoren verhindern diese Schädigung. Das Forschungsteam hat nun eine neue Klasse dieser Medikamente entwickelt, die erfolgreich als Arzneimittel zur Behandlung von Patienten eingesetzt werden könnten. Rebecca Foster, Professorin für Mikrovaskuläre Medizin an der Bristol Medical School: Translational Health Sciences (THS) kommentiert: „Unsere Ergebnisse sind spannend, denn wir haben gezeigt, dass eine Art von Medikament verschiedene diabetische Komplikationen verhindern kann, was ein globales Gesundheitsproblem für Erwachsene mit Diabetes darstellt.“ Dr. Monica Gamez, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Bristol Medical School (THS) fügt hinzu: „Wir führen derzeit Forschungen durch, um unsere neuartige Klasse von Inhibitoren zur klinischen Anwendung zu bringen. Da derzeit über 8 % der erwachsenen Weltbevölkerung an Diabetes leiden, hoffen wir, dass Patienten in Zukunft von unseren Erkenntnissen profitieren können.“
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