Ausgabe 08/2026

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Freitag, 20. Februar 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

am Aschermittwoch hat traditionell die Fastenzeit begonnen – in diesem Jahr zeitgleich mit dem Ramadan. Diese Überschneidung ist eine eher seltene Besonderheit und gibt uns Anlass, das Fasten etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Wie der Verband der Diabetes-Beratungs- und Schulungsberufe in Deutschland (VDBD) betont, kann der Verzicht auf Essen und Trinken für Menschen mit Diabetes schnell gefährlich werden und sollte deshalb immer ärztlich begleitet oder zumindest abgeklärt sein.

Gerade das Intervallfasten erfreut sich auch bei nicht religiösen Menschen immer größerer Beliebtheit. Die wissenschaftliche Evidenz für die Wirksamkeit solcher Ansätze ist allerdings dünn. Ein aktuelles Cochrane-Review kommt zu dem Schluss, dass übergewichtige Erwachsene durch das Intervallfasten möglicherweise nicht mehr Gewicht verlieren können als durch andere Diäten. Entscheidend für den Gewichtsverlust ist das Kaloriendefizit, welches beim Intervallfasten durch die zeitliche Begrenzung der Nahrungsaufnahme erzielt werden kann. Darüber hinaus gibt aber es bislang kaum Hinweise auf weitere positive Auswirkungen gegenüber anderen Diätformen. Offenbar scheint das Intervallfasten dennoch besser zu sein als keine Ernährungsintervention.

Dass bei Adipositas jedoch dringender Handlungsbedarf besteht, zeigt eine Studie aus der Fachzeitschrift „The Lancet“. Demnach haben Menschen mit Adipositas ein um 70 Prozent höheres Risiko, aufgrund einer Infektion ins Krankenhaus eingeliefert zu werden oder zu sterben als Normalgewichtige. Die Analyse ergab, dass rund jeder zehnte infektionsbedingte Todesfall auf Adipositas zurückgeführt werden konnte. Ursächlich dafür könnte eine Beeinträchtigung des Immunsystems sein, die auch unabhängig von chronischen Stoffwechselerkrankungen vorliegt. 

Das gegenteilige Extrem – Untergewicht und Mangelernährung – sind natürlich ebenso problematisch. Frauen, bei denen aufgrund von exzessivem Sport oder Anorexie die Regelblutung ausbleibt, leiden oftmals auch an einer zu niedrigen Knochendichte. Laut einer Metaanalyse des Imperial College London (Großbritannien) kann eine transdermal verabreichte Hormonersatztherapie dagegen helfen. Für eine orale Hormontherapie oder die Pille konnte hingegen kein Nutzen gezeigt werden.

Ich wünsche Ihnen eine informative Lektüre und ein erholsames Wochenende. Allen Fastenden viel Erfolg und Durchhaltevermögen, allen Muslimen Ramadan Kareem!




   Milo Klesse
   Redaktion Diabetologie/Endokrinologie

 

 
 
Cochrane-Review: Intervallfasten möglicherweise nicht besser als andere Diäten

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Besonders in den Sozialen Medien liegt Intervallfasten seit einiger Zeit im Trend: Es soll angeblich Gewicht reduzieren und den Stoffwechsel positiv beeinflussen. Doch kann der Trend halten, was er verspricht?

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Adipositas erhöht Risiko für schwere Infektionen deutlich

Laut einer aktuellen Studie haben Menschen mit Adipositas ein um 70 Prozent höheres Risiko, aufgrund einer Infektion ins Krankenhaus eingeliefert zu werden oder zu sterben als Normalgewichtige. Weltweit gesehen bringen die Forschenden jeden zehnten infektionsbedingten Todesfall mit Adipositas in Zusammenhang.

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Körperliches Training ist ein wichtiger Bestandteil der Therapie des Typ-2-Diabetes. Eine neue Studie des Deutschen Diabetes-Zentrums (DDZ) zeigt, dass das Blutflussrestriktionstraining (BFRT) mit geringeren Gewichten besondere Vorteile bietet.

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Zusammenhang zwischen Schilddrüsenunterfunktion und dem Risiko einer chronischen Nierenerkrankung: Systematisches Review und Metaanalyse
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Remission von Typ-2-Diabetes und metabolische Ergebnisse 5 Jahre nach Roux-en-Y-Magenbypass bei jungen versus älteren Erwachsenen: eine multizentrische, gematchte Kohortenstudie
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Auswirkungen einer weiteren Schwangerschaft auf den natürlichen Verlauf der Insulinsensitivität, der β-Zellfunktion und des Blutzuckerspiegels bei Frauen, die bereits Kinder geboren haben
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Zusammenhang zwischen Parametern der Hornhautnerven und Nervenanomalien sowie neuropathischen Schmerzen bei Prädiabetes und Typ-2-Diabetes: die Maastricht-Studie
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Niedrige Knochendichte bei funktioneller hypothalamischer Amenorrhö - was hilft?

Leiden Frauen an einer funktionellen hypothalamischen Amenorrhö (FHA), kann das ihre Knochendichte negativ beeinflussen. Neue Ergebnisse zeigen, dass eine transdermale Hormonersatztherapie (HRT) helfen kann – im Gegensatz zur Antibabypille.

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Chronische Wunden: Neuer Ansatz umgeht Antibiotikaresistenz

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​Ein internationales Team hat einen neuen Mechanismus identifiziert, mit dem die Heilung chronischer Wunden, die mit antibiotikaresistenten Bakterien infiziert sind, beschleunigt werden könnte.

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PANORAMA:

Ramadan und Fastenzeit haben dieses Jahr zeitgleich begonnen. Der VDBD erklärt, was Menschen mit Diabetes beachten sollten – und wann es gefährlich wird.
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Die Hamburgische Bürgerschaft hat sich für eine gestaffelte Abgabe auf zuckerhaltige Getränke und Softdrinks ausgesprochen.
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Menschen mit einem erhöhten Risiko, z.B. durch Diabetes, wird nun schon ab einem Alter von 18 Jahren die Impfung gegen Gürtelrose empfohlen.
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TERMINE:

1st Immunology School for Endocrinology
26.03. – 27.03.2026
Wien, Österreich

Gemeinsame Jahrestagung SAE/DGAE 2026
19.06. – 20.06.2026
Lutherstadt Wittenberg

Adipositaskongress
23.09. – 25.09.2026
Potsdam

 
 

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