| |
| |
|
Mittwoch, 08. Juli 2026
|
Liebe Leserinnen und Leser,
vor Kurzem war ich in einem neuen Restaurant bei mir um die Ecke und staunte nicht schlecht, als ein Roboter das Essen an unseren Tisch brachte. Doch nicht nur in der Gastronomie halten solche Technologien anscheinend zunehmend Einzug: Auch in der Medizin sind Roboter längst nicht mehr nur Zukunftsmusik, wie unter anderem ein Forschungsteam aus Wien kürzlich eindrucksvoll zeigte. Die Wissenschaftler entwickelten das System „SensoExo“, das Menschen mit sensomotorischen Handbeeinträchtigungen unterstützen soll. Es kombiniert ein tragbares Hand-Exoskelett mit einer individuell angepassten Neurostimulationsmanschette, die Nerven und Muskeln des Unterarms über die Haut stimuliert. Sensoren an den Fingern erfassen Berührungen und Greifkräfte und wandeln diese in elektrische Signale um, die den Tastsinn teilweise ersetzen können. Eine zusätzliche funktionelle elektrische Stimulation unterstützt das Öffnen und Schließen der Finger. Im Vergleich war die Kombination aus Exoskelett und Neurostimulation wirksamer als ein alleiniges Exoskelett. „Die Technologie ist derzeit noch ein Prototyp und kein vollständig entwickeltes Medizinprodukt für den Alltag“, betont Studienleiter Stanisa Raspopovic. Die Studie biete aber bereits frühe klinische Evidenz dafür, dass dieser Ansatz langfristig die Entwicklung individuell angepasster Assistenzsysteme für Menschen mit neurologischen Handbeeinträchtigungen unterstützen könne.
Nicht ganz so futuristisch, aber dafür nicht weniger spannend ist der MR-gesteuerte fokussierte Ultraschall. Dieser kann für Menschen, deren Handfunktion durch einen starken Tremor beeinträchtigt ist, eine sinnvolle Therapieoption ganz ohne Hautschnitt und Implantat darstellen – besonders bei Versagen der gängigen medikamentösen Therapien. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin hin. Besonders bemerkenswert sei, dass oft bereits während der Testbeschallungen eine deutliche Verringerung des Tremors beobachtet werden kann. Die Methode gilt als nicht invasive Alternative zur Tiefen Hirnstimulation, ist jedoch weder reversibel noch nachträglich programmierbar. Dennoch sei die Tremorverbesserung oft über viele Jahre hinweg zu beobachten. Wissenschaftler untersuchen zudem, ob die Ultraschalltherapie in Zukunft auch bei weiteren Parkinson-Symptomen, chronischen Schmerzsyndromen sowie Tumoren und Alzheimer eingesetzt werden kann. Noch stehen viele dieser Anwendungen am Anfang ihrer Entwicklung. Die aktuellen Studien zeigen jedoch eindrucksvoll, wie rasant sich technologische Innovationen der neurologischen Versorgung annähern – und dass manche Ideen, die noch vor wenigen Jahren eher nach Science-Fiction klangen, heute bereits greifbar geworden sind.
Mehr zu diesen und weiteren Themen finden Sie wie immer in diesem Newsletter und auf unserem Nachrichtenportal BIERMANN MEDIZIN.
Ich wünsche Ihnen eine spannende Lektüre!
|
|

Ihre Lena Johannes
|
|
|
| |
| |
|
|
|
Ein internationales Forscherteam hat ein tragbares neurorobotisches System entwickelt, das elektrische Neurostimulation mit Hand-Exoskeletten kombiniert. Bei Handbeeinträchtigungen infolge neurologischer Verletzungen unterstützte die Technologie Fingerbeweglichkeit, Tastwahrnehmung und Greifkontrolle.
Lesen Sie hier weiter ...
|
|
|
|
| |
| |
| |
Advertorial
|
|
| |
| |
|
Die gMG-bedingte Muskelschwäche beeinträchtigt z.B. Sprechen, Schlucken und Atmen. Der MG-ADL*-Score erfasst diese Belastung präzise.3,4 In der Phase 3-Studie MINT verbesserte UPLIZNA® (Inebilizumab) bei AChR*- und MuSK*-positiven gMG-Patient:innen den MG-ADL-Score nach 26 Wochen signifikant stärker als Placebo (-4,2 vs. -2,2 Punkte). 68,7 % erreichten ≥ 3 Punkte Verbesserung.1,2,*
Fachinformation | Referenzen
|
|
|
|
|
| |
| |
|
Für Menschen mit starkem Tremor können selbst einfache Alltagsbewegungen zur Herausforderung werden. Mit dem MR-gesteuerten fokussierten Ultraschall (MRgFUS) steht ausgewählten Betroffenen eine Therapieoption ohne Hautschnitt und Implantate zur Verfügung. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) hin.
Lesen Sie hier weiter ...
|
|
|
|
| |
| |
| |
Advertorial
|
|
| |
| |
|
Bei der Behandlung von Depressionen ist die Adhärenz entscheidend. Um das Rezidivrisiko zu senken, empfiehlt die NVL Unipolare Depression eine 6 bis 12-monatige Erhaltungstherapie, auch wenn sich keine depressiven Symptome mehr zeigen. Warum eine Therapie mit Johanniskraut (z. B. Laif® 900) die Adhärenz steigern kann und was es mit dem Mythos „Photosensibilisierung“ auf sich hat, erfahren sie hier.
Pflichttext
|
|
|
|
|
| |
| |
|
|
|
Eine neue großangelegte Studie hat gezeigt, dass gängige Netzhautaufnahmen viele der häufigsten Risikofaktoren, die mit der Entstehung der Alzheimer-Krankheit in Verbindung stehen, zuverlässig vorhersagen könnten.
Lesen Sie hier weiter ...
|
|
|
|
| |
| |
| |
Advertorial
|
|
| |
| |
|
Verlässlich, schnell verfügbar und handlungsrelevant: Blutbasierte Biomarker können helfen, neurologische Krankheitsverläufe früher einzuordnen. Roche Diagnostics unterstützt Sie als Arzt/Ärztin mit einem wachsenden neurodiagnostischen Portfolio und Lösungen, die Diagnostik näher an den Versorgungsalltag bringen. Für schnelle Klarheit – von Alzheimer bis Multiple Sklerose.
|
|
|
|
|
| |
| |
|
Die neu veröffentlichte S3-Leitlinie „Verhinderung von Zwang – Prävention und Therapie aggressiven Verhaltens bei Erwachsenen“ bietet aktualisierte Empfehlungen für den Umgang mit Aggression in der Psychiatrie.
Lesen Sie hier weiter ...
|
|
|
|
| |
| |
Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals
Datensatz eines tragbaren Sensorsystems zur Beurteilung der psychischen Gesundheit mittels Laser-Doppler-Flowmetrie und Fluoreszenzspektroskopie. Commun Med (Lond) 04.07.2026
Propionsäure bei Multipler Sklerose: Eine randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Phase-IIb-Studie. Brain 2026:awag099.
Exekutivfunktionen bei funktionellen/dissoziativen Anfällen: Screening mittels Frontal Assessment Battery. Epilepsy Behav 2026:183:111178.
Ein datengestützter Rahmen für die langfristige Risikostratifizierung bei fortgeschrittenem Parkinson-Syndrom unter Verwendung von PPMI. Sci Rep 05.07.2026
|
|
| |
| |
|
|
|
Wenn die Hunger- und Sättigungssteuerung im Gehirn geschädigt ist, können Betroffene innerhalb kurzer Zeit stark zunehmen. Auf diese unterschätzte Form der Adipositas – die hypothalamische Adipositas – machten die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) und die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) bei einer gemeinsamen Pressekonferenz aufmerksam.
Lesen Sie hier weiter ...
|
|
|
|
| |
|
| |
KURZMELDUNGEN:
Ein deutsches Forschungsprojekt untersucht erstmals systematisch, wie hohe Temperaturen das psychische und körperliche Wohlbefinden beeinflussen. Weiterlesen ...
Psychisch belastete Kinder und Jugendliche warten in Deutschland durchschnittlich 32,5 Wochen auf einen ambulanten Psychotherapieplatz. Weiterlesen ...
Eine internationale Studie zeigt die Grenzen konservativer Behandlungen bei chronischen Rückenschmerzen auf.. Weiterlesen ...
|
|
|
|
|
| |
|
„IMPULS NEUROLOGIE UND PSYCHIATRIE“ ist ein Titel der Biermann Verlag GmbH in Köln. Sie erhalten diese E-Mail, da Sie für diesen Newsletter angemeldet sind. Sie können in unserem Fachportal weitere Newsletter zu verschiedenen medizinischen Fachrichtungen abonnieren. Sollten Sie kein Interesse mehr an diesem Newsletter haben, können Sie sich hier abmelden. Haben Sie Fragen oder Anregungen zu unseren Themen und Inhalten, freuen wir uns auf Ihre E-Mail: [email protected]. Bitte beachten Sie, dass dieser Newsletter nur Angehörigen der Heilberufe gemäß HWG §10 zugänglich gemacht werden darf; das gilt auch für das Weiterempfehlen und Weiterleiten.
Impressum: Biermann Verlag GmbH | MedCon Health Contents GmbH | HRB Bonn 11110 | HRB Köln 78926
Geschäftsführer: Dr. med. Hans Biermann
Hier vollständiges Impressum aufrufen
|
|
|
|
|
|