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Liebe Leserinnen und Leser,
schon seit Längerem beobachten Mediziner weltweit gesehen eine Zunahme der Fälle von vergleichsweise früh auftretendem Darmkrebs, also vor dem 50. Lebensjahr. Für einen entsprechenden Anstieg hierzulande gibt es aktuell jedoch keine Evidenz, wie auf dem diesjährigen Deutschen Krebskongress zu hören war. Das bestätigt auch eine aktuelle Auswertung deutscher Krebsregister.
Warum wird aber global eine Zunahme junger Darmkrebspatienten beobachtet? Als zumindest begünstigender Faktor wird unter anderem eine erhöhte Steifigkeit des Kolons aufgrund chronischer Entzündungen diskutiert. Zudem wurden rektale Blutungen bei jüngeren Erwachsenen mit einem deutlich erhöhten Darmkrebsrisiko in Verbindung gebracht. Auch beim Ausschluss möglicher begünstigender Parameter ist man bereits weitergekommen: So wurde die Einnahme von Antibiotika im vergangenen Jahr in einer US-amerikanischen Studie als relevanter Risikofaktor verworfen.
Nun kommt ein neuer Aspekt hinzu: Die Autoren einer aktuellen Untersuchung bringen den Anstieg von Darmkrebs bei jüngeren Menschen vor allem mit einer beschleunigten biologischen Alterung in Zusammenhang, die offenbar mit Stoffwechselstörungen und einem westlichem Lebensstil zusammenhängt. Mehr über diese neuen Erkenntnisse zu früh im Leben auftretendem Darmkrebs in Deutschland sowie zum Zusammenhang mit der biologischen Alterung können Sie in unserem ersten Beitrag lesen.
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