Ausgabe 32/2026

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Freitag, 07. August 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

die kontinuierliche Glukosemessung (CGM) hat das Leben von Betroffenen mit Typ-1-Diabetes und insulinpflichtigem Typ-2-Diabetes deutlich vereinfacht und ermöglicht Vielen einen weitgehend normalen Alltag. Bei Personen mit Typ-2-Diabetes ohne Insulintherapie sowie bei Menschen mit Adipositas oder Prädiabetes ist die Datenlage einem aktuellen Review zufolge eher begrenzt. Für einen gesundheitlichen Nutzen bei gesunden Menschen fehlt es bislang ebenso an wissen­schaftlichen Belegen. Doch ist die Nutzung von CGM-Sensoren durch letztere Personengruppen deshalb mit negativen Auswirkungen und Risiken verbunden?

Insgesamt gelten CGM-Sensoren zwar als sicher, einheitliche Qualitätsstandards gibt es für die Herstellung der Medizinprodukte bislang jedoch nicht. Ein Bündnis deutscher Fachgesellschaften und Verbände fordert nun, eben solche Mindeststandards in Europa einzuführen. Das größte Problem sehen die Expertinnen und Experten aktuell in der Vergleichbarkeit. Demnach würden unterschiedliche CGM-Systeme bei der gleichen Person und gleicher Stoffwechsellage unterschiedliche Messergebnisse liefern. Diese Tatsache ist nicht nur potenziell für Betroffene problematisch, sondern schränkt womöglich auch die Aussagekraft von Vergleichsstudien und systematischen Reviews ein.

Mit Paragrafen herumschlagen müssen sich auch all jene, die mit der Erstattung von Arzneimittelkosten zutun haben. Menschen mit Adipositas sind dabei insbesondere vom berüchtigten „Lifestyle-Paragrafen“ betroffen, nach dem die Kosten für wissenschaftlich belegte, wirksame Abnehmmedikamente nicht von den Krankenkassen übernommen werden dürfen. Doch unter der neuen Leitung von Sonja Optendrenk zeigt sich der Gemeinsame Bundesausschuss nun wohl gesprächsbereit, was die Erstattung für zugelassene inkretinbasierte Therapien für Adipositas anbelangt. Ob und wie schnell sich daraus aber eine positive Änderung für Patientinnen und Patienten ergeben könnte … Der Konjunktiv spricht für sich.

Hätte, wäre, könnte sind auch anderswo prominent: Hätten die fast 10.000 Hitzetoten Ende Juni vermieden werden können? Wäre das prognostizierte Milliardenloch der Krankenkassen deutlich kleiner, wenn sich nicht eine Reihe von ihnen auf fragwürdige Anlagengeschäfte eingelassen hätte? Könnten die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Bonn den Rhein angesichts historischer Niedrigwasserstände bald zu Fuß überqueren? Fragen über Fragen, auf die Sie in diesem Newsletter zwar keine Antworten bekommen werden. Trotzdem viel Spaß beim Stöbern und ein schönes Wochenende wünscht Ihnen




   Dr. Milo Klesse
   Redakteur Diabetologie/Endokrinologie

 

 
 
Mindeststandards für Qualität und Sicherheit von Glukosemesssystemen gefordert

Mindeststandards für Qualität und Sicherheit von Glukosemesssystemen gefordert

In Europa fehlen bislang spezifische, verbindliche Mindeststandards für die Messqualität von kontinuierlichen Glukosemesssystemen (CGM). Ein Bündnis Deutscher Fachgesellschaften und Verbände fordert deshalb einen einheitlichen und verbindlichen Bewertungsstandard für CGM-Systeme.

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Herzklopfen sollte eine Freude sein.
Kein Befund.

Bei erhöhtem kardiorenalen Risiko empfiehlt die NVL frühzeitig eine Kombinationstherapie.2 Ozempic® direkt mit Metformin* für eine leitliniengerechte Therapie.

Referenzen & Pflichttext

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Typ-2-Diabetes kann mit stärkeren Wechseljahresbeschwerden einhergehen

Eine neue Studie deutet darauf hin, dass Typ-2-Diabetes mit einer höheren Anzahl und stärkeren Ausprägung von Wechseljahresbeschwerden verbunden ist.

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Expertinnen und Experten zum Therapiewechsel bei pGHD

Langwirksame Wachstumshormone (LAGH) erweitern die Therapieoptionen beim pädiatrischen Wachstumshormonmangel (pGHD).1 Praxiserfahrungen zeigen: Die Reduktion von sieben auf eine Injektion pro Woche kann den Alltag von Familien spürbar entlasten. Neben mehr Flexibilität auf Reisen und in der Freizeit sind Fachleute zudem von einer hohen Therapiezufriedenheit nach einer Umstellung überzeugt.

Fachinformation | Referenzen

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G-BA offen für Erstattung für Abnehmspritzen

G-BA offen für Erstattung für Abnehmspritzen

Der Gemeinsame Bundesausschuss entscheidet, welche Leistungen gesetzlich Krankenversicherte bezahlt bekommen. Seine neue Chefin Sonja Optendrenk ist offen für eine Diskussion über die Erstattung von Kosten für Abnehmspritzen.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Genomweite Assoziationsanalysen mit unterschiedlichen ethnischen Hintergründen liefern Einblicke in die genetische Grundlage der Hashimoto-Thyreoiditis.
Nat Genet 29.07.2026

Kontinuierliche Glukosemessung bei Typ-2-Diabetes und darüber hinaus – ein Review.
JAMA Intern Med 03.08.2026

Kardiovaskuläre Outcomes bei Patienten mit Diabetes, Herzinsuffizienz und terminaler Niereninsuffizienz unter Behandlung mit GLP-1-Rezeptoragonisten im Vergleich zu Dipeptidylpeptidase-4-Inhibitoren: eine emulierte Zielstudie.
Nat Commun 30.07.2026

Vorhersage des künftigen Risikos für Typ-1- und Typ-2-Diabetes nach Gestationsdiabetes mittels polygener Scores: eine Kohortenstudie.
Diabetologia 04.08.2026

 
 

JAMA-Review: Wie Adipositas Krebs fördert

In den USA werden Übergewicht und Adipositas für etwa zehn Prozent aller jährlichen Krebsneuerkrankungen und bis zu 50 Prozent bestimmter Krebsarten wie Endometrium- und hepatobiliäre Karzinome verantwortlich gemacht.

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Sichelzellmerkmal könnte Diabetes-Diagnostik verfälschen

Sichelzellmerkmal könnte Diabetes-Diagnostik verfälschen

Menschen mit einem Sichelzellmerkmal könnten häufiger unerkannt an Prädiabetes oder Diabetes leiden. Eine Studie aus Ghana zeigt, dass die Immunturbidimetrie den HbA1c-Wert bei diesen Personen deutlich unterschätzt. Die Forschenden plädieren daher für den Einsatz alternativer Messmethoden in Regionen mit hoher Prävalenz von Hämoglobinvarianten.

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PANORAMA:

Mehrere Krankenkassen und Kassenärztliche Vereinigungen haben nach Medienberichten insgesamt mindestens 220 Millionen Euro durch umstrittene Investments verloren.
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Deutsche Forschende haben herausgefunden, dass reaktive Stoffwechselprodukte den Arginin-Stoffwechsel stören – und so Hyperglykämien und Nierenschäden verursachen können.
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Die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie warnt vor falschen Versprechen und Angeboten für Nahrungsergänzungsmittel bei Schilddrüsenunterfunktion.
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TERMINE:

4th Swiss Diabetes Tech Symposium 2026
3. September 2026
Bern

57. Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Innere Medizin
16.–18. September 2026
Salzburg

16th International Congress of Diabetes and Metabolism
15.–17. Oktober 2026
Seoul (Korea)

52nd Annual Conference of the International Society for Pediatric and Adolescent Diabetes
4.–7. November 2026
Rio de Janeiro (Brasilien)

 
 

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