Ausgabe 51/2025

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Mittwoch, 17. Dezember 2025

Liebe Leserinnen und Leser,

diese Ausgabe starten wir mit der Zahl der Woche – der 36. Denn einer neuen Studie zufolge wären
36 Prozent der Demenzfälle in Deutschland vermeidbar. Insgesamt 14 veränderbare Risikofaktoren nennt die internationale Lancet-Kommission, von denen fünf in Deutschland eine besonders große Rolle spielen. Welche das sind und welche Risikoprofile die Studie darüber hinaus formuliert hat, lesen Sie in dieser Ausgabe.

Außerdem finden Sie diese Woche in unserem Newsletter ein Interview mit zwei deutschen Experten, die ein umfangreiches Review zum Thema Bewegungsstörungen verfasst haben. Dort gehen sie auf Pathophysiologie und Ursachen solcher Störungen ein und berichten auch, was Ärzte für die Praxis wissen sollten.

Aber auch darüber hinaus bleibt es spannend: Künstliche Intelligenz hält zunehmend Einzug in den klinischen Alltag. Diese Woche berichten wir über den „Methylation Classifier“ – ein KI-basiertes Diagnostikverfahren für Hirntumore, das inzwischen mehr als 180 Subtypen erkennen kann.

Und damit verabschiede ich mich für dieses Jahr von Ihnen. Ich danke Ihnen herzlich, dass Sie uns auch in diesem Jahr begleitet haben, und wünsche Ihnen besinnliche Feiertage! Nach einer zweiwöchigen Pause starten wir gemeinsam in ein neues Jahr voll spannender Entdeckungen rund um die Neurologie & Psychiatrie!




   Ihre
   Lena Johannes

 

 
 
Mehr als ein Drittel der Demenzfälle in Deutschland wäre vermeidbar

Mehr als ein Drittel der Demenzfälle in Deutschland wäre vermeidbar

Rund 36 Prozent der Demenzfälle in Deutschland hängen mit Risikofaktoren zusammen, die sich grundsätzlich beeinflussen lassen. Grundlage der Studie sind aktuelle Daten aus einer bundesweiten, repräsentativen Befragung von Menschen ab 40 Jahren.

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IHS plädiert für höhere Standards in der
Migräne-Therapie1

Da mit CGRP-basierten Migräneprophylaxen höhere Therapieziele erreichbar sind, diskutiert die International Headache Society (IHS) ambitionierte Ziele: Je nach Ausgangsfrequenz sollten nicht ≥50%, sondern ≥75% weniger MMD angestrebt werden – für verbesserte Kontrolle und mehr Lebensqualität.1 Mit Vyepti® erreichten nach der 1. Dosis ca. ein Drittel der Patient:innen dieses Ziel.2,3

Fachinformation | Referenzen

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Wie und warum Bewegungsstörungen entstehen

Ein Interview mit der Autorin Dr. Lisa Harder-Rauschenberger und dem Autor Prof. Dr. Chi Wang Ip aus der Neurologischen Klinik und Poliklinik des Uniklinikums Würzburg (UKW) zur Rolle von peripheren Nerventraumen und Rückenmarksverletzungen als Auslöser einer Dystonie.

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Multiple Sklerose: Kognition gehört dazu.

Kognitive Einschränkungen bei MS sind häufig, können bereits früh im Krankheitsverlauf auftreten und die Lebensqualität der Patienten beeinträchtigen.1,2 Daten zu Cladribin-Tabletten (MAVENCLAD®) zeigten, dass die kognitiven Fähigkeiten bei ca. 88 % der Patientena unter der oralen Impulstherapie über 4 Jahre erhalten blieben.3,b

Referenzen | Pflichttext

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„Methylation Classifier“: KI-gestützte molekulare Krebsdiagnose bei Hirntumoren

„Methylation Classifier“: KI-gestützte molekulare Krebsdiagnose bei Hirntumoren

Forschende haben einen weiteren Schritt zur präziseren Diagnose von Hirntumoren gemacht. Die neueste Version des KI-basierten „Heidelberg CNS Tumor Methylation Classifier“ erkennt mehr als 180 Tumorarten, doppelt so viele wie die Vorversion. Diese Weiterentwicklung kann Ärzten helfen, Tumoren des zentralen Nervensystems (ZNS) genauer zu bestimmen – und damit Therapien gezielter und schonender zu planen.

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VYVGART: Erste zielgerichtete Therapie bei CIDPa zugelassen

Mit VYVGART steht jetzt der erste neuartige Wirkmechanismus für CIDPa seit über 30 Jahren zur Verfügung.1,2,3 VYVGART überzeugte in der Zulassungsstudie ADHERE durch spürbare Verbesserungen der funktionellen Fähigkeiten4,b und ist als subkutane (s.c.) Fertigspritze zur Selbstapplikationc verfügbar1 – für mehr Eigenständigkeit im Alltag.

Pflichtangaben & Quellen.

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Biomarker im Liquor zur Diagnose der Parkinson-Krankheit

Eine neue Netzwerk-Metaanalyse zeigt, dass Liquor-Biomarker wie α-Syn-SAAs und NfL die Parkinson-Krankheit von anderen Parkinson-Syndromen und gesunden Kontrollen unterscheiden können.

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RYSTIGGO®: Wirtschaftlich und flexibel bei gMG

Die Behandlung der generalisierten Myasthenia gravis (gMG) erfordert eine starke Therapie, Flexibilität in der Anwendung und Wirtschaftlichkeit in der Verordnung.1-4
RYSTIGGO® ist zugelassen als Zusatzbehandlung zur Standardtherapie für erwachsene Anti-AChR- oder Anti-MuSK-Ak-positive gMG-Patient:innen4 und als bundesweite Praxisbesonderheit gemäß §130b SGB V anerkannt.1

Fachinformation | Pflichttext | Referenzen

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Wie Sensorineuraler Hörverlust bei Säuglingen die Hirnentwicklung beeinflusst

Wie Sensorineuraler Hörverlust bei Säuglingen die Hirnentwicklung beeinflusst

Hörverlust bei Säuglingen wirkt sich negativ auf die Entwicklung des Gehirns aus, wie eine aktuelle Studie zeigt. Die Autoren konstatieren auch, dass der Kontakt mit Geräuschen und Sprache – gesprochen oder gebärdet – eine normale Entwicklung fördert.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Die in vivo gemessene Lewy-Körper-Pathologie ist mit neuropsychiatrischen Symptomen im gesamten Spektrum der Alzheimer-Krankheit assoziiert.
Mol Psychiatry, 14.12.2025

Motorische Phänotypen und Neurofilament-Leichtkette bei genetischer amyotropher Lateralsklerose – Ergebnisse eines multizentrischen Screening-Programms.
J Neurol 2026;273:22.

Plasma-pTau217 und Neurofilament-Leichtkette als differenzierende Marker für progressive supranukleäre Blickparese bei der Parkinson-Krankheit.
Neurology 2026;106(1):e214406.

Psychologische Therapien für Schizophrenie und andere primäre psychotische Störungen: Hin zu Präzision, Personalisierung und praktischer Wirkung.
Schizophr Bull, 14.12.2025

 
 
 
 

KURZMELDUNGEN:

Eine längere reproduktive Lebensspanne ist bei Frauen mit Typ-2-Diabetes laut einer neuen Studie mit einem deutlich geringeren Risiko für Demenz verbunden.
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Eine neue S3-Leitlinie bündelt evidenzbasierte Empfehlungen für Diagnostik, Therapie und Versorgung von Jugendlichen und Erwachsenen mit cannabisbezogenen Störungen.
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Das Protein TDP-43, das mit ALS und Demenz verknüpft ist, reguliert einer neuen Studie zufolge auch die DNA-Mismatch-Reparatur.
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TERMINE:

15. Fachtag Sexualität & Psyche – Dimensionen des Begehrens
16.-17. Januar 2026
Mülheim an der Ruhr

27. Jahrestagung der Norddeutschen Vereinigung für Schlafmedizin
17. Januar 2026
Hamburg

ANIM 2026 – 40. Arbeitstagung NeuroIntensivMedizin 43. Jahrestagung der DGNI und DSG
5. – 7. Februar 2026
Dortmund

Tagung des Fachverbandes für Dokumentation und Informationsmanagement in der Medizin
23.-24. Februar 2026
Leipzig

 
 

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