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Liebe Leserinnen und Leser,
aktuelle Analysen verdeutlichen den Einfluss atopischer Erkrankungen auf die Wundheilung. Nach Brustrekonstruktionen und Knochentransplantationen haben Patienten mit Neurodermitis, Asthma oder Heuschnupfen deutlich häufiger postoperative Komplikationen wie Infektionen, Narbengewebebildung oder Implantatlockerung als Personen ohne allergische Erkrankungen. Die Forschenden führen dies auf eine chronisch erhöhte Entzündungsaktivität und strukturelle Veränderungen des Immunsystems zurück, die die Regeneration von Haut und Gewebe beeinträchtigen können.
Neue Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung legen offen, wie bestimmte endogene Mechanismen die Wundheilung modulieren und möglicherweise therapeutisch nutzbar sind. Forschende der Arizona State University identifizierten das Protein SerpinB3 als zentralen Faktor im natürlichen Reparaturprozess der Haut. SerpinB3, bislang vor allem als Biomarker für Krebserkrankungen bekannt, fördert die Migration und Aktivierung von Keratinozyten und unterstützt so den Gewebeaufbau nach Verletzungen. Die Aktivierung dieses Proteins beschleunigte in präklinischen Modellen den Wundverschluss und führte zu stabileren, besser strukturierten Kollagenfasern.
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