Ausgabe 36/2026

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Freitag, 04. September 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

ein Team des King’s College London hat zirkulierende B- und T-Zellen als mögliche Marker für den Verlauf einer Immuncheckpoint-Inhibition beim Melanom identifiziert. Die Forschenden untersuchten Blutproben von Patienten mit Melanomen der Stadien II–IV sowie von gesunden Kontrollpersonen. Bei Patienten, deren B- und T-Zellen innerhalb der ersten sechs Therapiewochen erneut aktiviert wurden und expandierten, beobachtete das Team günstigere klinische Ergebnisse und ein längeres Überleben. Persistierten dagegen unreife oder funktionell beeinträchtigte B-Zell-Populationen, verschlechterte sich die Prognose. Auch bestimmte T-Zell-Subtypen standen mit therapiebedingten Nebenwirkungen in Zusammenhang.

Um Therapieentscheidungen stärker zu individualisieren, entwickelten Mathematiker aus den USA ein Modell für die Melanom-Therapie und analysierten verschiedene Dosierungsstrategien. Die theoretische Analyse legt nahe, dass die beste Strategie möglicherweise in einer schrittweisen Dosisreduktion besteht statt in wiederholten Therapiephasen und Therapiepausen. Dieses Vorgehen könnte die Tumorkontrolle verbessern und zugleich die Toxizität begrenzen, indem es arzneimittelempfindliche Tumorzellen früh intensiv angreift und resistente Zellpopulationen möglichst wenig begünstigt. Ob sich dieser Ansatz in der klinischen Praxis bewährt, müssen nun prospektive Studien zeigen.

Mehr zu diesen und weiteren Neuigkeiten lesen Sie in diesem Newsletter und auf unserem Nachrichtenportal. Eine aufschlussreiche Lektüre wünscht Ihnen




   Ihr
   Ingo Schroeder

 

 
 
B- und T-Zell-Signaturen als Marker bei Immuntherapie des Melanoms

B- und T-Zell-Signaturen als Marker bei Immuntherapie des Melanoms

Bei Patienten mit Melanom, die eine Immuncheckpoint-Inhibition erhalten, könnten Veränderungen in B- und T-Zell-Populationen Hinweise auf das Ansprechen, das Risiko für Nebenwirkungen und den weiteren Krankheitsverlauf geben.

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Übergewicht bei Psoriasis ist häufig

RWE-Daten zeigen: 63,6 % der Patienten mit moderater bis schwerer Plaque-Psoriasis haben Übergewicht/Adipositas1,2,*,#. Metabolische Komorbiditäten spielen eine relevante Rolle in dieser Patientengruppe1. Welchen Einfluss hat dabei die Expression von IL-17? Welche Auswirkungen hat das im Praxisalltag und für Therapieentscheidungen?

Pflichttext & Referenzen

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Mathematisches Modell zur Anpassung der Melanomtherapie

Ein mathematisches Modell legt nahe, dass beim Melanom eine schrittweise Dosisreduktion die Tumorkontrolle verbessern und zugleich die therapiebedingte Toxizität verringern könnte. Klinische Studien müssen den Ansatz noch bestätigen.

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OmlycloTM. Das erste Omalizumab Biosimilar.

Bewährte Wirksamkeit und Sicherheit des Wirkstoffs Omalizumab.
Celltrion: Versorgungssicherheit durch Forschung, Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Biosimilars aus einer Hand.

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Was bewirken Antihistaminika bei Atopischer Dermatitis?

Was bewirken Antihistaminika bei Atopischer Dermatitis?

Orale Antihistaminika haben bei Atopischer Dermatitis nur einen begrenzten Nutzen. Ältere Wirkstoffe der ersten Generation können zudem kognitive Beeinträchtigungen verursachen.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Einfluss einer adjuvanten Anti-PD-1-Therapie auf das Fünf‑Jahres-Überleben in einer landesweiten dänischen Kohorte von Patienten mit Melanom im Stadium III.
J Eur Acad Dermatol Venereol 31.08.2026

Leitlinien zur diagnostischen Abklärung bei Erwachsenen mit Verdacht auf therapieresistente Atopische Dermatitis.
J Am Acad Dermatol 31.08.2026

Das externe Exposom und Nahrungsmittelallergien: Wie die Umwelt das Erkrankungsrisiko prägt.
Allergy 31.08.2026

 
 

Landesweite Programme zeigen nachhaltige Erfolge gegen Skabies

Ein nationales Programm zur Skabies-Kontrolle hat die Fallzahlen der hochkontagiösen parasitären Hauterkrankung auf den Salomonen und den Fidschi-Inseln deutlich reduziert.

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Bluttest verrät, wie Organe unterschiedlich schnell altern

Bluttest verrät, wie Organe unterschiedlich schnell altern

Die Analyse von mehr als 25.000 Gewebeproben aus 40 verschiedenen Gewebearten zeigt, dass Organe unterschiedlich schnell altern und sich diese Veränderungen in Blutproben erkennen lassen. Die Erkenntnisse könnten die Früherkennung von Krankheiten verbessern.

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KURZMELDUNGEN:

Anlässlich des „Welttages der sexuellen Gesundheit“ geben die Deutsche Dermatologische Gesellschaft und die Deutsche STI Gesellschaft kollegiale Tipps zur ärztlichen Gesprächsführung.
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Bislang betraf Mpox vor allem Männer, die Sex mit Männern haben. Neue Zahlen aus Berlin weisen darauf hin, dass Übertragungen zunehmend auch bei sexuellen Kontakten zwischen Männern und Frauen auftreten.
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Die Bundesärztekammer fordert, jetzt die notwendigen Voraussetzungen für ein krisenfestes Gesundheitssystem zu schaffen und hat dazu im Austausch mit Experten ein Strategiepapier erarbeitet.
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TERMINE:

55th European Society for Dermatological Research Annual Meeting
9.–12. September 2026
Heidelberg

55th Annual Meeting of the German Society of Immunology
15.–18. September 2026
München

60. Wissenschaftliche Tagung der Deutschsprachigen Mykologischen Gesellschaft
17.–19. September 2026
Graz (Österreich)

Allergologie Aufbaukurs
18.–19. September 2026
Dresden

 
 

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