Ausgabe 12/2026

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Freitag, 20. März 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

bei neueren Wirkstoffen wird üblicherweise von der Anwendung direkt vor oder während einer Schwangerschaft abgeraten, um mögliche negative Folgen für Mutter und Kind zu umgehen. Denn gerade in dieser sensiblen Phase mangelt es – aus gutem Grund – häufig an Sicherheitsdaten. Diese kristallisieren sich erst im Laufe der Zeit heraus, wenn es (meist unbeabsichtigt) doch zu Schwangerschaften unter der Medikation kommt. Dies gilt auch für GLP-1-Rezeptoragonisten. Bisherige Beobachtungsstudien konnten noch keine eindeutigen Belege für die Sicherheit dieser Substanzen in der perikonzeptionellen Phase liefern. Die AG Diabetes und Schwangerschaft der Deutschen Diabetes Gesellschaft rät daher von der Anwendung in den zwei Monaten vor Beginn sowie während einer Schwangerschaft ab.

Eine landesweite Registerstudie aus Dänemark liefert nun Hinweise darauf, dass das Sicherheitsprofil in der Frühschwangerschaft je nach Indikation zu variieren scheint. Demnach könnte es bei der Anwendung zur Behandlung eines Diabetes eher zu Frühgeburten kommen – bei der Indikation Adipositas wurde ein solcher Zusammenhang nicht festgestellt. Laut den Forschenden legt diese Erkenntnis nahe, dass nicht die Medikamente selbst, sondern der zugrunde liegende Diabetes das Risiko für Frühgeburten erhöht. Sie meinen aber auch, dass es noch mehr Daten braucht, um eine Änderung der Empfehlungen vorzunehmen.

Auch interessant: Ein deutsches Forschungsteam entwickelte eine erklärbare KI, die anhand von Gewebeschnitten der Bauchspeicheldrüse Menschen mit und ohne Typ-2-Diabetes unterscheiden kann. Die Erkenntnisse sollen nicht zur klinischen Diagnostik, sondern zum weitergehenden Verständnis struktureller Krankheitsmechanismen dienen.

Lesen Sie weitere spannende Meldungen aus der Diabetologie und Endokrinologie im heutigen Newsletter und auf unserem Nachrichtenportal. Ein erholsames Wochenende wünscht Ihnen,




   Milo Klesse
   Redaktion Diabetologie/Endokrinologie

 

 
 
GLP‑1‑Rezeptoragonisten in der Frühschwangerschaft: Risiko nur bei Diabetesbehandlung

GLP‑1‑Rezeptoragonisten in der Frühschwangerschaft: Risiko nur bei Diabetesbehandlung

Die Anwendung von GLP-1-Rezeptoragonisten ist mit einem erhöhten Risiko für Frühgeburten verbunden – allerdings nur, wenn sie zur Behandlung von Diabetes in der frühen Schwangerschaft eingesetzt werden.

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Erklärbare KI erkennt Typ-2-Diabetes im Gewebe der Bauchspeicheldrüse

Typ-2-Diabetes wird über Blutwerte diagnostiziert, doch die eigentlichen Veränderungen spielen sich unter anderem im Gewebe der Bauchspeicheldrüse ab. Ein Forschungsteam zeigte nun erstmals: Erklärbare Künstliche Intelligenz (KI) kann unterscheiden, welches Gewebe von Menschen mit Typ-2-Diabetes stammt und welche Strukturen dabei eine Rolle spielen.

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Hypoglykämien im Blick: mit KI-gestützten Prädiktionen

Die Sorge vor Hypoglykämien begleitet viele Menschen mit Diabetes – und das durchaus berechtigt: Denn Studien zufolge können diese etwa 70 Mal im Jahr auftreten.1 Mit den neuen
KI-gestützten Prädiktionen von Accu-Chek SmartGuide können Patient:innen frühzeitig reagieren, um Hypoglykämien zu verhindern bzw. deren Tiefe und Dauer zu verringern.2

Referenzen

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EDENT1FI: Bereits 100.000 Teilnehmende auf frühe Stadien von Typ-1-Diabetes getestet

EDENT1FI: Bereits 100.000 Teilnehmende auf frühe Stadien von Typ-1-Diabetes getestet

Im Forschungsprojekt EDENT1FI („European action for the Diagnosis of Early Non-clinical Type 1 diabetes For disease Interception“) sind bereits 100.000 Kinder und Jugendliche auf frühe Stadien von Typ-1-Diabetes getestet sowie Screening-Programme in Tschechien, Polen und Portugal aufgebaut worden.

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Machen Sie kardiovaskulären Schutz zu
Ihrer Herzenssache

Informieren Sie sich hier zum überzeugenden Schutz von Jardiance® bei Typ-2-Diabetes und erhalten Sie einen Überblick zu Wirksamkeit, Sicherheit und Anwendung des SGLT2-Hemmers sowie aktuelle Leitlinienempfehlungen.1,2,*,a

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Hormon könnte postmenopausale Gewichtsentwicklung beeinflussen

Eine US-Studie deutet darauf hin, dass das Hormon Asprosin mit der langfristigen Gewichtsentwicklung bei postmenopausalen Frauen zusammenhängt. Höhere Ausgangswerte waren in der Analyse mit einer geringeren Gewichtszunahme über drei Jahre verbunden.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Vorhersage der Insulinresistenz anhand von Wearables und routinemäßig erfassten Blutbiomarkern
Nature, 16.03.2026

Messwert der Lebersteifigkeit und Gesamtmortalität bei Menschen mit Diabetes
JAMA Netw Open 2026;9;(3):e260762.

Rezidivrisiko nach erfolgreicher Operation bei Morbus Cushing und Zusammenhang mit dem USP8-Genotyp und der Tumorgröße: eine internationale, retrospektive, longitudinale Kohortenstudie
Lancet Diabetes Endocrinol 2026;14(4):327–336.

 
 
 
Kritik an Lösung zu Erleichterungen für chronisch Kranke

Kritik an Lösung zu Erleichterungen für chronisch Kranke

Für eine lange beschlossene Umstellung, die Menschen mit chronischen Erkrankungen unnötige Wege zum Hausarzt ersparen soll, sind jetzt die Bedingungen klar – führen sie zu erhofften Entlastungen?

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PANORAMA:

Das Medizinregistergesetz soll Medizinregister als zentrale Infrastruktur für Forschung, Qualitätssicherung und Versorgung stärken. Die Deutsche Hochschulmedizin begrüßt das, fordert aber gleichzeitig klare und praxistaugliche Regelungen.
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Die Deutsche Diabetes Gesellschaft fördert ein neues Forschungsprojekt zur Früherkennung und Prävention diabetischer Netzhautschäden am Universitätsklinikum Bonn.
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Eine Altersgrenze für Energydrinks und neue Anreize für weniger Zucker in Softdrinks: Der Bundesrat berät Ende März über Vorschläge aus Schleswig-Holstein.
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TERMINE:

Österreichischer Schilddrüsendialog 2026
26.–26. März 2026
Innsbruck, Österreich

132. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin
18.–21. April 2026
Wiesbaden

130. Deutscher Ärztetag
12.–15. Mai 2026
Hannover

60. Diabetes Kongress
13.–16. Mai 2026
Berlin & online

 
 

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