|
Liebe Leserinnen und Leser,
das Rückenmark galt lange Zeit nur als Datenleitung, die Informationen von peripheren Sinneswahrnehmungen an die zentrale Recheneinheit, das Gehirn, weiterleitet. Doch diese vereinfachte Sicht wird der tatsächlichen Leistung der Medulla spinalis offenbar nicht gerecht, wie jüngst Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Neurobiologie (LIN) und der Universitätsmedizin Magdeburg zeigen konnten. Denn auf dem Weg zum Gehirn werden die Signale im Rückenmark moduliert – je nachdem, wie überraschend oder vorhersagbar die Sinnesreize auftreten. Damit zeigen die Forschenden, dass Vorwissen die Reizverarbeitung nicht erst im Gehirn, sondern bereits im Rückenmark verändert.
Ob das Rückenmark auch für die Beobachtungen Greifswalder Wissenschaftler verantwortlich ist, ist bislang noch unklar, aber durchaus vorstellbar. Denn die Forschenden konnten zeigen, dass Operationen an der Wirbelsäule nicht nur Alltagsfunktionen wiederherstellen, sondern auch die kognitive Leistungsfähigkeit verbessern können. Dies sei insbesondere auch für ältere Patienten ein interessanter Aspekt, betonen die Wissenschaftler. Dennoch sei es weiterhin wichtig, die Operationen mit erfahrenen Chirurgen an das individuelle Risikoprofil der Betroffenen anzupassen.
Die Details zu den Studien sowie weitere interessante Neuigkeiten können Sie im Newsletter nachlesen.
Eine aufschlussreiche Lektüre wünscht Ihnen
|