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Liebe Leserinnen und Leser,
Ein kleiner Tropfen Blut – viel zu wenig für einen Vampir, aber möglicherweise bald genug, um Alzheimer zu diagnostizieren: Forschende aus England haben gezeigt, dass relevante Alzheimer-Biomarker erstmals zuverlässig aus Fingerstich-Blut nachweisbar sind, das zu Hause auf eine Trockenblutkarte gegeben und an ein Labor geschickt werden kann. Auch wenn der Test aktuell noch nicht klinisch einsetzbar ist, zeigen die Ergebnisse, dass Alzheimer-Biomarker künftig unkompliziert und niedrigschwellig nachweisbar sein könnten.
Bevor Biomarker-Tests angewendet werden, braucht es natürlich zunächst einen Verdacht. Um weitere neurodegenerative Erkrankungen frühzeitig zu erkennen, sollten Sie bei depressiven Symptomen in älteren Patienten die Ohren spitzen: Eine neue Studie aus China zeigt nämlich, dass Depressionen im höheren Lebensalter häufig den Diagnosen Parkinson oder Lewy-Body-Demenz vorausgehen. Eine engmaschige Beobachtung könnte es künftig ermöglichen, diese Erkrankungen früher zu erkennen.
Und wo wir gerade beim Thema Parkinson sind: Im April findet in Leipzig der Deutsche Kongress für Parkinson und Bewegungsstörungen statt. Unter dem Leitthema „Vom Gen zum System – Der kinetische Code“ beleuchtet das Programm den Weg von molekularbiologischen Grundlagen bis hin zu den neuesten Therapieansätzen. Ein kleiner Tipp von mir: Falls Sie sich registrieren möchten, können Sie bis zum 31. Januar noch vom Frühbucherrabatt profitieren.
Außerdem lesen Sie in dieser Ausgabe unter anderem, wie Hörgeräte und Brillen Demenz vorbeugen können, wie Luftverschmutzung in der Kindheit die Kognition im Erwachsenenalter beeinträchtigt, und welche Rolle das Gehirn bei der Entstehung von Bluthochdruck spielt.
Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Lesen!
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