Ausgabe 37/2024

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Mittwoch, 11. September 2024

Liebe Leserinnen und Leser der Ärztlichen Praxis Neurologie Psychiatrie,

das Tückische an der Multiplen Sklerose (MS) ist, dass die Erkrankung auch bei klinisch stabilen Patienten weiter voranschreiten kann. Dann bilden sich neue, klinisch stumme Läsionen im Gehirn, die nur in der Magnetresonanztomographie nachzuweisen sind. Behandler standen dann bislang vor der Frage, ob und wie viele dieser neuen Entzündungsherde im Gehirn eine Therapieeskalation notwendig machen und auch rechtfertigen. Hier gibt nun eine neue Studie Hilfestellung. Denn wie die Forschenden aus Innsbruck, Wien und Bern herausgefunden haben, profitieren Patienten mit schubförmiger MS, die unter einer gering- bis moderat-effektiven Immuntherapie mindestens zwei neue entzündliche MRT-Läsionen innerhalb eines Jahres entwickeln, auch bei klinischer Stabilität von einem Wechsel auf eine hoch-effektive Immuntherapie.

Die detaillierten Ergebnisse der Studie sowie weitere interessante Neuigkeiten können Sie im Newsletter nachlesen.

Eine aufschlussreiche Lektüre wünscht Ihnen




   Ihre
   Eva Junker

 

 
 
Klare Entscheidungskriterien für die Therapieanpassung bei Multipler Sklerose

Klare Entscheidungskriterien für die Therapieanpassung bei Multipler Sklerose

Die Ergebnisse einer neuen Studie zu Multipler Sklerose könnten die Therapie dieser chronisch entzündlichen Erkrankung entscheidend verbessern: Forschende aus Innsbruck, Wien und Bern belegen, dass zwei oder mehr in der Magnetresonanztomographie sichtbare Läsionen im Gehirn innerhalb eines Jahres für eine Therapieintensivierung sprechen.

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Frühzeitig mit Evrysdi® starten – Langfristig profitieren

Kleinkinder mit SMA, die von Anfang an mit Evrysdi® therapiert wurden, profitieren langfristig von der Behandlung. Die 5-Jahres-Daten zeigen: Fast 2/3 der Kinder konnten frei sitzen, manche sogar frei stehen. Bei der Mehrheit blieben bulbäre Fähigkeiten erhalten und die Rate unerwünschter Ereignisse nahm von Monat 12 bis Monat 60 um 61% ab.1

Fachinformation
1. Mazurkiewicz-Bełdzińska M et al. CureSMA2024; Präsentation.

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Parkinson: Schon kleine Wirkstoffmengen können die Proteinverklumpung verhindern

Aggregationshemmer sind ein vielversprechender Ansatz, um neurodegenerative Erkrankungen zu behandeln. Wissenschaftler haben nun herausgefunden, dass eine unerwartet kleine Menge des Bindeproteins AS69 ausreicht, um die Aggregation im Fall von Morbus Parkinson zu unterbinden.

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Sativex® ohne BtM-Pflicht: Was bedeutet das in der Praxis?

Seit Inkrafttreten des Medizinal-Cannabisgesetzes ist Sativex® (Pflichttext) nicht mehr BtM-pflichtig. Was bedeutet dies für den Praxisalltag? Kann das die symptomatische MS-Therapie vereinfachen? Und was ist nach wie vor wichtig, etwa bei Auslandsreisen? In der Interviewreihe 5 Minuten mit… beantwortet Dr. Birte Elias-Hamp, Hamburg, die wichtigsten Fragen.

Dr. Birte Elias-Hamp Portrait 2024
 
 
Lichtverschmutzung erhöht das Alzheimer-Risiko

Lichtverschmutzung erhöht das
Alzheimer-Risiko

Übermäßige Lichtverschmutzung kann das Alzheimer-Risiko erhöhen – insbesondere bei jüngeren Menschen. Das geht aus einer Studie in „Frontiers Neuroscience“ hervor.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Rolle des X-Chromosoms in der Genetik der Alzheimer-Demenz.
JAMA Neurology, 09.09.2024

Antipsychotika-Exposition und Infektionsrisiko bei Menschen mit Schizophrenie-Spektrum-Störungen während der COVID-19-Pandemie: Eine dänische landesweite Registerstudie.
Lancet Psychiatry, 03.09.2024

Prädiktoren für die Aufnahme in ein Pflegeheim und die Überlebensrate bei Patienten mit Syndromen im Zusammenhang mit der frontotemporalen Lobärdegeneration in Europa.
Neurology, 03.09.2024

Suizidrisiko bei verschiedenen medizinischen Erkrankungen und die Rolle früherer psychischer Störungen.
JAMA Psychiatry, 04.09.2024

 
 

PFAS beeinflussen Entwicklung und Funktion des Gehirns

Ein Forschungsteam des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung – UFZ hat die Auswirkungen sogenannter „Ewigkeitschemikalien“ auf das Gehirn untersucht. Ein zudem entwickeltes Testverfahren könnte auch für die Risikobewertung anderer neurotoxischer Chemikalien genutzt werden.

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Studie: Handynutzung erhöht das Krebsrisiko nicht

Studie: Handynutzung erhöht das Krebsrisiko nicht

Hartnäckig hält sich der Glaube, Handystrahlung sei schädlich. Forschende haben nun Studien aus aller Welt dazu angeschaut. Sie geben Entwarnung.

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KURZMELDUNGEN:

Prof. Erin Schuman, Direktorin am Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt, erhält den mit einer Million Euro dotierten Körber-Preis für die Europäische Wissenschaft.
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Schulen haben sich als wesentlicher Schauplatz der Übertragung von suizidalem Denken und Handeln, aber auch von Bewältigungsstrategien erwiesen. Vor diesem Hintergrund haben Wissenschaftler der MedUni Wien ein Programm zur Suizidprävention im Klassenzimmer entwickelt. Unterstützung erhalten sie dabei von Harry Potter.
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TERMINE:

Herbstkongress der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin
3. – 5. Oktober 2024
Berlin

36. Jahrestagung der Österreichischen Alzheimer-Gesellschaft
10. – 11. Oktober 2024
Salzburg, Österreich

Deutscher Schmerzkongress
16. – 19. Oktober 2024
Mannheim

 
 

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