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Liebe Leserinnen und Leser,
was würden Sie sagen, wenn sich das Demenzrisiko älterer Frauen bis zu 25 Jahre im Voraus vorhersagen ließe? Zu schön, um wahr zu sein? Eine aktuelle amerikanische Studie legt nahe, dass wir dieser Vorstellung näher sind als gedacht, denn ein Bluttest auf den Biomarker p-tau217 erweist sich als starker Prädiktor für kognitive Beeinträchtigungen und Demenz. Je höher der Ausgangswert, desto höher die Wahrscheinlichkeit, im späteren Verlauf des Lebens zu erkranken. Ausnahmsweise schaute diese Studie jedoch nur auf Frauen – Männer müssen sich also wohl noch etwas gedulden.
Bei Menschen mit Down-Syndrom hingegen muss man das Alzheimer-Risiko gar nicht erst vorhersagen. Aufgrund des zusätzlichen Chromosoms 21, auf dem auch das Gen für das Amyloidvorläuferprotein APP liegt, erkrankt fast jeder Betroffene im Laufe seines Lebens an Alzheimer. Dass erste Anzeichen oft auch deutlich früher auftreten und sich je nach Ausgangszustand der kognitiven Fähigkeiten stark unterscheiden können, macht eine spezialisierte Versorgung umso notwendiger. Laut Alzheimer Forschung Initiative e.V. wären daher strukturierte Ausgangsuntersuchungen im jüngeren Erwachsenenalter sinnvoll, um die Basis für eine frühzeitige Diagnostik und Begleitung zu schaffen.
Außerdem gibt es diese Woche zwei spannende Ansätze im Bereich des Digitalen. Zum einen hilft eine neue App Erwachsenen mit ADHS dabei, ihre Symptome zu verbessern und die Lebensqualität zu steigern. Auch wenn sie nicht als Therapieersatz gedacht ist, kann sie die Wartezeit bis Therapiebeginn überbrücken und auch im Nachgang helfen, erlernte Verhaltensweisen im Alltag zu festigen. Zudem deutet eine Studie darauf hin, dass ein zwölfwöchiges Online-Programm zu ketogener Stoffwechseltherapie Depressionen und Angstzustände effektiv lindern kann. Da müssten die Osternaschereien nächste Woche wohl besser im Nest bleiben.
Ich wünsche Ihnen dennoch süße Erkenntnisse für Ihre Praxis!
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