Ausgabe 30/2025

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Mittwoch, 23. Juli 2025

Liebe Leserinnen und Leser,

die Pathologie der Multiplen Sklerose (MS) geht auf eine autoimmunvermittelte Entzündung zurück. Inzwischen mehren sich die Hinweise, dass das Epstein-Barr-Virus (EBV) maßgeblich an diesen Prozessen beteiligt ist. So konnten Forschende bereits zeigen, dass Antikörper gegen eine spezielle Peptidsequenz innerhalb der EBV-Kernantigen(EBNA)-1-Region mit bestimmten Proteinen aus dem Zentralnervensystem kreuzreagieren und so autoreaktive Immunprozesse auslösen können. Ein Forscherteam der Medizinischen Universität Wien hat nun einen Test entwickelt, der diese Autoantikörper erkennt. Bei fast allen Personen, bei denen mit dem Test innerhalb von drei Jahren nach der EBV-Serokonversion wiederholt hohe IgG-Antikörpertiter nachgewiesen wurden, wurde im Follow-up MS diagnostiziert. Darüber hinaus wurden bei allen Personen, bei denen zu allen analysierten Zeitpunkten kontinuierlich hohe Antikörpertiter nachgewiesen wurden, bereits innerhalb von sieben Jahren nach der EBV-Infektion MS festgestellt. Entsprechend sind die Forschenden optimistisch, dass durch ihren Test eine sehr frühe Phase der MS lange vor Auftreten von ersten Symptomen bereits immunologisch erkennbar ist und damit möglicherweise schon viel früher als bislang therapeutisch eingegriffen werden kann.
Die Details zur Studie sowie weitere interessante Meldungen können Sie im Newsletter nachlesen.
Eine aufschlussreiche Lektüre wünscht Ihnen




   Ihre
   Eva Junker

 

 
 
Erster Test zur Bestimmung des Multiple-Sklerose-Risikos entwickelt

Erster Test zur Bestimmung des Multiple-Sklerose-Risikos entwickelt

Ein Forschungsteam der MedUni Wien, Österreich, hat einen Bluttest entwickelt, der es ermöglicht, das Risiko für die Entwicklung einer Multiplen Sklerose (MS) bereits Jahre vor dem Auftreten erster Symptome mit hoher Sicherheit zu erkennen.

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sNfL-Spiegel bei MS – früher Einstieg mit
Ocrelizumab

sNfL bieten neue Perspektiven für das MS-Monitoring. Wer sNfL-Spiegel testet merkt früher, wann es Zeit ist, gegenzusteuern. Ocrelizumab kann als Einstiegstherapie bei allen Formen der MS die sNfL-Spiegel deutlich reduzieren. Finden Sie praxisnahe Informationen sowie Expertenvideos zu sNfL auf der Schwerpunktseite.

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Referenzen

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Studie findet spezifische kognitive Defizite nach COVID-Erkrankung

Eine Forschungsgruppe am Campus Heidelberg der SRH University zeigt in einer groß angelegten Online-Studie, dass eine COVID-19-Erkrankung mit spezifischen Gedächtnisproblemen einhergehen kann. Betroffen ist vor allem die Fähigkeit, ähnliche Erinnerungen auseinanderzuhalten – eine Funktion des Hippocampus.

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Mikroglia als Hauptakteure in der
MS-Progression

Bisher wurde angenommen, dass periphere B- und T-Zellen die Hauptauslöser von MS sind.1,2 Neue Erkenntnisse zeigen, dass neben diesen auch aktivierte B-Zellen und krankheitsassoziierte Mikroglia im ZNS beteiligt sind.2,3 Letztere tragen wesentlich zu schwelender Neuroinflammation und schubunabhängiger Behinderungsprogression in MS bei.1,2,4

Referenzen

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Trainierte Hunde können Parkinson erschnüffeln

Trainierte Hunde können Parkinson erschnüffeln

Im Ruhrgebiet hilft ein Therapiehund Parkinson-Patienten. Nun zeigt eine Studie: Trainierte Hunde können die Krankheit auch erschnüffeln.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Biomarker der Thromboelastographie mit Thrombozyten-Mapping sagen die Ausbreitung von Hämatomen nach spontanen intrazerebralen Blutungen voraus.
Stroke, 18.07.2025

Gentherapie vs. Cochlea-Implant zur Wiederherstellung der Hörfunktion und Sprachwahrnehmung bei Menschen mit angeborener Taubheit.
JAMA Neurology, 21.07.2025

Entwicklungstendenzen bei Kopfschmerzen: Eine italienische schulbasierte Studie zu alters- und geschlechtsspezifischen Veränderungen der klinischen Merkmale und der Belastung von der Kindheit bis zum Jugendalter.
Ther Adv Neurol Dis, 18.07.2025

Einnahme von Antiepileptika in der Frühschwangerschaft und das Risiko schwerer Fehlbildungen beim Neugeborenen.
Neurology, 16.07.2025

 
 

Gezielte Aktivierung der Mikroglia verzögert Alzheimer-Prozesse

Forscher der Medizinischen Fakultät der Universität Freiburg haben im Tiermodell entdeckt, dass bei Alzheimer nur solche Mikrogliazellen auf äußere Reize reagieren, die weiter entfernt von Plaques liegen. Gelingt es, diese Immunzellen gezielt zu aktivieren, verzögern sich Alzheimer-typische Veränderungen im Gehirn deutlich.

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Projektmanager der Immunabwehr im Gehirn

Projektmanager der Immunabwehr im Gehirn

Ein Team von Forschenden am TWINCORE – Zentrum für Experimentelle und Klinische Infektionsforschung in Hannover – hat gemeinsam mit Kooperationspartnern herausgefunden, wie die Zusammenarbeit von Immunzellen im Gehirn koordiniert wird.

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KURZMELDUNGEN:

Könnten sie sich heute noch einmal entscheiden, würde fast ein Fünftel der Praxisinhaber eine angestellte Tätigkeit der Niederlassung vorziehen. Dies zeigt eine Fokus-Befragung der Stiftung Gesundheit.
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Obwohl für die allermeisten der mehr als 74 Millionen gesetzlich Versicherten inzwischen eine elektronische Patientenakte (ePA) angelegt wurde, hat bislang nur ein Bruchteil der Versicherten  darauf zugegriffen. Das geht aus Daten der Techniker Krankenkasse, der Barmer und der Allgemeinen Ortskrankenkassen hervor.
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TERMINE:

DGN-Special Neuroimmunologie
8.  – 9. September 2025
Frankfurt a. M.

37. Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie
18. – 20. September 2025
Weimar

11. Stuttgarter Symposium der AMSEL
20. September 2025
Stuttgart / online

50. Jahrestagung der Gesellschaft für Neuropädiatrie und 21. Fortbildungsakademie
2. – 4. Oktober 2025
Bern, Schweiz

 
 

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