Ausgabe 13/2026

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Mittwoch, 25. März 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

was würden Sie sagen, wenn sich das Demenzrisiko älterer Frauen bis zu 25 Jahre im Voraus vorhersagen ließe? Zu schön, um wahr zu sein? Eine aktuelle amerikanische Studie legt nahe, dass wir dieser Vorstellung näher sind als gedacht, denn ein Bluttest auf den Biomarker p-tau217 erweist sich als starker Prädiktor für kognitive Beeinträchtigungen und Demenz. Je höher der Ausgangswert, desto höher die Wahrscheinlichkeit, im späteren Verlauf des Lebens zu erkranken. Ausnahmsweise schaute diese Studie jedoch nur auf Frauen – Männer müssen sich also wohl noch etwas gedulden.

Bei Menschen mit Down-Syndrom hingegen muss man das Alzheimer-Risiko gar nicht erst vorhersagen. Aufgrund des zusätzlichen Chromosoms 21, auf dem auch das Gen für das Amyloidvorläuferprotein APP liegt, erkrankt fast jeder Betroffene im Laufe seines Lebens an Alzheimer. Dass erste Anzeichen oft auch deutlich früher auftreten und sich je nach Ausgangszustand der kognitiven Fähigkeiten stark unterscheiden können, macht eine spezialisierte Versorgung umso notwendiger. Laut Alzheimer Forschung Initiative e.V. wären daher strukturierte Ausgangsuntersuchungen im jüngeren Erwachsenenalter sinnvoll, um die Basis für eine frühzeitige Diagnostik und Begleitung zu schaffen.

Außerdem gibt es diese Woche zwei spannende Ansätze im Bereich des Digitalen. Zum einen hilft eine neue App Erwachsenen mit ADHS dabei, ihre Symptome zu verbessern und die Lebensqualität zu steigern. Auch wenn sie nicht als Therapieersatz gedacht ist, kann sie die Wartezeit bis Therapiebeginn überbrücken und auch im Nachgang helfen, erlernte Verhaltensweisen im Alltag zu festigen. Zudem deutet eine Studie darauf hin, dass ein zwölfwöchiges Online-Programm zu ketogener Stoffwechseltherapie Depressionen und Angstzustände effektiv lindern kann. Da müssten die Osternaschereien nächste Woche wohl besser im Nest bleiben.

Ich wünsche Ihnen dennoch süße Erkenntnisse für Ihre Praxis!




   Ihre
   Lena Johannes

 

 
 
Ein Bluttest kann Demenz bei Frauen bis zu 25 Jahre im Voraus vorhersagen

Ein Bluttest kann Demenz bei Frauen bis zu 25 Jahre im Voraus vorhersagen

Ein Bluttest könnte das Risiko für eine spätere Demenz bei Frauen bereits Jahrzehnte vor dem Auftreten erster Symptome anzeigen. In einer Langzeitstudie erwies sich der Biomarker p-tau217 als starker Prädiktor für kognitive Beeinträchtigungen und Demenz.

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Aimovig – organunabhängiger Hauptstoffwechselweg1,b

Aimovig hat sich in der Migräne-Prophylaxe bereits 7 Jahre in der Praxis bewährt.2-11 Achten Sie auch auf Wechselwirkungen bei Ihren Migräne-Patienten!

Bei Aimovig…
…spielt die hepatische Clearance keine wesentliche Rolle bei der Elimination.b
…findet die Verstoffwechslung nicht durch Cytochrom-P450-Enzyme statt.1
…kam es zur Reduktion der Tage mit Akutmedikation.c,6

Pflichtangaben | Fachinformation

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Menschen mit Down-Syndrom haben ein extrem hohes Alzheimer-Risiko

Menschen mit Down-Syndrom haben ein sehr hohes Risiko, im Laufe ihres Lebens an Alzheimer zu erkranken. Dennoch ist dieser Zusammenhang in Öffentlichkeit und Medizin noch wenig bekannt. Zum Welt-Down-Syndrom-Tag weist die Alzheimer Forschung Initiative e.V. auf Herausforderungen bei Diagnose, Versorgung und Forschung hin.

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Update: Anti-Amyloid-Therapie jetzt leitliniengestützt

Die aktualisierte S3-Leitlinie „Demenzen“ empfiehlt erstmals den Einsatz von gegen Amyloid-gerichteten Therapien bei früher symptomatischer Alzheimer-Krankheit.1 Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, welche Rahmenbedingungen gelten, und wie kann ein krankheitsmodifizierender Ansatz das Fortschreiten kognitiver und funktioneller Beeinträchtigungen verlangsamen?

1. S3-Leitlinie Demenzen, Version 6.0.

Updated Human Brain on Soft Blue Soft Background
 
 
 
 
ADHS-Symptome bei Erwachsenen lassen sich mit digitaler Anwendung verringern

ADHS-Symptome bei Erwachsenen lassen sich mit digitaler Anwendung verringern

Erwachsene mit ADHS sind oft unkonzentriert und haben Probleme, ihrem Alltag eine Struktur zu geben. Viele Betroffene benötigen eine Therapie, die Plätze dafür sind jedoch rar. Eine digitale Anwendung kann hier sofort unterstützen und zeigt ähnliche Erfolge wie eine Verhaltenstherapie. Dies hat eine wissenschaftliche Studie gezeigt, die im Fachjournal „Psychological Medicine“ veröffentlicht wurde.

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Kostenloses Online-Webinar:
DiGA bei ADHS und Depression

Sichern Sie sich noch heute Ihre Teilnahme an unserem kostenlosen MEDICE Online (CME-)Webinar 2026. In unserem interaktiven Online-Webinar lernen Sie die DiGAs attexis® und Selfapy: Depression kennen und erfahren von unseren Experten, wie Sie diese in die Therapie einbinden, damit Ihre Patient:innen im Alltag optimal profitieren.

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Online-Programm zu ketogener Stoffwechseltherapie reduziert Depressionssymptome

Eine neue Studie legt nahe, dass ein online angebotenes, gruppenbasiertes Programm zur ketogenen Stoffwechseltherapie (KMT) zu einer signifikanten und klinisch relevanten Linderung von Depressionen und Angstzuständen führen kann.

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Subtile Symptome der MS-Progression
erkennen und monitoren

Die schwelende Neuroinflammation ist von Beginn der MS an aktiv und treibt die Behinderungsprogression im Verlauf voran.1, 2 Symptome können sich sukzessive verschlechtern, bevor sie klinisch nachweisbar sind.3, 4 Ein proaktives Monitoring ist hierbei essenziell.1

Referenzen

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Kurzinterventionen senken Risiko für erneuten Suizidversuch

Kurzinterventionen senken Risiko für erneuten Suizidversuch

Ein einziges Gespräch kann den Unterschied machen: Strukturierte Kurzinterventionen nach einem Suizidversuch senken das Risiko für einen erneuten Versuch deutlich. Dies zeigt eine internationale Meta-Analyse unter Leitung der Universität Zürich.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Lacosamid versus Propranolol bei episodischer Migräne: eine randomisierte, kontrollierte Doppelblindstudie.
Mol Neurobiol 2026;63(1):512.

Exosomen aus Fettgewebestammzellen als aufkommende Neurotherapeutika bei durch Adipositas induzierter diabetischer Neuropathie.
Biomed Pharmacother 2026;198:119218.

Serum-Hepcidin-Spiegel korrelieren mit schlechten Behandlungsergebnissen bei Patienten mit schwerem Schädel-Hirn-Trauma: Eine zweizentrische, analytische Beobachtungsstudie.
Int J Gen Med 2026;19:591982.

Pilotstudie mit randomisierter Kontrollgruppe zum Online-Programm ReFresh zur Bewältigung von Fatigue bei Menschen mit Parkinson-Krankheit.
Neurodegener Dis Manag, 23.03.2026.

 
 
 

KURZMELDUNGEN:

Eine Studie deutet darauf hin, dass vernetzte Geräte wie Smartphones und Smartwatches dabei helfen könnten, subtile Veränderungen der Gehirngesundheit frühzeitig zu erkennen.
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Bei einer fettreichen Ernährung können lebende Darmbakterien direkt ins Gehirn gelangen, was potenziell Auswirkungen auf die neurologische Gesundheit hat.
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Das bisher papiergebundene Anzeige-, Antrags- und Gutachterverfahren in der ambulanten Psychotherapie kann künftig digital abgewickelt werden.
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TERMINE:

Deutscher Kongress für Parkinson und Bewegungsstörungen
16.04.-18.04.2026
Leipzig

51. Jahrestagung der Gesellschaft für Neuropädiatrie
07.05.-09.05.2026
Linz (Österreich)

31. Wissenschaftliches Symposium des Norddeutschen Suchtforschungsverbunds
12.05.2026
Hamburg

7. Medicinal Cannabis Congress: Resilienz und psychische Stabilität – ein ganzheitlicher Ansatz
28.05.-29.05.2026
Berlin

 
 

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