Ausgabe 34/2026

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Montag, 17. August 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

lassen sich mit der Videolaryngoskopie bessere Ergebnisse erzielen als mit herkömmlichen Laryngoskopen? Anhand der Ergebnisse der kürzlich in „JAMA Network Open“ publizierten, randomisierten klinischen Studie COVALENT beantwortet deren Erstautor Dr. Benedikt Schmid (Universitätsklinik Würzburg) diese Frage eindeutig mit „Ja“. Die Videolaryngoskopie ermöglicht dieser zufolge nicht nur häufiger eine erfolgreiche Intubation bereits beim ersten Versuch, sondern verkürzt auch die Atemwegssicherung nach Fehlschlägen und reduziert kleinere Verletzungen. Nach Ansicht der Studienautoren sprechen die Ergebnisse dafür, die Videolaryngoskopie künftig als Standardverfahren im Operationssaal einzusetzen.

Vor der besorgniserregenden Zunahme von Antibiotikaresistenzen, die insbesondere Neugeborene und schwerkranke Kinder auf  Intensivstationen gefährdet, warnen die Autoren einer Studie in „JAMA Pediatrics“. Demnach haben die Antibiotikaresistenzen bei unter 18-Jährigen zwischen 2004 und 2022 in jeder Weltregion zugenommen. Zur Vermeidung von Resistenzbildung spielt der rationale und verantwortungsvolle Einsatz von Antibiotika eine wesentliche Rolle. Global gesehen werden Antibiotika aber auch heutzutage noch nicht optimal eingesetzt, wie eine Studie in „The Lancet Public Health“ aufzeigt (siehe „Unsere Auswahl: Aktuelles aus Internationalen Journals“). Auch in Deutschland werden deren Ergebnissen zufolge zu viele speziellere Mittel mit höherem Risiko für Antibiotikaresistenzen (sogenannte „Watch“-Antibiotika) eingesetzt.

Lesen Sie weitere spannende Meldungen Ihres Fachgebietes im heutigen Newsletter und auf BIERMANN MEDIZIN. Einen guten Start in die Woche wünscht




   Ihre
   Dr. Aileen Hochhäuser

 

 
 
Bessere Sicht, mehr Sicherheit im OP: Videolaryngoskopie überzeugt im Vergleich

Bessere Sicht, mehr Sicherheit im OP: Videolaryngoskopie überzeugt im Vergleich

Mit welchem Verfahren beziehungsweise mit welchem Laryngoskop lassen sich bei der endotrachealen Intubation die besten Ergebnisse erzielen? Forschende liefern mit den Ergebnissen der COVALENT-Studie eine Antwort auf diese Frage.

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ZAVICEFTA®: Frühzeitiger Therapiebeginn bei MDR-Infektionen

Bei MDR-Infektionen zählt jede Stunde: ZAVICEFTA® innerhalb von 42 h kann die 30-Tage-Mortalität nahezu halbieren (10,7 % vs. 19,1 %; p=0,030) und die klinische Erfolgsrate signifikant steigern (73,3 % vs. 63,4 %; p=0,046).1

Quellen & Fachinformation

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Alarmierende Zunahme von Antibiotikaresistenzen bei Kindern

Eine neue globale Monitoring-Plattform warnt vor einer signifikanten Zunahme der Antibiotikaresistenzen in den kommenden zehn Jahren. Besonders gefährdet sind dadurch Neugeborene und schwerkranke Kinder auf Intensivstationen.

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Nach der Narkose: Weibliche Gehirne reagieren anders auf Ketamin

Nach der Narkose: Weibliche Gehirne reagieren anders auf Ketamin

Während einer Ketamin-Narkose verstummen die Nervenzellen, beim Erwachen vernetzen sie sich neu. Forschende konnten nun erstmals nachweisen, dass Immunzellen im Gehirn bei diesem Prozess eine entscheidende Rolle spielen – mit geschlechtsspezifischen Unterschieden. 

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Schätzung der optimalen Einsatzmengen von Antibiotika gemäß dem WHO-Konzept „Access, Watch, Reserve“ (AWaRe) in 186 Ländern, Territorien und Regionen auf der Grundlage der klinischen Infektions- und Resistenzbelastung.
Lancet Public Health 2026;11(8):e476–e486.

Prophylaktische Maßnahmen zur Vorbeugung von Rebound-Schmerzen nach peripheren Nervenblockaden bei Erwachsenen: Eine systematische Übersichtsarbeit und Netzwerk-Metaanalyse randomisierter kontrollierter Studien.
Anaesthesia 2026;81(9):1281–1292.

Zeitpunkt der Nierenersatztherapie bei Patienten mit akutem Nierenversagen und Sepsis: Eine systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse.
BMC Nephrol 18.06.2026

 
 

Hypothermie in der Notaufnahme korreliert mit erhöhter Mortalität

Während Fieber bei Kindern in der Notaufnahme klinische Aufmerksamkeit erregt, wird eine niedrige Körpertemperatur oft unterschätzt. Eine US-Studie zeigt nun, dass Hypothermie bei der Vorstellung ein unabhängiger Risikofaktor für die Krankenhausmortalität ist – insbesondere bei Kindern ohne Vorerkrankungen.

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Erhöhter Behandlungsbedarf bei Pneumonie: Einfacher Blutwert gibt Hinweise

Erhöhter Behandlungsbedarf bei Pneumonie: Einfacher Blutwert gibt Hinweise

Marburger Forschende haben einen Weg gefunden, um früher vorhersagen zu können, welche Patienten mit Pneumonie ein höheres Risiko für eine Behandlung auf der Intensivstation haben oder länger im Krankenhaus bleiben werden.

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KURZMELDUNGEN:

Klingt kurios, aber soll im Krisenfall helfen: Auf Basis einer umgebauten Toilettenkabine ist an der Uniklinik RWTH Aachen eine mobile, telemedizinische Versorgungseinheit entstanden, die in Katastrophengebieten zum Einsatz kommen soll.
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Für kleinere Belange rücken im Landkreis Cloppenburg seit 2025  Gemeindenotfallsanitäter mit einem speziellen Akut-Einsatzfahrzeug aus. Das entlastet den Rettungsdienst. Das Modell könnte laut Innenministerium bald in ganz Niedersachsen Schule machen.
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Bundesumweltminister Carsten Schneider will dem Bund mehr Handlungsspielraum beim Umgang mit steigenden Temperaturen geben. Für einen besseren Hitzeschutz  will er das Grundgesetz ändern.
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TERMINE:

Anästhesietage Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen (ABBSAT) 2026
4.–5. September 2026
Leipzig

43rd European Society of Regional Anaesthesia & Pain Therapy Annual Congress
9.–12. September 2026
Lissabon (Portugal)

PädAir – Pädiatrisches Airway Management
11. September 2026
Berlin

Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie
16.–18. September 2026
Kassel

 
 

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