Ausgabe 23/2026

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Montag, 01. Juni 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

in einer neuen Artikelserie in „The Lancet Regional Health – Europe“ warnen die Autoren vor einer wachsenden Krankheitslast durch chronische Lebererkrankungen. Schätzungen zufolge lebt inzwischen etwa jeder dritte Mensch in der EU und Großbritannien mit einer stoffwechseldysfunktion-assoziierten steatotischen Lebererkrankung. Zudem ist Alkohol für rund 40 Prozent der jährlich 287.000 vorzeitigen leberbedingten Todesfälle in Europa verantwortlich. Die Autoren fordern unter anderem eine frühere Diagnostik in der Primärversorgung, nicht invasive Fibrose-Screenings sowie eine engere Verzahnung der Lebergesundheit mit Strategien zu Adipositas, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Wie eng Leber- und kardiovaskuläre Gesundheit miteinander verknüpft sind, zeigt eine aktuelle Studie in „Clinical Gastroenterology and Hepatology“. Demnach geht eine Fettleber mit einer erhöhten Belastung an nicht verkalkten, rupturgefährdeten Koronarplaques sowie mit einem signifikant erhöhten Risiko für schwerwiegende kardiovaskuläre Ereignisse einher. In einer Analyse mit mehr als 3600 Patienten war die hepatische Steatose unabhängig von klassischen Risikofaktoren mit einem um 69Prozent erhöhten Risiko für schwerwiegende kardiovaskuläre Ereignisse assoziiert. Die Autoren sehen in der Fettleber daher nicht nur eine Lebererkrankung, sondern auch einen relevanten Marker für ein erhöhtes kardiovaskuläres Risiko.

Lesen Sie mehr zu diesen und weiteren Themen aus der Allgemeinmedizin im heutigen Newsletter und auf unserem Nachrichtenportal.

Ich wünsche Ihnen eine interessante Lektüre und eine gute Woche.




   Ihr
   Ingo Schroeder

 

 
 
Chronische Lebererkrankungen in Europa: Die vermeidbare Krise unterhalb des Radars

Chronische Lebererkrankungen in Europa: Die vermeidbare Krise unterhalb des Radars

In einer neuen Artikelserie in „The Lancet Regional Health – Europe“ fordern die Autoren, Lebererkrankungen stärker in umfassendere nationale und EU-weite politische Strategien zu Ernährung, Alkohol, Adipositas, öffentlicher Gesundheit und nicht übertragbaren Krankheiten einzubinden.

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Advertorial

Herzklopfen sollte eine Freude sein.
Kein Befund.

Bei erhöhtem kardiorenalen Risiko empfiehlt die NVL frühzeitig eine Kombinationstherapie.2 Ozempic® direkt mit Metformin* für eine leitliniengerechte Therapie.

Referenzen & Pflichttext

biermann
 

Mehr Hochrisikoplaques bei Menschen mit Fettleber

Menschen mit Fettleber weisen offenbar eine höhere Menge an nicht verkalkten, rupturgefährdeten Koronarplaques und ein fast doppelt so hohes Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse auf wie Menschen ohne Fettleber. Das zeigen die Ergebnisse einer aktuellen Studie in „Clinical Gastroenterology and Hepatology“.

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Cochrane-Review: PSA-Screening senkt wahrscheinlich die Sterblichkeit durch Prostatakrebs

Cochrane-Review: PSA-Screening senkt wahrscheinlich die Sterblichkeit durch Prostatakrebs

Ob Bluttests auf das Prostata-spezifische Antigen (PSA) zur Früherkennung von Prostatakrebs mehr Nutzen als Schaden bringen, wird auch in Deutschland seit Jahren kontrovers diskutiert. Ein aktualisierter Cochrane-Review zeigt: Das PSA-Screening senkt innerhalb der untersuchten Zeitspanne von 23 Jahren wahrscheinlich das Risiko, an Prostatakrebs zu sterben.

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Genomweite Assoziationsstudien enthüllen Genetik von Blutfetten

Forschende des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) haben neue Erkenntnisse darüber gewonnen, wie das menschliche Erbgut die chemische Struktur und Konzentration von Blutfetten beeinflusst. Im Genom identifizierten sie mehr als 50 Regionen, deren Bedeutung für den Fettstoffwechsel bislang unbekannt war.

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Ist der „Jo-Jo-Effekt“ wirklich ein klinisches Problem?

Ist der „Jo-Jo-Effekt“ wirklich ein klinisches Problem?

Eine erneute Gewichtszunahme nach einem Gewichtsverlust, allgemein bekannt als „Jo-Jo-Effekt“, wird oft als schädlich dargestellt – sogar als schädlicher als anhaltendes Übergewicht. Neue Ergebnisse legen jedoch nahe, dass diese weit verbreitete Auffassung nicht durch stichhaltige wissenschaftliche Belege gestützt wird.

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PANORAMA:

Zum Weltnichtrauchertag unterstreicht die Deutsche Krebsgesellschaft ihre Forderung nach strengeren Regulierungen für Tabak- und Vaping-Produkte und zeigt auf, warum sich ein Rauchstopp auch im hohen Alter lohnt.
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Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert den von der Humboldt-Universität koordinierten Sonderforschungsbereich „Mechanismen und Störungen der Gedächtniskonsolidierung: Von Synapsen zu Systemen“ für weitere vier Jahre.
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Kaum ein politisches Gebiet ist so vermint, wie das Gesundheitswesen. Viele Lobbygruppen zerren in Sachen Gesundheitsreform am selben Strang – in verschiedene Richtungen. Bayern will sich gegen Kürzungen bei Ärzten stark machen.
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TERMINE:

Allgemeinmedizin Refresher Köln (Programm B, hybrid)
10.–13. Juni 2026
Köln

52. Jahrestagung der Gesellschaft für Neonatologie und Pädiatrische Intensivmedizin
17.–19. Juni 2026
Mannheim

ASCO Breakthrough 2026
25.–27. Juni 2026
Singapur

Kongress „Kopfschmerzen und kein Ende – im Kontext mit Bewegungsstörungen“
26.–28. Juni 2026
Pörtschach am Wörthersee (Österreich)

 
 

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