Ausgabe 40/2025

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Mittwoch, 01. Oktober 2025

Liebe Leserinnen und Leser,

bislang gibt es für Patienten mit Morbus Huntington keine Therapie, die den Krankheitsverlauf beeinflussen kann. Es besteht nur die Möglichkeit einer symptomatischen Behandlung, um den Betroffenen eine möglichst gute Lebensqualität zu erhalten.

Nun machen aber aktuelle Studiendaten aus Großbritannien Hoffnung, dass sich diese Situation bald drastisch ändern könnte: Eine neuartige Gentherapie, die die Bildung von krankmachendem Huntingtin im Striatum verhindert, konnte die Krankheitsprogression in der Phase-I/II-Studie um bis zu 75 Prozent verlangsamen. Zudem stellten die Forschenden nach drei Jahren Nachbeobachtungszeit eine Abnahme des Neurofilament-Leichtketten-Spiegels im Liquor der Studienteilnehmer gegenüber Studienbeginn fest, was auf neuroprotektive Eigenschaften der Therapie hindeutet. Einen Zulassungsantrag für die Therapie, die man wohl guten Gewissens als Game Changer bezeichnen kann, will der Hersteller im ersten Quartal 2026 stellen.

Die Details zur Studie sowie weitere interessante Meldungen können Sie im Newsletter nachlesen.

Eine aufschlussreiche Lektüre wünscht Ihnen




   Ihre
   Eva Junker

 

 
 
Gentherapie scheint die Progression der Huntington-Krankheit bremsen zu können

Gentherapie scheint die Progression der Huntington-Krankheit bremsen zu können

Erstmals ist es Forschenden gelungen, Patienten mit Morbus Huntington erfolgreich zu behandeln. Mithilfe einer Gentherapie konnten sie eine um 75 Prozent geringere Progression der Krankheit erzielen. Die Ergebnisse der Studie werden im Oktober auf dem HD Clinical Research Congress in Nashville (USA) offiziell vorgestellt.

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Hängen Fleischverzicht und Depressionen zusammen?

Vegetarische oder vegane Ernährungsweisen können positive gesundheitliche Effekte haben, z. B. niedrigere Cholesterinspiegel und geringeres Typ-2-Diabetes-Risiko. Metaanalysen zufolge kann Fleischverzicht mit einem signifikant erhöhten Depressionsaufkommen assoziiert sein – ein kausaler Zusammenhang zwischen Fleischverzicht und Depression kann derzeit aber weder belegt noch widerlegt werden.

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Prähospitale Schlaganfallversorgung: Herausforderungen werden komplexer

Neurologen fürchten wachsende Herausforderungen bei der präklinischen Versorgung von Schlaganfall-Patienten durch steigende Fallzahlen und die Krankenhausreform. Das wurde Anfang September auf dem 1. Deutschen Schlaganfallkongress sichtbar. Experten fordern daher eine bundesweit standardisierte Aus- und Weiterbildung für den Rettungsdienst.

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Bei Migräne mehr „gute Tage“ und
Lebensqualität mit Vyepti®

Vyepti® (Eptinezumab) erhöhte die Zahl „guter Tage“ im Mittel von 8 auf 18 Tage und führte mehrheitlich zu weniger starken, weniger häufigen und weniger langanhaltenden Migräne-Symptomen.1,* Zudem kann Eptinezumab durch seine starke2,3, schnelle2,4,5 und lange6 Wirkung die Lebensqualität deutlich verbessern und lässt Patient:innen wieder mehr am Leben teilhaben7,8

Fachinformation | Referenzen

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Wie zuverlässig ist Neurofilament Light Chain als Biomarker?

Wie zuverlässig ist Neurofilament Light Chain als Biomarker?

Eine Pilotstudie im Rahmen eines externen Qualitätssicherungsprogramms hat die analytische Variabilität von Neurofilament-Light-Chain(NfL)-Messungen untersucht. Die Ergebnisse, die auf dem DKLM-Kongress im Oktober offiziell vorgestellt werden, verdeutlichen, dass NfL-Werte zwischen Plattformen nicht direkt vergleichbar sind.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Aggressive Behandlung der frühen akuten fokalen Entzündungsaktivität zur Verlängerung des Zeitfensters für die BTK-Inhibition bei Multipler Sklerose.
Ther Adv Neurol Dis, 20.09.2025

Kognitive Funktionen bei Menschen mit pädiatrischer Multipler Sklerose über einen Zeitraum von zwei Jahren.
Neurology, 18.09.2025

Schlaganfallrezidiv und Ergebnisse nachfolgender Schwangerschaften nach ischämischem Schlaganfall der Mutter während Schwangerschaft oder Wochenbett.
Stroke, 19.09.2025

Outcomes kritisch kranker erwachsener Patienten mit akuter Enzephalitis.
JAMA Netw Open 2025;8;(9):e2532478.

 
 

KI-Tool durchsucht soziale Medien nach versteckten Gesundheitsrisiken

Ein neues Tool mit Künstlicher Intelligenz kann Daten aus sozialen Medien scannen, um unerwünschte Ereignisse im Zusammenhang mit Gesundheitsprodukten aufzudecken. Dies geht aus einer Studie hervor, die in „PLOS Digital Health“ veröffentlicht wurde.

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Wie Synapsen zusammenhalten

Wie Synapsen zusammenhalten

Ein Kölner Forschungsteam hat eine molekulare Perspektive auf die Architektur von Synapsen entwickelt. Die Studie zeigt, dass das Protein Gephyrin im Gehirn flexible Filamente bildet und damit als wesentlicher Baustein inhibitorischer Synapsen dient.

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KURZMELDUNGEN:

Junge Männer im Alter von 18 bis 25 Jahren konsumieren heute deutlich häufiger Cannabis als noch vor zehn Jahren. Das geht aus der Drogenaffinitätsstudie 2025 des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit hervor.
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Forschende des Robert Koch-Instituts haben aktuelle Zahlen zur Schlag­anfall-Prävalenz in Deutschland, eine Neu­bewertung des Alkohol­konsums und eine europa­weite Aus­wertung zur Wirksamkeit von Tabak­kontroll­maßnahmen veröffentlicht.
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Eine Forschungsgruppe aus Zürich (Schweiz) hat neuromotorische Normkurven erstellt, die in der Praxis den altersbedingten Leistungsabbau besser erkennbar machen sollen.
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TERMINE:

Herbstsymposium des Dachverbandes Deutschsprachiger PsychosenPsychotherapie e. V.
10.10. – 11.10.2025
Berlin / online

Gehirnerschütterung und Schädelhirntrauma im Laufe des Lebens – Medizinische und psychosoziale Aspekte
24.10. – 25.10.2025
München

20. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Neuromodulation e. V.
07.11. – 08.11.2025
Bremen

98. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Neurologie
12.11. – 15.11.2025
Berlin

Parkinson-Netzwerkkongress 2025
21.11. – 22.11.2025
Osnabrück

 
 

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