|
Liebe Leserinnen und Leser,
werden dem Körper für die Energiegewinnung zu wenig Kohlenhydrate zugeführt, muss er andere Quellen finden. Ketonkörper, die in der Leber beim Fettabbau entstehen, sind dann das Mittel der Wahl. Allerdings hat die Sache einen Haken: Mitochondrien müssen mit den Ketonkörpern auch etwas anfangen können. Neue Untersuchungen zeigen, dass diese Nutzung der Energie aus Ketonkörpern bei Typ-2-Diabetes und der mit einer Stoffwechseldysfunktion assoziierten steatotischen Leberkrankung (MASLD) nur suboptimal funktioniert. Die daran beteiligten Wissenschaftler wollen nun auf diesem Gebiet weiter forschen und erhoffen sich dabei Hinweise auf mögliche neue Therapien.
Mit dem Einsatz eines automatischen Insulin-Dosierungs(AID)-Systems bei schwangeren Typ-1-Diabetikerinnen hat sich jüngst ein kandadisches Forscherteam beschäftigt. Die Wissenschaftler vermelden aus der Untersuchung von 94 Frauen gute Erfolge: Die Probandinnen mit dem AID waren um drei Stunden pro Tag länger im Zielblutzuckerbereich als die Kontrollpersonen, die Insulin-Injektionen erhielten oder herkömmliche Insulinpumpen nutzten.
Gleich zwei neue Studien haben sich mit der familiären Hypercholesterinämie beschäftigt. Während die eine ergab, dass mit 75 Prozent ein Großteil der Personen mit prädisponierenden Genvarianten die aktuellen Kriterien für einen entsprechenden Gentest nicht erfüllt, verdeutlicht die andere, dass ein Screening im Kindes- und Jugendalter helfen kann, Spätfolgen im Alter zu vermeiden. Hier besteht also dringender Handlungsbedarf in der Früherkennung.
Ich wünsche Ihnen eine informative Lektüre und ein schönes Wochenende!
|