Ausgabe 47/2025

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Mittwoch, 19. November 2025

Liebe Leserinnen und Leser,

die Diagnostik der Amyotrophen Lateralsklerose (ALS) bleibt trotz moderner Methoden eine komplexe Aufgabe. Insbesondere die Abgrenzung zu klinisch ähnlichen neurodegenerativen Erkrankungen führt in der Praxis immer wieder zu Verzögerungen.
Eine neue Studie des Universitätsklinikums Bonn und des Alfried Krupp Krankenhauses Essen hat untersucht, inwieweit bestimmte Blutmarker die diagnostische Genauigkeit bei ALS verbessern können. Die Forschenden analysierten zwei Biomarker, die im Zusammenhang mit ALS bereits diskutiert werden, und zeigten, dass die Kombination beider Marker die Diagnosegenauigkeit verbessert.
Die Ergebnisse liefern Hinweise sowohl für die Diagnostik als auch für die Einschätzung des Krankheitsverlaufs. Welche Marker im Fokus standen und welche Unterschiede sich zwischen den Patientengruppen zeigten, können Sie im Newsletter nachlesen.
Außerdem erfahren Sie in dieser Ausgabe, wie ein einzelnes Gen psychische Erkrankungen verursachen kann, wie Mehrsprachigkeit die Hirnalterung verlangsamt und welche weiteren aktuellen Forschungsergebnisse die Neurowissenschaften derzeit bewegen.
 
Eine aufschlussreiche Lektüre wünscht Ihnen




   Ihre
   Lena Johannes

 

 
 
Kombination zweier Blutmarker verbessert Diagnosegenauigkeit bei ALS

Kombination zweier Blutmarker verbessert Diagnosegenauigkeit bei ALS

Eine Studie des Universitätsklinikums Bonn und des Alfried Krupp Krankenhauses Essen zeigt, dass die Kombination zweier Blutmarker die Diagnose der Amyotrophen Lateralsklerose (ALS) deutlich verbessern kann. Die Ergebnisse liefern neue Hinweise für eine präzisere Diagnostik und Verlaufseinschätzung.

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ECTRIMS: Daten bestätigen Ocrelizumab in der First Line

Beim ECTRIMS präsentierte Roche neue Daten, die den Einsatz von Ocrelizumab als First Line Therapie über ein breites MS-Spektrum stützen. Die Ergebnisse der pädiatrischen MS-Studie OPERETTA 2 belegen, dass Ocrelizumab bei Jugendlichen mit RRMS eine wirksame Kontrolle der Krankheitsaktivität ermöglicht. Diese und weitere Daten finden Sie auf der ECTRIMS-Highlight-Seite.

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Mutationen des GRIN2A-Gens können psychische Erkrankungen verursachen

Bisher gingen Wissenschaftler davon aus, dass psychische Erkrankungen auf ein Zusammenspiel vieler verschiedener, unter anderem genetischer Faktoren zurückzuführen sind. Nun belegt eine internationale Studie unter Federführung der Humangenetik der Universitätsmedizin Leipzig erstmals, dass Veränderungen in einem einzelnen Gen eine psychische Erkrankung verursachen können. Diese neue Erkenntnis ist kürzlich im Fachjournal „Molecular Psychiatry“ publiziert worden.

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MS vernetzt – der interdisziplinäre Podcast

Gemeinsam mit renommierten Expertinnen und Experten wirft Frau Dr. med. Melanie Schütte, Neurologin am Universitätsklinikum Düsseldorf, den Blick über den Tellerrand der MS-Therapie hinaus. Für einen interdisziplinären Austausch, der Fachbereiche verbindet. Bequem in informativen Folgen jederzeit – auch unterwegs – anhören! „MS vernetzt“ ist eine hörenswerte Initiative der HEXAL AG.

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Mechanische Signale steuern Synapsenbildung im Gehirn

Mechanische Signale steuern Synapsenbildung im Gehirn

Ein internationales Forschungsteam zeigt, dass mechanische Eigenschaften des Gehirngewebes wesentlich zur Ausbildung neuronaler Netzwerke und elektrischer Signalübertragung beitragen. Die Ergebnisse liefern neue Hinweise auf mögliche Mechanismen neurologischer Entwicklungsstörungen.

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VYVGART jetzt als Fertigspritze zur
Selbstapplikation*

VYVGART ist nun auch als s.c. Fertigspritze zusätzlich zur Standardtherapie zugelassen und gibt Menschen mit AChR-Ak-positiver generalisierter Myasthenia gravis ein Stück Unabhängigkeit: Die Fertigspritze ist mit wenigen Handgriffen gebrauchsfertig und kann von Patient:innen selbst oder Pflegepersonen verabreicht werden1,* – ob zuhause oder auf Reisen.

Pflichtangaben & Quellen

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Mehrsprachigkeit verlangsamt Hirnalterung

Wer regelmäßig mehrere Sprachen spricht, zeigt biologisch langsameres Altern. Eine europäische Untersuchung mit über 86.000 Teilnehmenden deutet darauf hin, dass Mehrsprachigkeit kognitive Reserve aufbaut und potenziell vor Demenz schützt.

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RYSTIGGO®: Wirtschaftlich und flexibel bei gMG

Die Behandlung der generalisierten Myasthenia gravis (gMG) erfordert eine starke Therapie, Flexibilität in der Anwendung und Wirtschaftlichkeit in der Verordnung.1-4 RYSTIGGO® ist zugelassen als Zusatzbehandlung zur Standardtherapie für erwachsene Anti-AChR- oder Anti-MuSK-Ak-positive gMG-Patient:innen4 und als bundesweite Praxisbesonderheit gemäß §130b SGB V anerkannt.1

Fachinformation | Referenzen | Pflichttext

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Diagnose der Myasthenia gravis: Vorsicht bei niedrigen Antikörper-Titern

Diagnose der Myasthenia gravis: Vorsicht bei niedrigen Antikörper-Titern

Der Radioimmunpräzipitationsassay (RIPA) ist der Goldstandard, um Acetylcholinrezeptoren(AChR)-Antikörper bei Patienten mit Myasthenia gravis nachzuweisen. Allerdings kann es vor allem bei niedrigen Antikörpertitern zu falsch positiven Ergebnissen und damit zu Fehldiagnosen kommen, wie ein italienisches Forscherteam in „Neurology“ berichtet.

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Vitamin-D-Supplementierung verbessert Kernsymptomatik bei Autismus-Spektrum-Störung

Eine Vitamin-D3-Supplementierung mittels Nanoemulsion lässt bei Kindern mit Autismus-Spektrum-Störung (ASD) den Plasmaspiegel des Vitamins ansteigen und verbessert die ASD-Symptome. Das geht aus einer Studie ägyptischer Wissenschaftler hervor.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Rolle der 2-[18F]FDG-PET als Biomarker für die Beteiligung der oberen Motoneuronen bei amyotropher Lateralsklerose.
J Neurol 2025;272(12):766.

Wirksamkeit eines auf MRT-Bildern basierenden Deep-Learning-Algorithmus zur Erkennung eines akuten ischämischen Schlaganfalls: Bewertung durch verschiedene Befunder.
Eur Radiol, 17.11.2025

Langfristige kognitive Folgen der Prodromal- und leichten Demenz mit Lewy-Körperchen: eine Kohortenstudie.
Geroscience, 18.11.2025

Ein Einzelzell-Multi-Omics-Ansatz identifiziert Immunzellen, die Migräne auslösen, und wiederverwendbare Therapeutika.
J Headache Pain 2025;26(1):255.

 
 
 
 

KURZMELDUNGEN:

Die Legalisierung von Cannabis könnte laut einer deutschen Pilotuntersuchung für mehr Psychosen und Aufnahmen in Kliniken verantwortlich sein.
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Die Parkinson Stiftung hat den digitalen Chatbot jAImes vorgestellt. Er bietet rund um die Uhr geprüfte Informationen zu Symptomen, Diagnose und Therapie der Parkinson-Krankheit für Betroffene, Angehörige und Fachkräfte.
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Eine zuverlässige Anfallskontrolle soll durch neue Therapien wie beispielsweise die Gentherapie zukünftig auch bei bislang therapieresistenten Epilepsieformen erreicht werden. Hierzu berichtete die DGN im Zuge ihres Jahreskongresses in Berlin.
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TERMINE:

Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde
26. – 29. November 2025
Berlin

33. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin
27. – 29. November 2025
Hannover

25. Kongress der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin
3. – 5. Dezember 2025
Hamburg

19th European Headache Congress
3. – 6. Dezember
Lissabon, Portugal

 
 

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