Newcastle-Krankheit in Brandenburg und Bayern20. März 2026 (Symbolbild) Foto: © davit85 – stock.adobe.com In zwei Hähnchenmastbetrieben in den Landkreisen Märkisch-Oderland und Oder-Spree ist die Newcastle-Krankheit ausgebrochen. Hunderttausende Tiere müssen getötet werden. In Bayern im Landkreis Landshut ist ebenfalls ein Betrieb betroffen. Die für Vögel hoch ansteckende Newcastle-Krankheit ist in zwei Mastbetrieben in Brandenburg ausgebrochen. In Storkow mit rund 360.000 Tieren und in Lindendorf mit etwa 70.000 Tieren, wie die Landkreise Oder-Spree und Märkisch-Oderland mitteilten. Zuletzt wurden immer wieder Fälle der Krankheit in Brandenburger Landkreisen bekannt. Im Landkreis Märkisch-Oderland ist es demnach der erste Fall der Newcastle-Krankheit. Die 70.000 Tiere des Betriebs müssen laut Landkreis gekeult werden. Wie genau die Seuche in dem Betrieb ausbrechen konnte, wird laut Landkreis ermittelt. Die Krankheit wird den Angaben zufolge etwa über die Luft, kontaminierte Materialien oder über Anhaftungen an Schuhwerk, Kleidung oder Maschinen übertragen. Erst vor wenigen Tagen war im Landkreis Oder-Spree ein Ausbruch der Newcastle-Krankheit aufgetreten – und nun ein erneuter Fall in Storkow. In dem Betrieb traten demnach ungewöhnlich hohe Verluste auf, eine Probe im Labor bestätigte die Newcastle-Krankheit. Die 360.000 Tiere müssen laut Veterinäramt gekeult werden. Nach dem Ausbruch hat der Landkreis Oder-Spree seine Maßnahmen erweitert. Der Bereich, der nur eingeschränkt betreten oder genutzt werden darf, rund um den betroffenen Betrieb in Storkow wurde neu festgelegt und erweitert, wie der Landkreis mitteilte. Von der Schutzzone von mindestens drei Kilometer sind demnach die Orte Alt Stahnsdorf, Braunsdorf, Dahmsdorf, Kolpin, Lebbin, Markgrafpieske, Philadelphia, Reichenwalde, Rieplos sowie Spreenhagen und Storkow betroffen. Dort gelten für andere Geflügelhalter besondere Auflagen. So müssen Tiere zum Schutz von Wildvögeln im Stall bleiben und für den Transport von Geflügel gelten Einschränkungen. Bayern 35.000 Hähnchen vor Keulung Jahrzehntelang war die Newcastle-Krankheit verschwunden. Nun breitet sie sich wieder unter Geflügel aus. Ein weiterer Betrieb in Bayern ist betroffen, Zehntausende Tiere werden gekeult. Die Newcastle-Krankheit hat nun auch den Landkreis Landshut erreicht. Ein Verdachtsfall in einem Hähnchenmastbetrieb im Stadtbereich Vilsbiburg sei vom Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) amtlich bestätigt, teilte das Landratsamt mit. Betroffen seien rund 35.000 Tiere. Der gesamte Bestand müsse gemäß tierseuchenrechtlichen Vorschriften getötet werden. Zudem wurde der betroffene Betrieb gesperrt. In Abstimmung mit der Regierung von Niederbayern und dem Umweltministerium sei um den Betrieb eine Schutzzone mit mindestens drei Kilometern Radius sowie eine Überwachungszone mit einem Mindestradius von zehn Kilometern eingerichtet worden. Die Überwachungszone umfasse auch einen Teil der Landkreise Mühldorf, Dingolfing-Landau und Rottal/Inn. Bereits mehrere Nachbarlandkreise betroffen In den Nachbarlandkreisen Erding, Mühldorf a. Inn und Rottal-Inn war den Angaben zufolge die Newcastle Krankheit bereits in großen Hähnchenbetrieben festgestellt worden. Ende Februar hatte das FLI über den bundesweit ersten Ausbruch der meldepflichtigen Viruserkrankung seit 30 Jahren bei Geflügel in Brandenburg informiert. Das FLI verwies bereits vor einigen Wochen auch auf eine Vielzahl von Ausbrüchen in Kleinsthaltungen und Geflügelbetrieben in Polen, Tschechien und der Slowakei. Die sehr ansteckende Newcastle-Krankheit wird wegen der ähnlichen Symptomatik wie bei der Vogelgrippe (Geflügelpest) auch atypische Geflügelpest genannt. Der Erreger, das Newcastle-Disease-Virus (NDV), könne vermutlich prinzipiell alle Vögel infizieren, hieß es vom FLI. Für den Menschen gilt das Virus weitgehend als ungefährlich. Eine Infektion des Menschen ist laut FLI sehr selten, aber möglich; sie bleibe zumeist lokal auf eine Bindehautentzündung beschränkt. Informationen des Friedrich-Loeffler-Institutes (FLI), inklusive FAQ Newcastle-Krankheit (ND) | Friedrich-Loeffler-Institut Auch hatte das FLI eine erhöhte Gefährdungslage für Geflügel- und Vogelhaltungen herausgebracht FLI: erhöhte Gefährdungslage für Geflügel- und Vogelhaltungen – Biermann Medizin
Mehr erfahren zu: "Pferde-Reha: Von Solarium und Aquatraining" Pferde-Reha: Von Solarium und Aquatraining Unweit des Reitermekkas Luhmühlen gehen auf einem Hof im Landkreis Harburg teure Sport- und Freizeitpferde in Therapie. Die behutsamen Methoden zur Steigerung der Wohlbefindens kommen gut an.
Mehr erfahren zu: "Embryonalentwicklung in 4D: Forschende erstellen Atlas für Gene und Zellen" Embryonalentwicklung in 4D: Forschende erstellen Atlas für Gene und Zellen Ein neues Bildgebungsverfahren macht es möglich, die Aktivität Tausender Gene gleichzeitig im gesamten Zebrafisch-Embryo sichtbar zu machen. Ein Forschungsteam der Universität Basel hat damit nun einen Atlas aller Gene und […]
Mehr erfahren zu: "BMLEH ruft zur Impfung gegen die Blauzungenkrankheit auf" BMLEH ruft zur Impfung gegen die Blauzungenkrankheit auf Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) ruft Tierhalter dazu auf, ihre Rinder und Schafe möglichst noch vor Beginn der warmen Jahreszeit gegen die Blauzungenkrankheit impfen zu lassen.