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Liebe Leserinnen und Leser,
Menschen mit Schizophrenie leiden häufig unter auditorische Halluzinationen, die für die Betroffenen eine starke Belastung darstellen können. Denn oft werden die Stimmen im Kopf als bedrohlich oder befehlend wahrgenommen. Dazu kommt, dass herkömmliche medikamentöse oder psychotherapeutische Behandlungen bei dieser Symptomatik oft nur unzureichend wirksam sind.
Als alternativer Therapieansatz wurde in der Vergangenheit immer wieder die transkranielle Magnetstimulation untersucht, bei der die für Sprache und Sprachverstehen verantwortlichen Gehirnbereiche durch Magnetfelder stimuliert werden. Für einen eindeutigen Wirknachweis haben die Ergebnisse der zumeist kleinen Studien allerdings nicht ausgereicht. Diese Lücke schließt nun eine große Studie an sieben deutschen Universitätskliniken mit 138 Teilnehmern. Sie konnte zeigen, dass wiederholte Theta-Burst-Stimulationen über einen Zeitraum von drei Wochen die auditorischen Halluzinationen der Studienteilnehmer signifikant stärker reduzieren konnten als Scheinbehandlungen. Damit steht Schizophrenie-Patienten, die unter den Stimmen in ihrem Kopf leiden, eine weitere Therapieoption zur Verfügung, die nicht nur wirksam, sondern auch gut verträglich ist und an die individuellen Bedürfnisse angepasst werden kann. Ein echter Fortschritt.
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