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Liebe Leserinnen und Leser aus der Anästhesiologie und Intensivmedizin,
Patienten, die sich einer Herzkatheteruntersuchung unterziehen, müssen in der Regel mehrere Stunden vor dem Eingriff nüchtern bleiben. Eine Studie aus Australien stellt diese gängige Praxis infrage. Die Ergebnisse der SCOFF-Studie deuten darauf hin, dass für Patienten, bei denen ein Herzkathetereingriff unter Analgosedierung vorgenommen wird, eine präoperative Nüchternheitsregelung möglicherweise nicht erforderlich ist. Sowohl in Bezug auf den primären Endpunkt (Aspirationspneumonie, Hypotonie, Hyperglykämie, Hypoglykämie) als auch mit Blick auf die Patientenzufriedenheit erwies sich der Verzicht auf die Regelung zur Nahrungskarenz im Vergleich zur Nüchternheit als vorteilhaft.
Besonders bei komplexen chirurgischen Eingriffen kann es im Nachgang zu – mitunter lebensbedrohlichen – Komplikationen kommen. Deren schnelle Erkennung und effektive Behandlung kann überlebenswichtig sein. Im Vorfeld ihrer Jahrestagung forderte die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie nun, dass die sogenannte Failure-to-Rescue-Rate im Qualitätsbericht von Krankenhäusern ausgewiesen werden sollte. Damit soll es Patientinnen und Patienten ermöglicht werden, ihre Krankenhauswahl auch an dieser Kennzahl auszurichten.
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