Ausgabe 16/2026

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Mittwoch, 15. April 2026

Liebe Leserinnen und Leser,
fast 30 Prozent der Menschen mit schweren Depressionen sprechen nicht ausreichend auf Standardbehandlungen an. Ketamin ist eine der wenigen effektiven Alternativen bei therapieresistenten Depressionen, doch die Wirkung einer Dosis hält oft nur wenige Tage bis Wochen an, sodass eine regelmäßige Behandlung durch Infusionen notwendig wird. Japanische Forschende haben nun in einer neuen Studie gezeigt, dass die Kombination von Ketamin mit einem Inhibitor des Enzyms NADPH-Oxidase-1 zu einer signifikanten Verlängerung der Wirkungsdauer führt. Auch ein neuer Wirkstoff namens K-4, ein positiver allosterischer Modulator von AMPA-Rezeptoren, zeigt eine länger anhaltende antidepressive Wirkung als Ketamin und könnte künftig zur Entwicklung einer neuen Klasse von Antidepressiva beitragen.
Einer der vielen Risikofaktoren für Depressionen ist Narzissmus. Laut einer neuen Studie ist das Persönlichkeitsmerkmal jedoch wider Erwarten kaum das Resultat von familiärem Umfeld und Erziehungsstil. Stattdessen ist Narzissmus etwa zur Hälfte genetisch bedingt, wie Daten der erweiterten Zwillingsstudie „TwinLife“, in die auch Eltern und Geschwister einbezogen wurden, zeigen. Die übrigen 50 Prozent werden individuellen, nicht geteilten Umwelteinflüssen wie Erfahrungen in Partnerschaft, Beruf und Bildung zugeschrieben, die den Autoren zufolge künftig stärker in den Vordergrund rücken sollten.
Ein weiterer Einflussfaktor für die Entstehung psychischer Probleme wurde in einer US-amerikanischen Studie untersucht. Rauchen während der Schwangerschaft war mit einem erhöhten Risiko für multiple mentale und Verhaltensprobleme bei Kindern assoziiert, mit besonders ausgeprägten Effekten in der frühen Kindheit unter sieben Jahren und in der frühen Pubertät zwischen neun und zwölf Jahren. Die Effekte wurden bei Jungen und Mädchen gleichermaßen beobachtet und waren unabhängig vom familiären Hintergrund. Die Ergebnisse zeigen, dass bereits vergleichsweise einfache Maßnahmen wie der Verzicht auf Rauchen während der Schwangerschaft die mentale Gesundheit von Kindern langfristig verbessern können.
Ich wünsche Ihnen eine spannende Lektüre!




   Ihre
   Lena Johannes

 

 
 
Verlängerung der antidepressiven Wirkung von Ketamin

Verlängerung der antidepressiven Wirkung von Ketamin

Ketamin bietet eine schnelle Linderung bei therapieresistenten Depressionen, seine antidepressive Wirkung lässt jedoch innerhalb weniger Wochen nach. Japanische Forscher haben nun das Enzym NOX-1 als molekulares Ziel identifiziert, um die antidepressive Wirkung von Ketamin zu verlängern.

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Narzissmus in Familien ist überwiegend genetisch bedingt

Die Ergebnisse einer neuen Studie zeigen auf, dass Narzissmus in Familien zwar gehäuft vorkommt, diese Ähnlichkeit aber überwiegend genetisch bedingt ist. Das familiäre Umfeld und der Erziehungsstill sind hingegen nicht – wie bislang angenommen – der Ursprung für Narzissmus.

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MS: Diese HE-Therapie zeigt Sicherheit in Zahlen1

Sicherheitsupdate: Bei über 130.000 Patienten mit schubförmiger MSa (365.000 Patientenjahren) konnte unter MAVENCLAD® (Cladribin-Tabletten) kein bestätigter PML-Fall beobachtet werden.1 Weitere Daten vom ACTRIMS-Forum untermauerten die nachhaltige Krankheitskontrolle der oralen Impulstherapie, auch bei älter werdenden Patientenb.2–4

Referenzen | Pflichttext

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Rauchen während der Schwangerschaft mit einem höheren Risiko für psychische Probleme bei Kindern assoziiert

Rauchen während der Schwangerschaft mit einem höheren Risiko für psychische Probleme bei Kindern assoziiert

Laut einer großen Studie, die vom ECHO-Programm (Environmental influences on Child Health Outcomes) der National Institutes of Health finanziert wurde, haben Kinder, die vor der Geburt mütterlichem Rauchen ausgesetzt waren, ein höheres Risiko für Verhaltens- und psychische Probleme.

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Der Kongressfrühling rund um NMD

Der Kongressfrühling 2026 lädt erneut zum wissenschaftlichen Austausch ein. Begleiten Sie uns digital und treten Sie mit uns in NMDiskurs zu den Neuigkeiten der Kongresse SMA-Europe und MDA – von SMA bis DMD. Relevante klinische Daten und neue therapeutische Ansätze haben wir kompakt für Sie im NMDiskurs3 aufbereitet.

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Diabetes erhöht das Parkinson-Risiko: Welche Rolle die Ernährung spielt

Diabetes ist ein Risikofaktor für die Entstehung von Parkinson. Eine gesunde Ernährung kann das Risiko für beide Erkrankungen reduzieren. Anlässlich des Welt-Parkinson-Tages betonen deutsche Fachgesellschaften daher die Bedeutung der Ernährung in der Prävention.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Die Rolle des Alters bei der Wahl einer hochwirksamen Behandlung von Multipler Sklerose: eine Studie der österreichischen MS-Datenbank.
J Neurol 2026;273(5):262.

Auswirkungen der Vagusnervstimulation auf Häufigkeit und Intensität von Schmerzen bei chronischer Migräne bei Erwachsenen: Eine randomisierte kontrollierte Studie.
Physiol Rep 2026;14(7):e70843.

Erhöhte Werte des C-reaktiven Proteins stehen im Zusammenhang mit Suizidversuchen bei Jugendlichen mit bipolarer Störung.
Psychol Med, 13.04.2026

Subjektive und objektive Schlafparameter bei Patienten mit Schlaflosigkeit mit und ohne Depression.
Brain Behav 2026;16(4):e71342.

 
 
 
Mangel an Synapsen bei Schizophrenie?

Mangel an Synapsen bei Schizophrenie?

Forschende wiesen erstmals eine biologische Ursache für das individuelle Ausmaß kognitiver Einschränkungen bei Schizophrenie nach: Der Grad der Beeinträchtigung von Synapsen, nachgewiesen in aus Blutproben gewonnenen Neuronen, korreliert mit den kognitiven Problemen, die Patientinnen und Patienten im Alltag haben.

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KURZMELDUNGEN:

Ein internationales Team hat herausgefunden, dass Androgene das Wachstum von Ependymomen der hinteren Schädelgrube Typ A (PFA-Ependymom) antreiben.
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Eine Studie belegt, dass soziale Faktoren die Expression entzündungsrelevanter Gene beeinflussen und so die Wundheilung verzögern können.
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Eine deutsche Bevölkerungsumfrage zu Parkinson zeigt: Die Bereitschaft zur Früherkennung ist groß – aber das Wissen über die Erkrankung bleibt lückenhaft.
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TERMINE:

51. Jahrestagung der Gesellschaft für Neuropädiatrie
07.-09.Mai 2026
Linz (Österreich)

31. Wissenschaftliches Symposium des Norddeutschen Suchtforschungsverbunds
12. Mai 2026
Hamburg

Psychiatrie und Psychotherapie Refresher Berlin (hybrid)
28.-30. Mai 2026
Berlin

24. Münchner Neuroradiologie-Symposium
11.-13. Juni 2026
München

 
 

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