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Liebe Leserinnen und Leser,
aktuelle Daten aus der Adipositas-Ambulanz der Dokuz-Eylül-Universität in der Türkei unterstreichen die Bedeutung geschlechtsspezifischer Unterschiede bei Adipositas. Adipöse Männer wiesen häufiger einen größeren Taillenumfang, höhere Leberenzym- und Triglyceridwerte sowie erhöhte Kreatininspiegel auf – typische Marker für viszerale Fettakkumulation, metabolische Komplikationen und Leberschädigung. Frauen mit Adipositas zeigten dagegen signifikant höhere Gesamt- und LDL-Cholesterinwerte sowie erhöhte Entzündungsmarker, was auf ein verstärkt entzündliches Profil und ein erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen und Typ-2-Diabetes hinweist.
Wie eng Adipositas, Ernährung und Entzündung verknüpft sind, illustrieren neue präklinische Daten des Mass General Brigham in Boston (USA). Bereits eine kurzfristige, fettreiche Ernährung führte in Mausmodellen zu einem raschen und selektiven Verlust von lymphoiden Zellen des angeborenen Immunsystems. In der Folge kam es zu reduzierten Interleukin‑22-Spiegeln, erhöhter Darmpermeabilität und einer proinflammatorischen Aktivierung. Diese Veränderungen sind offenbar durch Ernährungsumstellung reversibel, was darauf hindeutet, dass frühzeitige Interventionen zur Wiederherstellung des Immungleichgewichts beitragen könnten.
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Ich wünsche Ihnen eine interessante Lektüre und eine gute Woche.
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