Ausgabe 05/2025

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Mittwoch, 29. Januar 2025

Liebe Leserinnen und Leser,

das Rückenmark galt lange Zeit nur als Datenleitung, die Informationen von peripheren Sinneswahrnehmungen an die zentrale Recheneinheit, das Gehirn, weiterleitet. Doch diese vereinfachte Sicht wird der tatsächlichen Leistung der Medulla spinalis offenbar nicht gerecht, wie jüngst Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Neurobiologie (LIN) und der Universitätsmedizin Magdeburg zeigen konnten. Denn auf dem Weg zum Gehirn werden die Signale im Rückenmark moduliert – je nachdem, wie überraschend oder vorhersagbar die Sinnesreize auftreten. Damit zeigen die Forschenden, dass Vorwissen die Reizverarbeitung nicht erst im Gehirn, sondern bereits im Rückenmark verändert.

Ob das Rückenmark auch für die Beobachtungen Greifswalder Wissenschaftler verantwortlich ist, ist bislang noch unklar, aber durchaus vorstellbar. Denn die Forschenden konnten zeigen, dass Operationen an der Wirbelsäule nicht nur Alltagsfunktionen wiederherstellen, sondern auch die kognitive Leistungsfähigkeit verbessern können. Dies sei insbesondere auch für ältere Patienten ein interessanter Aspekt, betonen die Wissenschaftler. Dennoch sei es weiterhin wichtig, die Operationen mit erfahrenen Chirurgen an das individuelle Risikoprofil der Betroffenen anzupassen.

Die Details zu den Studien sowie weitere interessante Neuigkeiten können Sie im Newsletter nachlesen.

Eine aufschlussreiche Lektüre wünscht Ihnen




   Ihre
   Eva Junker

 

 
 
Das Rückenmark ist mehr als nur eine Datenautobahn

Das Rückenmark ist mehr als nur eine Datenautobahn

Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Neurobiologie (LIN) und der Universitätsmedizin Magdeburg konnten in einer Studie zeigen, dass das Rückenmark weit mehr ist als ein bloßer Übertragungsweg, der Sinnesreize aus dem Körper weiterleitet. Stattdessen kommt es dort bereits zu einer Vorverarbeitung der Informationen.

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Wirbelsäulenoperationen können die Denkfähigkeit verbessern

Ein Greifswalder Forschungsteam konnte zeigen, dass Wirbelsäulenoperationen nicht nur Alltagsfunktionen wiederherstellen können, sondern auch zu einer Verbesserung der geistigen Leistungsfähigkeit führen – sogar bei älteren Menschen.

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Schlaganfall: Vaskulärer „Fingerabdruck“ der Retina kann Risiko vorhersagen

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Ein vaskulärer „Fingerabdruck“ auf der Netzhaut kann das Schlaganfallrisiko einer Person genauso gut vorhersagen wie herkömmliche Risikofaktoren allein, jedoch ohne die Notwendigkeit mehrerer invasiver Labortests, so das Ergebnis einer Studie.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Vorhersage der individuellen Schmerzempfindlichkeit anhand einer neuen kortikalen Biomarkersignatur. JAMA Neurology, 27.01.2025

Durchimpfungsrate und ihre Determinanten bei Patienten mit Multipler Sklerose – eine multizentrische Querschnittsstudie. Ther Adv Neurol Dis, 24.01.2025

Zusammenhang zwischen polygenem Risikoscore für fünf Erkrankungen und dem Fortschreiten der Alzheimer-Krankheit, Biomarkern und Amyloidablagerungen. Neurology, 21.01.2025

Psychiatrische, neurologische und somatische Komorbiditäten bei intermittierender explosibler Störung. JAMA Psychiatry, 22.01.2025

 
 

Multiple Sklerose: Höheres Risiko für psychische Erkrankungen während und nach der Schwangerschaft

Frauen mit Multipler Sklerose (MS) haben im Vergleich zu Frauen mit anderen chronischen Erkrankungen ein höheres Risiko für perinatale psychische Erkrankungen. So eine Studie des Institute for Clinical Evaluative Sciences (ICES), Kanada.

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CSU will Umgang mit psychisch Kranken reformieren

CSU will Umgang mit psychisch Kranken reformieren

Weil der mutmaßliche Täter von Aschaffenburg wohl psychisch krank ist, hat Ministerpräsident Söder angekündigt, Gesetze schärfen zu wollen. Nun äußert sich auch seine Partei dazu.

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KURZMELDUNGEN:

Um die Versorgung psychisch erkrankter Menschen in Hamburg zu verbessern, richtet die Hansestadt in den sieben Bezirken jeweils gemeindepsychiatrische Verbünde ein, in denen die verschiedenen Anbieter ihr Angebote zu Versorgung schwer erkrankter Menschen künftig bündeln können.
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Niedergelassene könnten pro Jahr bis zu drei Millionen stationär versorgte Behandlungsfälle problemlos ambulant übernehmen, konstatiert das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi). Für den einzelnen Arzt wäre das weniger als ein zusätzlicher Behandlungsfall pro Tag.
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TERMINE:

Kongress der Deutschen Gesellschaft für Klinische Neurophysiologie und Funktionelle Bildgebung 2025
12. – 15. März 2025
Frankfurt

27. Kongress des Medizinisch-Wissenschaftlichen Beirates der Deutschen Gesellschaft für Muskelkranke
19. – 21. März 2025
Gießen

13. Dreiländertagung der Deutschen und Österreichischen Gesellschaft für Epileptologie und der Schweizerischen Epilepsie-Liga
26. – 29. März 2025
Salzburg, Österreich

 
 

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