Ausgabe 37/2025

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Mittwoch, 10. September 2025

Liebe Leserinnen und Leser,

bei etwa zwei von drei Patienten mit neu diagnostiziertem Glioblastom schlägt die Therapie mit Temozolomid nicht an, da die Tumorzellen aufgrund einer genetischen Mutation resistent gegen das Chemotherapeutikum sind. Für die Betroffenen bedeutet dies eine mittlere Überlebenszeit von nur einem Jahr. Neuroonkologen suchen daher unter Hochdruck nach alternativen Wirkstoffen und nehmen dabei auch Substanzen in den Blick, die bereits für andere Krebsarten zugelassen sind. Einen solchen Ansatz verfolgen auch Forschende der Medizinischen Fakultät Heidelberg, des Universitätsklinikums Heidelberg und des Deutschen Krebsforschungszentrums und haben damit bereits einen Treffer gelandet. So kann der mTOR-Inhibitor Temsirolimus, der für die Therapie anderer Krebsarten mit aktiviertem mTOR-Signalweg bereits zugelassen ist, auch das Wachstum von Glioblastomen dieser molekulargenetischen Variante verlangsamen. Vier weitere Wirkstoffe, die die Forschenden parallel testeten, brachten hingegen keinen Vorteil gegenüber der Standardtherapie.

Für die Patienten bedeutete der Einsatz von Temsirolimus einen Zugewinn von drei Monaten progressionsfreier Überlebenszeit, was angesichts der bislang überaus schlechten Prognose eine spürbare Verbesserung darstellt. Doch die Forschenden sind optimistisch, weitere, vielleicht sogar wirksamere Kandidaten zu finden. Schließlich haben sie eigenen Angaben zufolge noch mehr als 100 Kandidaten in petto, die sie dank ihres mehrgleisigen Studienprogramms auch zügig testen können.

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   Ihre
   Eva Junker

 

 

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VYVGART jetzt als Fertigspritze zur Selbstapplikation*

VYVGART ist nun auch als s.c. Fertigspritze zusätzlich zur Standardtherapie zugelassen und gibt Menschen mit AChR-Ak-positiver generalisierter Myasthenia gravis ein Stück Unabhängigkeit: Die Fertigspritze ist mit wenigen Handgriffen gebrauchsfertig und kann von Patient:innen selbst oder Pflegepersonen verabreicht werden1,* – ob zuhause oder auf Reisen.

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Glioblastom: Molekulare Diagnostik ermöglicht zielgerichtete Therapie ohne Zeitverzug

Glioblastom: Molekulare Diagnostik ermöglicht zielgerichtete Therapie ohne Zeitverzug

Forschende aus Heidelberg haben in der multizentrischen Studie „NCT Neuro Master Match (N2M2)“ den Einsatz zielgerichteter Medikamente in der Ersttherapie bei neu diagnostiziertem Glioblastom geprüft. Von fünf getesteten Medikamenten zeigte der Wirkstoff Temsirolimus, der bereits bei Nierenkrebs eingesetzt wird, positive Resultate. 

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RYSTIGGO® – Subkutan.1 Schnell.2b Stark.2c

RYSTIGGO® kann über eine Infusionspumpe (Spritzenpumpe) oder durch manuelle Infusion mit einer Spritze angewendet werden – nach ordnungsgemäßer Schulung durch eine medizinische Fachkraft auch von Patient:innen oder einer Betreuungsperson.1a Es ist ein FcRn-Inhibitor für erwachsene Anti-MuSK- oder -AChR-Ak-positive Patient:innen mit generalisierter Myasthenia gravis.1

Referenzen

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Fehlpeilung: Bei erhöhtem Demenzrisiko hakt der „Kompass im Gehirn“

Bei Personen mit erhöhtem Risiko für eine Alzheimer-Demenz kann die Fähigkeit zur räumlichen Orientierung beeinträchtigt sein. Zu diesem Schluss kommen Forschende des DZNE anhand einer Studie mit rund 100 älteren Erwachsenen, die ihre Position innerhalb einer virtuellen Umgebung bestimmen mussten. 

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CME: Multidisziplinäre Versorgung bei der SMA

In diesem CME-Kurs erhalten Sie einen fundierten Einblick in das klinische Bild und die Versorgungspraxis der 5q-SMA. Sie erfahren mehr zu den aktuellen Therapiemöglichkeiten und die Bedeutung einer frühzeitigen Überweisung an spezialisierte neuromuskuläre Zentren für eine bestmögliche Patientenversorgung.

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Kinder- und Jugendpsychiatrie in Sachsen: Fachkräfte und Plätze fehlen

Kinder- und Jugendpsychiatrie in Sachsen: Fachkräfte und Plätze fehlen

Wartezeiten von bis zu zwei Jahren, verzweifelte Eltern und ein Reparaturbetrieb, der kaum hinterherkommt: Warum die Kinderpsychiatrie in Sachsen am Limit ist.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Häufigkeit und diagnostische Bedeutung paramagnetischer Randsaumläsionen bei Patienten, die sich zur Diagnose in einer Multiple-Sklerose-Klinik vorstellen.
Neurology, 02.09.2025

Risiko eines Schlaganfallrezidivs nach isoliertem Netzhautarterienverschluss: Vergleich zum Minor Stroke oder zur transitorischen ischämischen Attacke.
Stroke, 04.09.2025

Vorhersage von Suizidgedanken bei Multiple-Sklerose-Patienten bei aufeinanderfolgenden Klinikbesuchen.
Mult Scler, 25.08.2025

Minimalinvasive Chirurgie vs. alleinige medikamentöse Behandlung bei intrazerebraler Blutung – Die randomisierte klinische Studie MIND.
JAMA Neurology, 02.09.2025

 
 

DMKG: Moderne Migränetherapien werden zu wenig genutzt

Seit Jahren sind wirksame und gut verträgliche Migräneprophylaktika verfügbar, deren Anwendung auch von der aktuellen S1-Leitlinie empfohlen wird. Doch viele Menschen mit schwerer Migräne erhalten diese Medikamente erst spät. Das zeigen aktuelle Daten, die die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) auf einer Pressekonferenz vorstellte.

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Was verleiht dem Gehirn seine charakteristische Struktur?

Was verleiht dem Gehirn seine charakteristische Struktur?

Sprache, Kreativität und Planung: Für die bemerkenswerten Fähigkeiten des menschlichen Gehirns spielt nicht nur seine Größe, sondern auch die gefaltete Struktur der Großhirnrinde eine Rolle. Eine neue Studie zeigt nun eine ganze Reihe von Faktoren, die zur Faltenbildung im Gehirn beitragen.

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KURZMELDUNGEN:

Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) und die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) haben die Leitlinie „Therapie der Migräneattacke und Prophylaxe der Migräne“ aktualisiert.
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Bundesgesundheitsministerin Nina Warken hält die geplante Krankenhausreform für nicht praxistauglich und will daher nachjustieren. Kritik an diesen Plänen hat sie nun zurückgewiesen.
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Als Honorarprofessor stärkt Dr. Michael Kreutz die Lehre und Forschung im Bereich der Neurowissenschaften an der Medizinischen Fakultät der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg.
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TERMINE:

XXVII World Congress of Neurology
12. – 15. Oktober 2025
Seoul, Südkorea

17th World Stroke Congress
22. – 24. Oktober 2025
Barcelona, Spanien

Deutscher Schmerzkongress 2025
22. – 25. Oktober 2025
Mannheim

Gehirnerschütterung und Schädelhirntrauma im Laufe des Lebens – Medizinische und psychosoziale Aspekte
24. – 25. Oktober 2025
München

19. Jahrestagung der Interdisziplinären Gesellschaft für Psychosomatische Schmerztherapie
7. – 8. November 2025
Mainz

 
 

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