|
Liebe Leserinnen und Leser,
ein internationales Forschungsteam berichtet in „Nature Immunology“ über eine Mutation im OTULIN-Gen als Ursache für ein frühkindlich beginnendes Pyoderma gangraenosum. Die Mutation beeinträchtigt die Interaktion des Deubiquitinase-Enzyms OTULIN mit einem Ubiquitinierungs-Komplex und führt funktionell zu einer gesteigerten Inflammasom-Aktivierung sowie erhöhten Interleukin‑1β- und Tumornekrosefaktor(TNF)-Spiegeln. In ihrer Studie identifizierten die Forschenden bei einem Patienten mit therapierefraktären Hautulzera die TNF-Inhibition als potenzielle therapeutische Option.
Ebenfalls auf molekularer Ebene setzen neue Erkenntnisse zur Variabilität allergischer Reaktionen auf pflanzliche Lebensmittel an. In „Scientific Reports“ zeigt eine Arbeitsgruppe aus Deutschland, dass Lipidtransferproteine aus Lupinen spezifische Lipide binden. Dadurch verstärken sie die Aktivierung von Basophilen, die bei allergischen Reaktionen Histamin und andere Entzündungsmediatoren freisetzen. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass nicht nur die Proteinstruktur, sondern auch gebundene Lipide die Immunreaktion prägen können.
Weitere aktuelle Studienergebnisse, unter anderem zu Psoriasis, aus dem Bereich der Phlebologie sowie zur Wundheilung, finden Sie auch in unserer neuen Ausgabe KOMPAKT DERMATOLOGIE UND ALLERGOLOGIE.
Eine aufschlussreiche Lektüre wünscht Ihnen
|