Neues Projekt fördert Kompetenzen für die Nutzung von Gesundheitsdaten in Lehre, Forschung und Praxis9. Januar 2023 Gruppenbild vom Kick-Off-Meeting. (Foto: © UW/H) Das Projekt DIM.RUHR wird vom Lehrstuhl für Gesundheitsinformatik der Universität Witten/Herdecke geleitet und vernetzt Gesundheitsstandorte in der Metropole Ruhr. Die Metropolregion Ruhr besitzt die höchste Klinikdichte in Deutschland, gestützt durch drei medizinische Hochschulen sowie weitere Einrichtungen zur Ausbildung in Gesundheitsberufen. Initiativen wie die Nationale Forschungsdateninfrastruktur (NFDI), die Medizininformatik-Initiative (MII) oder die europäische Cloud-Alternative GAIA-X forcieren bereits die Erschließung und Nutzung von Gesundheitsdaten – sie richten ihren Fokus dabei auf die stationäre Versorgung. Datenbasierte Forschung zur ambulanten Versorgung findet bislang noch wenig Beachtung. Diese Lücke will das im Dezember 2022 gestartete, vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt „DIM.RUHR: Datenkompetenzzentrum für die interprofessionelle Gesundheitsdatennutzung in der Metropole Ruhr“ schließen. Unter der Leitung des Lehrstuhls für Gesundheitsinformatik der Universität Witten/Herdecke um Lehrstuhlinhaber Prof. Sven Meister arbeiten die Ruhr-Universität Bochum, das Fraunhofer ISST und die Hochschule für Gesundheit künftig zusammen. Die Projektpartner betrachten die Ausbildung interprofessionell, vernetzen Gesundheitsstandorte und schaffen neue Datenräume. Außerdem erschließen sie den Innovationsraum Ruhr für Forschende, die sich mit Gesundheitsdaten auseinandersetzen. „Wir brauchen einen stärkeren Blick auf die ambulanten Versorgungsbereiche als Ort der interprofessionellen Gesundheitsdatennutzung“, sagt Meister. „Um mit diesen Daten sicher umgehen zu können, sind unterschiedliche Kompetenzen erforderlich – nur so können wir die Potenziale für Forschung und Versorgung vollumfänglich nutzen. Daran arbeiten wir nun gemeinsam im DIM.RUHR.“ Seitens der Universität Witten/Herdecke sind der Lehrstuhl für Didaktik und Bildungsforschung, der Lehrstuhl und das interdisziplinäre Zentrum für Versorgungsforschung (IZVF) und das Institut für Allgemeinmedizin und ambulante Gesundheitsversorgung beteiligt. Für die Ruhr-Universität Bochum wirken die Abteilung für Allgemeinmedizin (AM RUB) mit den AGs Digital Health und Versorgungsforschung mit. Von der Hochschule für Gesundheit ist das Department of Community Health (Professur für Gesundheitstechnologien) und für das Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik die Abteilung Gesundheitswesen beteiligt.
Mehr erfahren zu: "Krankenhäuser fürchten neue Milliardenlöcher und Pleiten" Krankenhäuser fürchten neue Milliardenlöcher und Pleiten Die große Mehrheit der deutschen Krankenhäuser ist in finanziell prekärer Lage. Die Einsparungen der Bundesregierung werden die Not einer Umfrage unter Klinikchefs zufolge noch vergrößern.
Mehr erfahren zu: "Weltmännertag: Echte Stärke heißt auch, auf sich selbst zu achten" Weltmännertag: Echte Stärke heißt auch, auf sich selbst zu achten Zum Weltmännertag am 3. November weist das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) auf das Problem hin, dass Männer oftmals nicht genug auf sich selbst achten – mit Folgen für Gesundheit […]
Mehr erfahren zu: "Till Roenneberg auf der DGSM-Jahrestagung: „Unser Körper und unser Büro liegen oft in verschiedenen Zeitzonen“" Till Roenneberg auf der DGSM-Jahrestagung: „Unser Körper und unser Büro liegen oft in verschiedenen Zeitzonen“ Warum unser Körper und unser Arbeitsalltag oft „in verschiedenen Zeitzonen“ unterwegs sind und welche Folgen das für Gesundheit, Produktivität und Unternehmen hat, erläutert der Chronobiologe Prof. Till Roenneberg auf der […]