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bei etwa zwei von drei Patienten mit neu diagnostiziertem Glioblastom schlägt die Therapie mit Temozolomid nicht an, da die Tumorzellen aufgrund einer genetischen Mutation resistent gegen das Chemotherapeutikum sind. Für die Betroffenen bedeutet dies eine mittlere Überlebenszeit von nur einem Jahr. Neuroonkologen suchen daher unter Hochdruck nach alternativen Wirkstoffen und nehmen dabei auch Substanzen in den Blick, die bereits für andere Krebsarten zugelassen sind. Einen solchen Ansatz verfolgen auch Forschende der Medizinischen Fakultät Heidelberg, des Universitätsklinikums Heidelberg und des Deutschen Krebsforschungszentrums und haben damit bereits einen Treffer gelandet. So kann der mTOR-Inhibitor Temsirolimus, der für die Therapie anderer Krebsarten mit aktiviertem mTOR-Signalweg bereits zugelassen ist, auch das Wachstum von Glioblastomen dieser molekulargenetischen Variante verlangsamen. Vier weitere Wirkstoffe, die die Forschenden parallel testeten, brachten hingegen keinen Vorteil gegenüber der Standardtherapie.
Für die Patienten bedeutete der Einsatz von Temsirolimus einen Zugewinn von drei Monaten progressionsfreier Überlebenszeit, was angesichts der bislang überaus schlechten Prognose eine spürbare Verbesserung darstellt. Doch die Forschenden sind optimistisch, weitere, vielleicht sogar wirksamere Kandidaten zu finden. Schließlich haben sie eigenen Angaben zufolge noch mehr als 100 Kandidaten in petto, die sie dank ihres mehrgleisigen Studienprogramms auch zügig testen können.
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