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Liebe Leserinnen und Leser,
es ist bereits länger bekannt, dass Depressionen und Schizophrenie die Handkraft von Menschen messbar reduzieren. Eine neue Studie zeigte jedoch, dass sich die Handkraft selbst nach überstandener Depression nicht automatisch normalisiert. „Weitere Studien müssen nun klären, ob eine niedrige Handkraft trotz überstandener Depression auf ein echtes Defizit in der Fitness oder lediglich auf fehlende motorische Kontrolle zurückzuführen ist“, so Studienleiter Prof. Sebastian Walther.
Um eine Depression überhaupt erst zu überstehen, ist in den meisten Fällen eine Therapie nötig. Allerdings spricht bekanntermaßen nicht jede Depression auf die klassischen Maßnahmen gleichermaßen an. In der EPIsoDE-Studie wurden nun Wirksamkeit und Sicherheit von Psilocybin in Kombination mit Psychotherapie bei eigentlich behandlungsresistenten Depressionen untersucht. Die Ergebnisse legen nahe, dass die Einnahme von Psilocybin mit begleitender Psychotherapie in hohem Maß antidepressiv wirksam ist. Auch die Sicherheit der Behandlung wurde von den Forschern als gut bewertet. Ein erster Hinweis auf die Wirkungsweise von Psilocybin zeigte sich in der erhöhten Anzahl an emotionalen Durchbrüchen während der Therapie.
Bei Kindern kommt eine Behandlung mit Psychedelika selbstverständlich nicht infrage. Für wirksame Alternativen lohnt sich ein Blick in die aktualisierte S3-Leitlinie zu Depressionen bei Kindern und Jugendlichen. Zentrale Punkte sind altersgerechte Therapien, neu aufgeteilt in drei Altersklassen, die Priorisierung von Psychotherapie vor Medikamenten und explizite Empfehlungen für ergänzende Angebote wie Sport und Bewegung, künstlerische Therapien sowie begleitende Maßnahmen der Kinder- und Jugendhilfe. Außerdem sollen Kinder und Eltern künftig stärker in Behandlungsentscheidungen eingezogen werden.
Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Lesen und ein schönes Osterwochenende!
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