Ausgabe 21/2026

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Mittwoch, 20. Mai 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

Drogen gelten seit jeher als Auslöser und Verstärker psychischer Erkrankungen. Psychedelika rücken allerdings seit einigen Jahren zunehmend auch als potenzielle Therapieoption bei Depressionen in den Fokus. Eine neue Studie des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein zeigt beispielsweise, dass zwei moderate bis hohe Dosen LSD mit Veränderungen der weißen Substanz in Hirnarealen einhergingen, die typischerweise bei Depressionen beeinträchtigt sind. Parallel dazu besserten sich die Symptome der Betroffenen über einen Zeitraum von zwölf Wochen.

Doch nicht jeder Patient profitiert gleichermaßen – und die Risiken einer solchen Behandlung sind nach wie vor nicht zu unterschätzen. Ein internationales Forscherteam unter Leitung der Charité in Berlin hat daher die Erfahrungen von mehr als 150 Therapeuten ausgewertet, die psychedelisch unterstützte Behandlungen durchführen, und daraus geeignete sowie weniger geeignete Patientenprofile abgeleitet. Als günstig erwiesen sich unter anderem ein stabiles soziales Umfeld, Offenheit für neue Erfahrungen und eine professionelle therapeutische Begleitung. Vorsicht sei hingegen insbesondere bei bestehendem Substanzkonsum sowie paranoiden, schizoiden oder schizotypen Persönlichkeitsmerkmalen geboten. Langfristig wollen die Forschenden auf Basis der Daten ein digitales Tool entwickeln, das die Erfolgsaussichten einer psychedelischen Therapie besser einschätzen kann.

Außerdem möchte ich Sie auf die neue Leitlinie zur Behandlung aneurysmatischer Subarachnoidalblutungen hinweisen, die auf der European Stroke Organisation Conference in Maastricht vorgestellt wurde. Empfohlen werden unter anderem eine Versorgung des rupturierten Aneurysmas innerhalb von 24 Stunden, die Behandlung auf spezialisierten neurologischen Stationen mit hoher Fallzahl sowie die orale Gabe von Nimodipin. Gleichzeitig sprechen sich die Leitlinien gegen mehrere bislang diskutierte medikamentöse Ansätze aus, darunter antifibrinolytische Therapien, Statine oder Magnesium. Die wichtigsten Empfehlungen der neuen Leitlinie – darunter auch Aspekte zu Coiling, Stents und Hydrozephalusmanagement – haben wir für Sie in einem Beitrag zusammengefasst.

Ich wünsche Ihnen eine spannende Lektüre und ein schönes langes Wochenende!




   Ihre
   Lena Johannes

 

 
 
Wie LSD bei Depressionen helfen könnte

Wie LSD bei Depressionen helfen könnte

Forschende wiesen nach, dass zwei moderate bis hohe Dosen LSD mit einer erhöhten Integrität der weißen Substanz in Hirnarealen einhergehen, die typischerweise bei Depressionen Beeinträchtigungen aufweisen.

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VYVGART bei CIDPa:
Handlungsempfehlungen von Expert:innen

Wer ist für die Umstellung auf VYVGART geeignet?a Und was ist dabei in der Praxis konkret zu beachten? Diese und weitere Fragen beantworten führende nationale Expert:innen in den aktuellen Handlungsempfehlungen zu VYVGART bei CIDP.

Pflichtangaben & Quellen

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Depression: Wem können Psychedelika helfen und wem schaden sie?

Die psychedelisch unterstütze Therapie zur Behandlung psychischer Erkrankungen wird kontrovers diskutiert. Um die Therapie künftig präziser einzusetzen, haben Forschende unter Leitung der Charité therapeutische Erfahrungen weltweit gebündelt und beschreiben in „Nature Mental Health“ das Profil eines passenden Patientenbildes.

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Voruntersuchungen für eine Alzheimer-Therapie
mit Kisunla®

Eine frühzeitige Alzheimer-Diagnose kann den Weg zu einer Therapie, z. B. mit Kisunla®1 eröffnen. Welche Voruntersuchungen sind nötig, welche können Hausärzt:innen durchführen und welche sollten fachärztliche Zuweiser:innen übernehmen? Wir stellen nützliche Materialien für Hausärzt:innen und Zuweiser:innen zur Verfügung.

1. Fachinformation Kisunla® | Pflichttext Kisunla®

Computer, woman and doctor writing report in clinic for research, diagnosis or treatment. Tech, medical service and female healthcare worker with referral document for paperwork in hospital office
 
 
Neue Leitlinie zur Behandlung aneurysmatischer Hirnblutungen veröffentlicht

Neue Leitlinie zur Behandlung aneurysmatischer Hirnblutungen veröffentlicht

Die drei führenden Fachgesellschaften zur Behandlung aneurysmatischer Hirnblutungen haben auf der European Stroke Organisation Conference in Maastricht (Belgien) ihre neue Leitlinie vorgestellt.

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Spastik-Therapie: Die digitale Dysport®
Dosierungshilfe

Die digitale Dysport®-Dosierungshilfe unterstützt Sie bei der Spastik-Therapie der oberen und unteren Extremitäten mit AboBoNT-A dabei, die adäquate Dosis je Muskel zu bestimmen, die Konzentration zu ermitteln und das Injektionsvolumen zu definieren. Die zugelassene Dosierungsbreite wird dabei nicht über- oder unterschritten. Zudem lässt sich der Behandlungsplan herunterladen.

Zur Fachinformation | DYS-DE-003772

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Zwei Wirkstoffe fördern die Remyelinisierung bei Multipler Sklerose

Multiple Sklerose ist die häufigste chronische neurologische Erkrankung bei jungen Erwachsenen; derzeit sind keine Medikamente verfügbar, die Nervenschäden reparieren können. Eine Doktorarbeit weist nun die Wirksamkeit zweier Wirkstoffmoleküle beim Anstoßen der Remyelinisierung nach.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Nicht invasive Diagnose der Parkinson-Krankheit mittels hochabdeckender Exhalat-Metabolomik: Eine Proof-of-Concept-Studie.
Anal Chem 17.05.2026

Der Zusammenhang zwischen objektiver und subjektiver kognitiver Leistungsfähigkeit sowie klinischer und MRT-Krankheitslast bei früher Multipler Sklerose.
Sci Rep 16.05.2026

Diagnostischer und prognostischer Wert der Neurofilament-Leichtkette im Blut beim ischämischen Schlaganfall: Eine Metaanalyse auf Basis individueller Patientendaten.
J Neurol 2026;273(6):316.

Bewertung der Wirksamkeit von Cannabinoid-Zusammensetzungen zur Behandlung von drei Klassen chronischer Schmerzen: Eine Real-World-Evidence-Studie.
Clin Ther 2026:S0149-2918(26)00136-0.

 
 
 
Erbliche Epilepsie erfolgreich im Mausmodell behandelt

Erbliche Epilepsie erfolgreich im Mausmodell behandelt

Ein Forschungsteam der Universität Zürich hat erstmals Mäuse mit einer vererbbaren Form der Epilepsie erfolgreich behandelt. Die Korrektur des genetischen Fehlers mittels Geneditierung in den Hirnzellen senkte die Häufigkeit fieberbedingter Anfälle und erhöhte das Überleben der Tiere deutlich. 

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KURZMELDUNGEN:

Ein neuer Ansatz führt im Mausmodell dazu, dass sich neue neuronale Verknüpfungen in verletztem Rückenmark bilden, die die verloren gegangene Funktion teilweise wiederherstellen.
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Bei komplexen strategischen Entscheidungen geht eine kürzere Überlegensdauer mit einer höheren Qualität der Entscheidung einher.
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Statt mangelnder Willenskraft halten uns neurobiologische Mechanismen, die sowohl evolutionär angelegt als auch in der Erziehung begründet sind, davon ab, gesund zu leben.
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TERMINE:

24. Münchner Neuroradiologie-Symposium
11.–13. Juni 2026
München

Neuropalliatives Frühsommersymposium
19. Juni 2026
Göttingen

 
 

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