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Liebe Leserinnen und Leser,
die Entwicklung chimärer Antigenrezeptor(CAR)-T-Zellen hat die Therapie von Leukämien und Lymphomen revolutioniert. Indem das köpereigene Immunsystem gentechnisch ermächtigt wird, sich wieder gegen die Tumorzellen zu richten, gelingt in vielen Fällen nicht nur eine Behandlung von Krebsarten, bei denen andere Therapien nicht mehr anschlagen, sondern auch eine wirklich personalisierte Medizin. Diesen innovativen Ansatz der B-Zell-Depletion macht sich in zunehmendem Maße auch die Neuroimmunologie zunutze. Jüngstes Beispiel hierfür ist die erfolgreiche Behandlung zweier Patienten mit Chronisch inflammatorischer demyelinisierender Polyneuropathie (CIDP) durch Mediziner der Ruhr-Universität Bochum. Schon wenige Tage nach Verabreichung der veränderten T-Zellen waren im Blut der Patienten keine krankheitsvermittelnden B-Zellen mehr nachweisbar und die Patienten konnten sich wieder sicher fortbewegen. Auch objektive Messwerte wie klinische Scores und neurophysiologische Untersuchungen verbesserten sich zum Teil erheblich, wie die Forschenden berichten.
Ein individuelles Behandlungsmanagement der Myasthenia gravis verspricht hingegen die digitale Plattform MyaLink, die unter anderem von einer Ausgründung der Charité Berlin entwickelt wurde. Indem Patienten in und über eine App ein Symptomtagebuch führen, das vom behandelnden Arzt ausgewertet werden kann, soll nach Vorstellung der Entwickler eine individuelle Therapieanpassung und bedarfsgerechte Kommunikation möglich werden.
Die Details zum Einsatz der CAR-T-Zellen bei CIPD, zur Funktionsweise von MyaLink sowie weitere interessante Meldungen können Sie im Newsletter nachlesen.
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