Ausgabe 14/2026

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Mittwoch, 01. April 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

es ist bereits länger bekannt, dass Depressionen und Schizophrenie die Handkraft von Menschen messbar reduzieren. Eine neue Studie zeigte jedoch, dass sich die Handkraft selbst nach überstandener Depression nicht automatisch normalisiert. „Weitere Studien müssen nun klären, ob eine niedrige Handkraft trotz überstandener Depression auf ein echtes Defizit in der Fitness oder lediglich auf fehlende motorische Kontrolle zurückzuführen ist“, so Studienleiter Prof. Sebastian Walther.

Um eine Depression überhaupt erst zu überstehen, ist in den meisten Fällen eine Therapie nötig. Allerdings spricht bekanntermaßen nicht jede Depression auf die klassischen Maßnahmen gleichermaßen an. In der EPIsoDE-Studie wurden nun Wirksamkeit und Sicherheit von Psilocybin in Kombination mit Psychotherapie bei eigentlich behandlungsresistenten Depressionen untersucht. Die Ergebnisse legen nahe, dass die Einnahme von Psilocybin mit begleitender Psychotherapie in hohem Maß antidepressiv wirksam ist. Auch die Sicherheit der Behandlung wurde von den Forschern als gut bewertet. Ein erster Hinweis auf die Wirkungsweise von Psilocybin zeigte sich in der erhöhten Anzahl an emotionalen Durchbrüchen während der Therapie.

Bei Kindern kommt eine Behandlung mit Psychedelika selbstverständlich nicht infrage. Für wirksame Alternativen lohnt sich ein Blick in die aktualisierte S3-Leitlinie zu Depressionen bei Kindern und Jugendlichen. Zentrale Punkte sind altersgerechte Therapien, neu aufgeteilt in drei Altersklassen, die Priorisierung von Psychotherapie vor Medikamenten und explizite Empfehlungen für ergänzende Angebote wie Sport und Bewegung, künstlerische Therapien sowie begleitende Maßnahmen der Kinder- und Jugendhilfe. Außerdem sollen Kinder und Eltern künftig stärker in Behandlungsentscheidungen eingezogen werden.

Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Lesen und ein schönes Osterwochenende!




   Ihre
   Lena Johannes

 

 
 
Schwache Handkraft als Warnsignal für psychische Erkrankungen

Schwache Handkraft als Warnsignal für psychische Erkrankungen

Dass die Handkraft bei Menschen mit Depression oder Schizophrenie messbar reduziert ist, war schon länger bekannt. Eine Studie zeigt nun jedoch, dass sich die Muskelkraft selbst nach überstandener Depression nicht automatisch normalisiert.

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Parkinson-Therapie: Mit Ongentys® die
ON-Zeit verlängern

Früher oder später sind Parkinson-Patienten mit L-Dopa nicht mehr ausreichend eingestellt und leiden unter motorischen Fluktuationen. Im Video verrät Dr. Andreas Becker, warum sich ein früher Einsatz von Ongentys® (Fachinfo) langfristig auszahlt: Denn Ongentys® verlängert die ON-Zeit – hauptsächlich durch ein Hinauszögern des Wearing-OFFs.1

1 Ferreira JJ et al. Mov Disord. 2022; 37(11): 2272–2283
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Psilocybin mit Psychotherapie zeigt Wirkung bei behandlungsresistenten Depressionen

Die Ergebnisse einer aktuellen Studie zeigen, dass der Wirkstoff Psilocybin eine positive Wirkung bei behandlungsresistenten Depressionen haben kann. Wichtig für Erfolg und Sicherheit der Behandlung ist die Einbettung in eine psychotherapeutische Vor- und Nachbereitung.

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Atogepant: bewährte Migräneprophylaxe mit einfacher Einnahme

Seit über einem Jahr ist Atogepant fest etabliert in der Migräneprophylaxe. Die Behandlung punktet mit raschem Wirkeintritt, lang anhaltendem Effekt und erwiesenen Vorteilen gegenüber Topiramat. Die komfortable Einnahme – nur eine Tablette täglich – kann den Alltag von Patient*innen erleichtern und die Therapietreue fördern.

Fachinformation AQUIPTA® 

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Aktualisierte S3-Leitlinie zu Depressionen bei Kindern und Jugendlichen

Aktualisierte S3-Leitlinie zu Depressionen bei Kindern und Jugendlichen

Altersgerechte Therapien, Psychotherapie vor Medikamenten, mehr ergänzende Angebote sowie eine stärkere Beteiligung von Kindern und Eltern – das sind zentrale Punkte der aktualisierten S3-Leitlinie „Behandlung depressiver Störungen bei Kindern und Jugendlichen“.

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Reduzierte Steroidlast bei Myasthenie
mit ULTOMIRIS®

Durch Inhibition der terminalen Komplementkaskade schützt ULTOMIRIS®* die neuromuskuläre Endplatte.1 Studiendaten zeigten eine Symptomlinderung bis hin zur Symptomfreiheit, in 6 von 10 Fällen mit Steroidreduktion auf ≤ 5 mg/Tag.2,3 Bei 36 % der Patient:innen war die Steroidreduktion schon nach 3 Monaten möglich und bei 57 % nach 6 Monaten stabil, bei gleichzeitig verbesserter täglicher Aktivität.3,4

Pflichttext | Referenzen

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Nasenabstrich erkennt frühe Anzeichen für Alzheimer

In einer neuen Studie zeigen Forscher von Duke Health, dass ein schneller, ambulanter Nasenabstrich frühe biologische Veränderungen im Zusammenhang mit Alzheimer nachweisen kann, noch bevor Denk- und Gedächtnisprobleme auftreten.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Eptinezumab mit Patientenaufklärung bei chronischer Migräne und Medikamenten­übergebrauchskopfschmerz: Die randomisierte, placebokontrollierte RESOLUTION-Studie.
Neurology 2026;106(8):e214863.

Ein Rückgang des metabotropen Glutamat-mGlu3-Rezeptorspiegels ist mit Amyloid-Plaques bei der Alzheimer-Krankheit verbunden und im Serum bei leichter kognitiver Beeinträchtigung nachweisbar.
J Neurochem 2026;170(4):e70417.

Wirksamkeit und Sicherheit von Zilucoplan im klinischen Alltag bei Patienten mit Anti-AChR-Myasthenia gravis: Eine retrospektive Kohortenstudie in Frankreich.
J Neuromuscul Dis, 29.03.2026

Ein hybrides Deep-Learning-Framework zur Vorhersage epileptischer Anfälle unter Verwendung von Kopfhaut- und intrakraniellen EEG-Daten.
Comput Med Imaging Graph, 28.03.2026

 
 
 
GLP-1-Medikamente zur Behandlung von Diabetes und Adipositas können auch psychische Symptome verbessern

GLP-1-Medikamente zur Behandlung von Diabetes und Adipositas können auch psychische Symptome verbessern

Eine neue Studie zeigt, dass GLP-1-Medikamente zur Behandlung von Diabetes und Adipositas mit einem geringeren Bedarf an Krankenhausaufenthalten und krankheitsbedingten Fehlzeiten aufgrund psychischer Erkrankungen einhergehen.

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KURZMELDUNGEN:

Forscher aus Graz haben ein VR-System gegen Arachnophobie entwickelt, das basierend auf EEG-Daten und Herzfrequenz die Intensität der Exposition an das Angstniveau der Probanden anpasst.
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Der Transkriptionsfaktor NF-κB spielt laut einer aktuellen Studie eine Schlüsselrolle bei posttraumatischen Reaktionen auf ein Schädel-Hirn-Trauma.
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Japanische Forscher haben ein digitales Zwillingsmodell des Gehirns entwickelt, das das individuelle Konnektom des Gehirns in hochpräzise Verhaltensvorhersagen übersetzen kann.
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TERMINE:

Deutscher Kongress für Parkinson und Bewegungsstörungen
16.04.-18.04.2026
Leipzig

51. Jahrestagung der Gesellschaft für Neuropädiatrie
07.05.-09.05.2026
Linz (Österreich)

31. Wissenschaftliches Symposium des Norddeutschen Suchtforschungsverbunds
12.05.2026
Hamburg

7. Medicinal Cannabis Congress: Resilienz und psychische Stabilität – ein ganzheitlicher Ansatz
28.05.-29.05.2026
Berlin

 
 

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