Ausgabe 20/2026

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Mittwoch, 13. Mai 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

die Augen sind sprichwörtlich „der Spiegel der Seele“ – aber auch der des Gehirns? Dieser Frage gehen US-amerikanische Forschende auf den Grund. Sie untersuchen mithilfe moderner Bildgebungsverfahren, ob Anomalien der Blutgefäße im Auge frühe Hinweise auf neurodegenerative Veränderungen im Gehirn liefern können. Erste Ergebnisse deuten darauf hin, dass bei Menschen mit leichten kognitiven Beeinträchtigungen eine überdurchschnittlich große Anzahl von Mikrovaskulatur-Anomalien zu finden ist. Doch auch ein einfacher Blutmarker könnte den Autoren zufolge in Zukunft zur Identifikation von Risikopatienten genutzt werden: kognitive Beeinträchtigungen gingen ebenfalls mit höheren Homocysteinspiegeln einher.

Einen weiteren Zusammenhang zwischen Augen und Gehirn haben taiwanesische Forschende entdeckt: Die Ergebnisse einer multinationalen Kohortenstudie deuten an, dass die Verwendung von Calcitonin-Gen-Related-Peptide(CGRP)-Inhibitoren zur Migräneprophylaxe mit einem um 25 Prozent reduzierten Risiko für Glaukome, eine der Hauptursachen für Erblindung, einhergehen. Eine mögliche Erklärung könnte darin liegen, dass sowohl Glaukom als auch Migräne mit Störungen der zerebrovaskulären Regulation einhergehen. Besonders interessant: Der beobachtete Effekt zeigte sich ausschließlich unter monoklonalen Antikörpern, nicht jedoch unter den Gepanten.

Kein erhöhtes Risiko zu erblinden, dafür aber für einen verstärkten Leidensdruck bei chronischen Schmerzen, haben laut einer weiteren US-amerikanischen Studie Menschen mit Gefühlsblindheit. Die Analyse von mehr als 1400 Schmerzpatienten zeigte: Ein höherer Grad an Alexithymie zu Studienbeginn ging zunächst mit stärkeren psychischen Belastungen nach einem Jahr einher, die wiederum eine stärkere schmerzbedingte Beeinträchtigung nach zwei Jahren vorhersagten. Den Autoren zufolge sollte Alexithymie daher stärker als Risikofaktor in der psychologischen Behandlung chronischer Schmerzen berücksichtigt werden.

Mehr zu diesen und weiteren Themen finden Sie wie immer in diesem Newsletter und auf unserem Nachrichtenportal. Ich wünsche Ihnen eine informative Lektüre!




   Ihre
   Lena Johannes

 

 
 
Mikrogefäßveränderungen im Auge könnten auf kognitiven Abbau hinweisen

Mikrogefäßveränderungen im Auge könnten auf kognitiven Abbau hinweisen

Forscher der Rutgers University, New Brunswick, USA, untersuchen mithilfe moderner Bildgebungsverfahren, ob Anomalien der Blutgefäße im Auge frühe Hinweise auf neurodegenerative Veränderungen im Gehirn liefern können.

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Wussten Sie, dass Migräne die häufigste neurologische Erkrankung in Deutschland ist? Sie betrifft hier ca. 18 Millionen Menschen.2
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Profitieren Kinder mit Autismus von Transkranieller Magnetstimulation?

Kinder mit Autismus-Spektrum-Störung (ASS) zeigen meist Einschränkungen ihrer sozialen Kommunikation. Eine Forschungsgruppe aus China berichtet nun im „British Medical Journal“ von deutlichen Verbesserungen dieses Defizits durch die nicht invasive Stimulation des primären Motorkortex.

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IHS für einen frühzeitigen Start der Migräne-Prophylaxe

Um der Migräneprogression entgegenzuwirken, spricht sich die International Headache Society (IHS) für eine frühzeitige Behandlung mit CGRP-basierten Prophylaktikaa aus.1 Zudem sollte bei fehlendem Ansprechen frühzeitig ein Switch erwogen werden.2 Zum Beispiel profitierten viele Patient:innen bei suboptimalem Ansprechen von einem Wechsel auf Vyepti® – und zwar umso mehr, je eher gewechselt wurde.3

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Gefühlsblindheit verstärkt Leidensdruck bei chronischen Schmerzen

Gefühlsblindheit verstärkt Leidensdruck bei chronischen Schmerzen

Menschen mit chronischen Schmerzen, denen es schwerfällt, ihre Emotionen zu erkennen und zu beschreiben, sind im Alltag häufig stärker beeinträchtigt. Der Grund: Eine erhöhte psychische Belastung durch das als Alexithymie bezeichnete Persönlichkeitsmerkmal. Zu diesem Schluss gelangt eine aktuelle Studie aus den USA.

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Kinecteen®: Kontinuität neu gedacht
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Kontinuität in der ADHS-Therapie ist zentral. Die neue 87er-Packung Kinecteen® erleichtert die Nachversorgung durch weniger Arztkontakte und bietet durch Substitutionsausschluss zusätzliche Sicherheit für eine unveränderte Abgabe. In Form der bewährten, erodierbaren Matrix-Tablette mit bis zu 12 Stunden Wirkdauer – für Kinder, Jugendliche und Erwachsene1 ist Kinecteen® nicht mehr austauschbar.

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Migräneprophylaxe: Hinweise auf reduziertes Glaukomrisiko unter CGRP-Inhibitoren

Zwei Fliegen mit einer Klappe: Weniger Migräne und ein geringeres Glaukomrisiko? Neue Studienerkenntnisse deuten an, dass dies unter einer Migräneprophylaxe mit CGRP-Inhibitoren der Fall sein könnte.

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ADHS besser verstehen: Forscher entwickelt neues Erklärmodell EHDH

ADHS besser verstehen: Forscher entwickelt neues Erklärmodell EHDH

Eine aktuelle Studie liefert nun einen neuen Erklärungsansatz für ADHS: Die Störung könnte weniger ein Aufmerksamkeitsdefizit sein als vielmehr ein Problem der Energieversorgung im Gehirn.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Cinnarizin vs. Topiramat zur Migräneprophylaxe bei Kindern: eine randomisierte, doppelblinde klinische Parallelgruppenstudie.
BMC Neurol 09.05.2026

Entwicklung KI-gestützter, 3D-gedruckter, abbaubarer Hydrogel-Mikronadeln zur transdermalen Verabreichung Progesteron-beladener fester Lipid-Nanopartikel zur Verlangsamung des Fortschreitens der Alzheimer-Krankheit.
Int J Pharm 2026 May 8:126967.

Beurteilung von Veränderungen der Haltungsstabilität und Lastverteilung bei Patienten mit Multipler Sklerose nach einem 12-wöchigen, von einem Physiotherapeuten erstellten Übungsprogramm mit selbstbestimmtem Tempo.
Med Sci Monit 2026 May 10:32:e951639.

Wirksamkeit der kognitiven Verhaltenstherapie in Kombination mit oralmotorischem Training bei Dysarthrie bei Patienten mit Parkinson-Krankheit.
Clin Neurol Neurosurg 2026 May 8:267:109469.

 
 
 

KURZMELDUNGEN:

US-amerikanische Forschende entdeckten, dass Narkolepsie mit Kataplexie mit der Degeneration von Neuronen in nicht nur einer, sondern zwei Hirnregionen einhergeht.
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Eine neue Studie aus den USA zeigt, dass die Myelinbildung durch den Glukosespiegel im Gehirn reguliert wird.
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Eine Studie mit im Labor gezüchteten Gewebemodellen des menschlichen Gehirns liefert Erkenntnisse dazu, wie das Antiepileptikum Valproat die frühe Gehirnentwicklung beeinflusst.
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TERMINE:

24. Münchner Neuroradiologie-Symposium
11.–13. Juni 2026
München

Neuropalliatives Frühsommersymposium
19. Juni 2026
Göttingen

 
 

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