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Liebe Leserinnen und Leser,
ein Team des King’s College London hat zirkulierende B- und T-Zellen als mögliche Marker für den Verlauf einer Immuncheckpoint-Inhibition beim Melanom identifiziert. Die Forschenden untersuchten Blutproben von Patienten mit Melanomen der Stadien II–IV sowie von gesunden Kontrollpersonen. Bei Patienten, deren B- und T-Zellen innerhalb der ersten sechs Therapiewochen erneut aktiviert wurden und expandierten, beobachtete das Team günstigere klinische Ergebnisse und ein längeres Überleben. Persistierten dagegen unreife oder funktionell beeinträchtigte B-Zell-Populationen, verschlechterte sich die Prognose. Auch bestimmte T-Zell-Subtypen standen mit therapiebedingten Nebenwirkungen in Zusammenhang.
Um Therapieentscheidungen stärker zu individualisieren, entwickelten Mathematiker aus den USA ein Modell für die Melanom-Therapie und analysierten verschiedene Dosierungsstrategien. Die theoretische Analyse legt nahe, dass die beste Strategie möglicherweise in einer schrittweisen Dosisreduktion besteht statt in wiederholten Therapiephasen und Therapiepausen. Dieses Vorgehen könnte die Tumorkontrolle verbessern und zugleich die Toxizität begrenzen, indem es arzneimittelempfindliche Tumorzellen früh intensiv angreift und resistente Zellpopulationen möglichst wenig begünstigt. Ob sich dieser Ansatz in der klinischen Praxis bewährt, müssen nun prospektive Studien zeigen.
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