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Liebe Leserinnen und Leser,
in einer US-amerikanischen Langzeitstudie wurden 12.400 zu Studienbeginn im Mittel etwa 55 Jahre alte, demenzfreie Personen über median 26,3 Jahre beobachtet. Während dieser Zeit entwickelten 3008 Teilnehmende eine Demenz. Ohne die drei vaskulären Risikofaktoren Bluthochdruck, Diabetes und Rauchen betrug die erwartete demenzfreie Lebenszeit 30,1 Jahre. Bei einem Risikofaktor sank sie auf 26,3, bei zwei auf 21 und bei allen drei auf 17,5 Jahre. Die Ergebnisse unterstützen damit die Empfehlungen der „Lancet Commission on Dementia Prevention“, die Hypertonie, Diabetes mellitus und Rauchen zu den wichtigsten modifizierbaren Risikofaktoren einer Demenz zählt.
Der Glukosestoffwechsel ist dabei komplexer, als die klassische Gleichsetzung von Insulinresistenz und Gesundheitsrisiko nahelegt. Genetische Daten aus der UK Biobank mit 458.784 Teilnehmenden zeigen, dass 524 Träger bestimmter schädigender INSR-Missense-Varianten trotz leichter Hyperinsulinämie ein überraschend günstiges Stoffwechselprofil aufwiesen. Sie hatten unter anderem niedrigere Blutfettwerte, niedrigere LDL- und höhere HDL-Cholesterinwerte sowie niedrigere Leberenzymwerte. Ein erhöhtes Risiko für Typ-2-Diabetes, kardiovaskuläre Erkrankungen, Krebs oder die Gesamtsterblichkeit wurde nicht beobachtet. Die Befunde deuten darauf hin, dass nicht jede Form der Insulinresistenz metabolisch nachteilig sein muss.
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Ich wünsche Ihnen eine interessante Lektüre und eine gute Woche.
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