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die ketogene Diät wird zunehmend als therapeutische Maßnahme bei verschiedenen Erkrankungen wie Epilepsie, Diabetes und sogar neurologischen Störungen eingesetzt. Was als nebenwirkungsarme Alternative zu gängigen Medikamenten für sensible Lebensphasen wie beispielsweise die Schwangerschaft gelten könnte, hat offenbar gerade in dieser Zeit jedoch deutliche Auswirkungen auf den Nachwuchs. Dies legen zumindest die Ergebnisse eines österreichisch-französischen Forscherteams nahe, das Untersuchungen an Mäusen durchgeführt hat.
Das Team hatte festgestellt, dass selbst eine kurze, nur zehntägige Umstellung auf eine fettreiche, kohlenhydratarme Ernährung während der späten Embryonalentwicklung langfristige Effekte auf die Nachkommen haben kann. So war die Wurfgröße beispielsweise kleiner, weibliche Nachkommen hatten zudem ein geringeres Geburtsgewicht und reagierten insgesamt empfindlicher auf die Ernährungsumstellung der Mutter. Männliche Nachkommen profitierten hingegen zunächst davon, hatten im Alter allerdings eine kürzere Lebensspanne.
Noch sind die Mechanismen hinter den beobachteten Effekten nicht verstanden, und auch, ob sich die Ergebnisse auf den Menschen übertragen lassen, ist unklar. Eines zeigen sie aber wieder einmal: In so komplexen Systemen wie sie Säugetiere darstellen, hat jeder Eingriff vielschichtige Auswirkungen.
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