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die Pathologie der Multiplen Sklerose (MS) geht auf eine autoimmunvermittelte Entzündung zurück. Inzwischen mehren sich die Hinweise, dass das Epstein-Barr-Virus (EBV) maßgeblich an diesen Prozessen beteiligt ist. So konnten Forschende bereits zeigen, dass Antikörper gegen eine spezielle Peptidsequenz innerhalb der EBV-Kernantigen(EBNA)-1-Region mit bestimmten Proteinen aus dem Zentralnervensystem kreuzreagieren und so autoreaktive Immunprozesse auslösen können. Ein Forscherteam der Medizinischen Universität Wien hat nun einen Test entwickelt, der diese Autoantikörper erkennt. Bei fast allen Personen, bei denen mit dem Test innerhalb von drei Jahren nach der EBV-Serokonversion wiederholt hohe IgG-Antikörpertiter nachgewiesen wurden, wurde im Follow-up MS diagnostiziert. Darüber hinaus wurden bei allen Personen, bei denen zu allen analysierten Zeitpunkten kontinuierlich hohe Antikörpertiter nachgewiesen wurden, bereits innerhalb von sieben Jahren nach der EBV-Infektion MS festgestellt. Entsprechend sind die Forschenden optimistisch, dass durch ihren Test eine sehr frühe Phase der MS lange vor Auftreten von ersten Symptomen bereits immunologisch erkennbar ist und damit möglicherweise schon viel früher als bislang therapeutisch eingegriffen werden kann.
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