Ausgabe 07/2026

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Mittwoch, 11. Februar 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

eine neue Woche, ein neuer spannender Bluttest: Diesmal geht es um Parkinson-Biomarker im Blut, die Hinweise auf die Krankheit liefern, noch bevor es im Gehirn zu größeren Schäden kommt. Erste Tests zeigen vielversprechende Ergebnisse und eröffnen neue Chancen für die Früherkennung.
Ebenfalls interessant ist ein neuer Risikorechner, der auf der Internationalen Schlaganfallkonferenz der American Stroke Association vergangene Woche vorgestellt wurde. Er kann das Zehn-Jahres-Risiko, nach einem Schlaganfall an Demenz zu erkranken, anhand verschiedener Faktoren wie Alter, Diabetesstatus, Depression, funktionelle Einschränkungen und Geschlecht berechnen. Genaueres hierzu lesen Sie in dieser Ausgabe unseres Newsletters.
Doch nicht immer braucht es bahnbrechende Entdeckungen, um Patienten zu helfen. Manchmal sind es auch die kleinen, leisen Impulse, die den Unterschied machen. Eine Langzeitstudie der Universität Wien hat gezeigt, dass Menschen mit Depressionen davon profitieren, wenn ihre eigenen Stärken betont werden. Binnen zwei Wochen erzielten fast die Hälfte der Teilnehmenden dadurch mehr Fortschritt bei einem selbst gewählten Ziel.
Auch Bewegung ist eine einfache Möglichkeit, die psychische Gesundheit zu stärken. Forschende aus Brasilien haben kürzlich herausgefunden, dass kurzes, intensives Intervalltraining Panikattacken wirksamer reduziert als die bisherige Standardtherapie der interozeptiven Exposition. Kostengünstig und zugänglich für die breite Masse – genau solche Methoden wünschen wir uns doch für die Praxis.
Ich hoffe, Sie können einige dieser Impulse direkt in Ihrem klinischen Alltag anwenden!




   Ihre
   Lena Johannes

 

 
 
Nachweis von Parkinson-Biomarkern im Blut noch vor Hirnschädigung möglich

Nachweis von Parkinson-Biomarkern im Blut noch vor Hirnschädigung möglich

Ein Forschungsteam aus Schweden hat Biomarker für Parkinson in seinen frühesten Stadien identifiziert, noch bevor es zu ausgedehnten Hirnschäden kommt. Die biologischen Prozesse hinterlassen für einen begrenzten Zeitraum messbare Spuren im Blut und könnten so zur Früherkennung und frühzeitigen Behandlung genutzt werden.

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Depressionen: Ersetzt ChatGPT künftig
den Arzt?

Eine aktuelle Studie legte nahe: ChatGPT hält sich bei der Behandlung von leichten und schweren Depressionen präziser an die Empfehlungen der Nationalen VersorgungsLeitlinie als Ärztinnen und Ärzte. Die Autoren geben aber zu bedenken, dass es dabei eine Reihe sensibler Punkte gibt – darunter ethische Bedenken und fehlender Datenschutz. Hier erfahren Sie mehr.

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Neuer Risikorechner kann Demenz nach einem Schlaganfall vorhersagen

Ein neuer Risikorechner kann die Wahrscheinlichkeit, dass Erwachsene innerhalb von zehn Jahren nach einem Schlaganfall an Demenz erkranken, präzise einschätzen.

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Jetzt die Versorgungslücken bei adulter ADHS schließen

Starten Sie jetzt mit digitaler Unterstützung für Ihre ADHS-Patient:innen und fördern Sie Selbstmanagement bei eigenständiger Nutzung (ab 18 Jahren). Mit attexis® als neuem, verordnungsfähigen Baustein Ihrer multimodalen ADHS-Therapie setzen Sie auf eine zukunftsfähige DiGA, die von allen gesetzlich krankenversicherten Patient:innen kostenlos genutzt werden kann.

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Stärken zu betonen hilft Menschen mit Depressionen

Stärken zu betonen hilft Menschen mit Depressionen

Eine Langzeitstudie mit mehr als 700 Teilnehmenden zeigt den Einfluss von gesellschaftlichen Narrativen auf die Situation von Menschen mit Depressionen. Und sie beweist, dass das Betonen der Stärken der Betroffenen zu einer Verbesserung des Gesundheitszustandes führen kann.

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Kurzes, intensives Intervalltraining hilft bei Panikattacken mehr als die Standardtherapie

Wissenschaftler haben in einer randomisierten, kontrollierten Studie gezeigt, dass Bewegungstherapie in Form von kurzem, intensiven Intervalltraining die Schwere von Panikattacken effektiver reduzieren kann als Entspannungstherapie.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Mit dem Lebensstil assoziierte metabolische Signatur sagt das Risiko für Amyotrophe Lateralsklerose voraus.
Muscle Nerve 09.02.2026

Serum-Neurofilament-Leichtketten und gliales fibrilläres saures Protein als Prädiktoren für Multiple Sklerose nach klinisch isoliertem Syndrom.
J Neurol 2026;273(2):128.

Gangstörungen als Frühmarker der Phänokonversion bei REM-Schlafverhaltensstörung.
Sci Rep 09.02.2026

Beurteilung mentaler und verhaltensbezogener nicht motorischer Symptome der Parkinson-Krankheit mittels KI eine systematische Übersichtsarbeit.
Commun Med (Lond) 09.02.2026

 
 
 
Neue S2k-Leitlinie zur Behandlung von Narkolepsie

Neue S2k-Leitlinie zur Behandlung von Narkolepsie

Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) hat gemeinsam mit weiteren Fachgesellschaften eine aktualisierte S2k-Leitlinie zur „Behandlung der Narkolepsie bei Erwachsenen und Kindern“ herausgegeben.

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KURZMELDUNGEN:

In Schweden hat sich die Diagnoserate der Autismus-Spektrum-Störung zwischen 1985 und 2020 verzehnfacht, mit einer höheren Prävalenz bei Mädchen als bisher angenommen.
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Laut einer neuen Studie geht die Menopause mit verringerter grauer Substanz sowie verstärkten Angstzuständen, Depressionen und Schlafstörungen einher.
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Forschende haben die genetischen Risikofaktoren von Angststörungen untersucht und starke Überschneidungen zu anderen psychischen Erkrankungen gefunden
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TERMINE:

ZNS-Tage 2026
26.02.-28.02.2026
Köln

60. Münchner EEG-Tage
11.03.-13.03.2026
München

Deutscher Kongress für Parkinson und Bewegungsstörungen
16.04.-18.04.2026
Leipzig

Basic Course: The Prechtl General Movement Assessment
27.04.-30.04.2026
Berlin

51. Jahrestagung der Gesellschaft für Neuropädiatrie
07.05.-09.05.2026
Linz (Österreich)

 
 

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