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Liebe Leserinnen und Leser,
die Genvariante ApoE4 gilt schon lange als wichtigster genetischer Risikofaktor für die Alzheimer-Demenz. Das nah verwandte ApoE3 erhöht die Anfälligkeit für die Erkrankung hingegen anscheinend nicht. Weshalb das so ist, war bislang unklar.
Nun haben Forschende vom Max Delbrück Center und der Universität Aarhus in Dänemark das Geheimnis offenbar gelüftet. Demnach können Neuronen, die dem ApoE4-Protein ausgesetzt sind, keine langkettigen Fettsäuren als alternative Energiequelle nutzen. Diese Form der Energiegewinnung ist aber gerade im alternden Gehirn von großer Bedeutung. Denn mit zunehmendem Alter verlieren Nervenzellen die Fähigkeit, Glukose zu verwerten. Steht ihnen keine andere Energiequelle zur Verfügung, sterben sie ab.
Die neuen Erkenntnisse liefern nicht nur ein neues Puzzleteil für das Verständnis, was bei neurodegenerativen Erkrankungen wie der Alzheimer-Demenz im Gehirn passiert. Sie bieten auch Anlass zur Hoffnung, mit bereits verfügbaren Medikamenten den Fettsäurestoffwechsel in ApoE4-exprimierenden Zellen wiederherstellen zu können.
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